Umbau zur Trocken Trenntoilette im Wohnmobil

Warum eine Trocken-Trenntoilette bzw. Komposttoilette

Vorwort:

Ich bin ein bekenneder Toilettenneurotiker, ich habe zu den üblichen Kassettentoiletten ein mehr als gespaltenes Verhältnis. Kurz: Ich hasse sie und finde sie schlicht nur eklig! Liegt wohl an die ersten Wohnmobil-Erlebnisse in den 80ern.
1991 hatte ich in den USA ein Wohnmobil gemietet und schon damals herrschte dort eine Infrastruktur mit Entsorgungsstationen vom Feinsten vor. Ein Fäkaltank, der beim Entsorgen mit dem Grauwasser gespült wird und ein genormtes Entsorgungssystem über einen Entsorgungsschlauch das auf dem gesamten nordamerikanischen Kontinent gleich ist.
Dagegen ist Europa heute, 30 Jahre später, immer noch die reinste toilettentechnische Steinzeit!
Damals schwor ich mir, sollte ich jemals ein eigenes Wohnmobil mein eigen nennen, da kommt nichts Anderes als ein Fäkaltank mit Zerhacker-Toilette in Frage!
Klar, als wir 2015 unser Bimobil erhielten, war es entsprechend mit Porzellanschüssel, Häcksler und Fäkaltank ausgerüstet.

Trocken Trenn Toilette

Das Umdenken zur Trocken Trenntoilette

Wir oder noch besser ich, waren glücklich und zufrieden. Das Jahr auf dem nordamerikanischen Kontinent war entsorgungstechnisch einfach nur entspannt. Hätte man dort eine Kassette über den Campground geschlurt, die Amis hätten einen nur ausgelacht. Auch in Mittel- und Westeuropa stellt die Entsorgung mit Schlauch grundsätzlich kein Problem dar, nur an wenigen Stellen ist es nicht möglich.
Aber auf unserer Tschechien-Polen Rundreise ging es los. Die Camping- und Stellplätze dieser Länder sind für eine komfortable Entsorgung schlicht nicht ausgestattet. Teils meinte man, wir sollten es einfach auf die Wiese laufen lassen, lecker…
Je weiter man in den Osten kommt, desto schwieriger wird die Entsorgung. Eigentlich geht es schon in den östlichen Bundesländern los, auch hier sind die Entsorgungen, wenn überhaupt vorhanden, oftmals ein Witz, meist auch ein sehr dreckiger.
Also musste da für zukünftige Reisen eine andere autarke Lösung her! Denn wie gesagt, bevor ich eine Kassettentoilette nutze, würde ich wohl eher das Wohnmobil verkaufen! No go!
2016 lernte ich Harriet kennen, die von ihrer Nature`s Head Trenntoilette so begeistert war. Sie hat auch in lustiger Form auf meinem Blog etwas Nützliches zu Trenntoiletten geschrieben: Trenntoilette-Trockentoilette im Wohnmobil->
Harriet hat mittlerweile eine gewisse Bekanntheit erlangt, sie vertreibt über ihre Website TomTur die Nature`s Head.
So sind wir auf die Trenntoilette gekommen…

Alternativen zur Trocken Trenntoilette

Die Kassette haben ja noch die Meisten, Tendenz rückläufig, muss ich ja nicht weiter erwähnen. Sie hat ja auch den Vorteil, dass man nahezu überall entsorgen kann. Nur ist die Standzeit recht kurz und einige Zeitgenossen wie ich empfinden sie als Ferkelei.
Dann hätten wir da noch die HRZ Aqualizer Mini-Kläranlage Wohnmobil und die Cinderella Verbrennungstoilette. Beide haben sich verständlicherweise nicht durchgesetzt und ich persönlich halte die Lösungen für Schwachsinn.
Bleibt dann noch die Zerhacker-Toilette mit Festtank. Eigentlich eine tolle Lösung, aber wie oben beschrieben, teils schwierige Entsorgung und relativ teuer. Meine Festtankanlage mit Porzellanschüssel hatte 2015 ca. 3.500,- Euro gekostet!
Nun ja, also kommen wir zur TTT…

Vorteile einer Trocken-Trenntoilette bzw. Komposttoilette im Wohnmobil

Ganz klar, das ist DER Vorteil, die toilettentechnische Autarkie! Dazu kommt die relativ einfache Entsorgung, wenn man in Ländern mit weniger guter Entsorgungs-Infrastruktur unterwegs ist.

  • Das Feste lässt sich einfach im Haus- oder Biomüll entsorgen. Andere verwenden einen Beutel den sie nach geraumer Zeit verschließen und in den Hausmüll werfen.
    Ich bevorzuge das Kompostieren mit Rührwerk, man kippt dann einfach den Eimer aus. Sauber machen braucht man auch nicht, die kleinen Reste sind dann der Starter für den nächsten biologischen Ansatz. So zumindest die Idee…
  • Das Gelbe wird in einem je nach Hersteller ca. 7 – 10 Liter großen Gefäß aufgefangen. Bei zwei Personen reicht das bei vielen Menschen für ca. 2 Tage.
    Milliarden Männer pinkeln täglich vor irgend einen Baum, also kommt es auf ein Fläschchen auch nicht an 😉
    Oder man verwendet, evtl. zusätzlich, einen Zusatztank den man bei einer normalen Entsorgung entleert, dann ist man für viele Tage autark.
  • Die Kosten: Eine TTT ist mit allem nicht sehr viel teurer als eine Kassetten-Toilette.
    Viele mit handwerklichem Geschick, bauen sich eine Trocken-Trenntoilette für nur wenige hundert Euro selber ein. Gerade Kildwick bietet da viele Möglichkeiten für Selbstausbauer.
  • In der Regel einfacher Ein- oder Umbau, insbesondere, wer von einer Kassettentoilette aus umrüstet.
  • Weniger Wasserverbrauch, insbesondere, wenn man vom Fäkaltank aus umrüstet. Je nach System können das bis 10 Liter/Tag und mehr Wasser sein, welches man einspart.

Um- und Einbau der TTT in unser Bimobil

Unser Problem

  • Da wir ja keine Kassetten-Toilette haben, ist es uns nicht möglich gewesen, das Kassettenfach für die Entlüftung zu nutzen. Für die Entlüftung musste eine Lösung für die Führung gefunden und durch das 6cm dicke Aluminium-Sandwich gebohrt werden.
  • Wir Vieltrinker wollen unseren 80 Liter Fäkaltank als Urintank weiter nutzen, das sind ca. 14 Tage zusätzliche Autarkie bis zum Entsorgen.
    Gleichzeitig möchten wir bei Bedarf, denn nicht immer kann man ja vernünftig entsorgen, den serienmäßigen kleinen 7 Liter Urinkanister nutzen können.

Da ich nicht mit Handwerkerhänden ausgestattet bin, benötigte ich hierfür einen Handwerksbetrieb oder sonstigen Dienstleister. Dies scheint echt eine Marktlücke zu sein!
Wie ich suchten in Foren und in entsprechenden Facebook-Gruppen etliche Wohnmobil-Fahrer erfolglos nach einem entsprechenden Betrieb.
Sog. Einbaupartner von Firmen weigerten sich teils und wenn man bei den üblichen Individualausbauern dort kein Fahrzeug gekauft hat, braucht man es erst gar nicht versuchen. Abgesehen davon, dass die Meisten eh alle nur die Nature`s Head verbauen wollen…
So hatte ich das Thema / Projekt Trenntoilette eigentlich schon abgehakt…

Fertig-Toiletten Alternativen

Nature`s Head

Ich mag die Nature`s Head rein optisch nicht und wenn sich meine U. nicht auf den Toilettendeckel setzen kann, dann fällt die Toilette schon raus. Dazu kommt, dass mit der Nature`s Head eine optisch annehmbare Lösung mit dem Wechsel des Urinbehälters und Urintanks so nicht möglich gewesen wäre.
Zum Entleeren des Urinbehälters muss das Oberteil der Toilette abgenommen oder zumindest angehoben werden, sonst bekommt man den Behälter nicht aus dem Einsatz. Sorry, jeden Tag (wir produzieren zu zweit rund 7 – 9 L täglich) dieses Gehampel und in die Schiete blicken? Nein danke, damit fällt die NH nun völlig raus, denn in gewissen Gebieten brauchen wir ja den Standard-Kanister.

Separett

Bei der optisch schon fast gut aussehenden Separett wäre unsere Lösung nicht möglich gewesen und einen Einbaupartner in der Nähe hätte es auch nicht gegeben.

BioToi

Die kleine BioToi ist zwar deutlich teurer, dafür aber sehr wertig, da überall Edelstahl zum Einsatz kommt. Auch der Trenneinsatz sieht gut aus, obwohl, ein ständig offenes Loch ist nicht jedermanns Sache. Interessant bei gerade kleineren Fahrzeugen. Allerdings hätten wir auch hier ein Einbauproblem gehabt und U. gefällt sie optisch gar nicht.

Airhead Kompost Toilette

Air Head Germany Peter Völker

Die Airhead Kompost Toilette machte auf mich von den fertigen Systemen ansonsten mit den besten Eindruck und nur mit dieser Toilette konnten wir unsere Wünsche realisieren. Natürlich ist sie wie auch die Anderen m.E. völlig überteuert und auch keine Ausgeburt an Schönheit, aber gefühlt doch wertiger und stabiler als z.B. die Nature`s Head.
Bei Airhead erfuhr ich telefonisch eine sehr umfangreiche Beratung, das Gespräch dauerte bestimmt eine halbe Stunde. Alle meine wahrscheinlich nervigen Fragen wurden zur vollen Zufriedenheit beantwortet. Dazu kam, dass sich ein Einbaupartner in der Nähe befindet.

ELCHCamper Tobias Kuch

Von Air Head erfuhr ich vom ElchCamper, ein Wohnmobil Vermiet-Unternehmen mit Wohnmobil Service in der Nähe von Rotenburg Wümme.
Tobias ist ein junger Unternehmer, Service-, Kunden- und Lösungsorientiert. Nach einem auch hier langem Telefonat und nach Übersendung von Bildern sowie Maßen erklärte er sich bereit, mir die Air Head nach meinen Vorgaben einzubauen. Bei ihm könnt ihr guten Gewissens eure Trenntoilette einbauen lassen! Vor allem, wenn es bei euch wie bei uns nicht ganz so einfach ist. Er hat kreativ mit Verstand die für uns beste beste Lösung gefunden. Die handwerklichen Arbeiten waren top.

Anmerkung: Für meine Lobhudelei bekomme ich weder eine Provision noch sonst eine Vergünstigung! Kostenlose Werbung als Dankeschön!

Handhabung

Die Handhabung bei der Entsorgung der Air Head ist etwas rödelig, aber im Prinzip recht einfach. Der Urinbehälter wird von unten schlicht nach vorne abgezogen. Der Toilettenaufsatz sitzt mit vier Flügelschrauben gesichert in Nuten, den man vor Entleerung des Behälters abnimmt. Der Fäkalbehälter wird dann nach oben heraus genommen. Wer möchte, kann ihn für den Transport mit einem Deckel verschließen.

Die Realisation / Einbaumaßnahmen in Bildern

Einbau der Air Head

Der Einbau der Air Head Trocken Trenn Toilette ist prinzipiell schlicht einfach, das könnte sogar ich. Wichtig ist lediglich ein stabiler und fester Boden für die Verschraubungen.
Problematischer kann da eher die Entlüftung sein oder wer wie wir Sonderwünsche in Bezug eines Urintanks hat.

Abluft und Entlüftung

Da wir ja keine Kassetten-Toilette hatten, gestaltete sich bei uns die Installation schwieriger. Die Entlüftung wurde durch den unteren freien Teil mit den Schubladen des Kleiderschrankes und durch das Aluminium-Sandwich geführt.
Bild rechts: Blick auf die Durchführung bei heraus genommener Schublade.

Der Edelstahl-Auslass der Air Head Entlüftung würde optisch eigentlich hervorragend zu unserem Bimobil passen. Da sich der Auslass jedoch auf der Rückwand befindet, entsteht hier während der Fahrt ein Gegenstrom, der die Gerüche wieder ins Wageninnere drücken würde/könnte.
So kam hier der Auslass des allseits bekannten SOG zum Einsatz. Dadurch, dass der Auslass nach unten führt, ist das unschöne Problem des Gegendrucks aus der Welt. Ebenso kann bei Regen auch kein Spritzwasser hinein gedrückt werden.
Da der der SOG-Lüfter nicht für einen 365/7/24 Einsatz geeignet scheint, kommt hier ein leiser robuster und mit guter Saugleistung PC-Lüfter zum Einsatz. Bedingt durch das dicke Sandwich und dass sich der Auslass mit dem Lüfter unterhalb des Kleiderschranks befindet, hört man vom Lüfter nichts, nur draußen ein ganz leises Säuseln.
Sicherlich ist eine Dachentlüftung optimaler, da hierdurch schon ein natürlicher Zug entsteht. Mir widerstrebt aber jegliche weitere Öffnung im Dach und in unserem Bad hätte das nur schlecht ausgesehen.
Toilettendeckel und Brille sind je mit einem Dichtgummi versehen die jegliche Gerüche aussperren. Gerüche können, wenn vorhanden, nur durch die Ansaugöffnung entweichen, wenn der Lüfter nicht arbeitet.
Da der Lüfter nicht durchweg laufen muss, wurde zum Ausschalten der alte Schalter der Zerhackertoilette durch einen normalen an/aus-Schalter ersetzt.

Urintank und Urin-Auffanggefäss

Mir widerstrebt es schlicht, jeden Tag den Serien-Urinbehälter bzw. Flasche irgendwo auskippen zu müssen, ich will entsorgungstechnisch schlicht für etliche Tage meine Ruhe haben!
Also werden wir unseren Fäkaltank als Urintank weiter nutzen, damit sind wir für 2 Wochen autark. Irgendwo findet sich in der Regel immer eine Entsorgung, wo man mal eben kurz entsorgen kann.
Problematisch kann es aber im Osten oder überhaupt Ländern mit schlechter Infrastruktur werden. Hier nutzen wir dann den mitgelieferten Standard-Urinbehälter, der dann schnell und sei es in eine normale Toilette oder am Baum entleert werden kann.
Praktisch, der Schlauch wird einfach seitlich eingesteckt, bzw. die Flasche unter gestellt. Damit keine Gerüche trotz Siphon vor dem Urintank aus jenem ins Wageninnere gelangen können, wurde noch ein Kugelhahn u.A. als Geruchsverschluss verbaut.

Fazit

Nach wie vor bin ich der Meinung, eine Porzellanschüssel, Zerhacker und Fäkaltank ist immer noch die komfortabelste, wenn auch teuerste Toilettenlösung! Das ist halt ein ganz anderes “Sitzgefühl” und Haptik, einfach eine andere, angenehmere Welt so wie im Steinhaus. Da ist nichts mit einer Hantiererei bzw. Montiererei bei der Entsorgung, Ansetzen von Humus, Herumsprüherei mit Essig oder Lagerhaltung von Kokos oder Hamsterstreu. Die Entsorgung mit Schlauch ist ohne Rödelei einfach nur entspannt, DAS nenne ich Komfort!
Wären wir mit unserem Wohnmobil nur in Mittel-, West-, Nord- oder dem westlichen Südeuropa mit guter Ver- und Entsorgungsinfrastruktur unterwegs, wäre ich bei der Zerhackertoilette mit Fäkaltank geblieben!
Da wir aber Ziele ohne vernünftige Entsorgungs-Infrastruktur im Auge gefasst haben, führt m.E. kein Weg an einer Trocken Trenn Toilette vorbei!

Wer bisher eine Kassetten-Toilette genutzt hat, ist es eigentlich gar keine Frage überhaupt darüber nachzudenken, keine Trocken Trenn Toilette einzubauen.

Erfahrungen mit der Air Head und Trockentoilette an sich

Weitere Einlassungen folgen bei Bedarf, ich berichte dann zeitnah…
Update: 17.09.2021

Konstruktion

Manche Menschen sehen eine brillenlose Toilette als Vorteil, weil die Angeblich leichter zu reinigen sei. Ich sehe das als Geschmacksache an. Mit Klobrille sehe ich keinen großen Mehraufwand für die Reinigung, aber das Sitzen ist viel angenehmer. ICH möchte eine breite, große und gemütliche Klobrille!

Brille und Deckel sind bei der Air Head je mit einer Gummidichtung versehen. Kein Geruch kann hier so nach außen dringen.
Gerade der Deckel ist sehr stabil, kein Problem, sich darauf zu setzen.

Der Abfluss für den Urin in der Schüssel der Air Head ist recht flach. Meine Befürchtung war, dass Flüssigkeit über den Verschluss zum Behälter mit dem Dicken laufen könnte, also dass man sehr genau zielen müsse.
Dem ist nicht so, der Verschluss ist so konstruiert, dass der Urin zum Abfluss geführt wird. Kein Tropfen gelangt in den Eimer.
Was man aber evtl. etwas üben muss ist, man muss wirklich trennen. Bei großem Druck auf der Blase zunächst die Flüssigkeit ablassen, dann erst den Schieber öffnen und….

Der Urinbehälter wird unten einfach für die Entsorgung weg gezogen. Ist zwar nicht der Akt, aber das Gefrackel und die Entsorgung jeden Tag wäre für mich keine Dauerlösung! Die Lösung mit dem Urintank und dem Urinbehälter bei Bedarf zusätzlich halte ich für die optimale Lösung. Gut zwei Wochen ohne Entsorgung ist schon eine Ansage! So ist man für jede Gegend flexibel.

Urin, Geruch und Entsorgungsintervall

Auch wenn immer gegenteiliges Behauptet wird, Urin müffelt. Anfangs nicht, aber je länger er sich in einem Gefäß befindet und ein Zersetzungsprozeß durch Bakterien statt findet, fängt er zunehmend an zu stinken. Man sagt, erst mit Wasser fängt er an zu stinken, falsch, Wasser beschleunigt den Prozess nur.
Beim Urintank ist das noch ärger, das müffelt beim Entsorgen schon heftig! Beim Entsorgen sollte man sich deshalb in den Wind stellen. Ammovit im Tank hat dagegen auch nur bedingt etwas ausgerichtet, ich bilde mir aber ein, dass der Geruch deutlich geringer ist.
Beim Standard Urinbehälter riecht man wirklich nichts. Der wird ja auch jeden Tag entleert. In der Toilette helfen ein paar Schüsse Essig aus der Sprühflasche.

Was steht in den Werbeprospekten und behaupten die TTT-Besitzer? Der kleine Tank würde 2 Tage und ein separater Tank würde fast ewig, zumindest viele Wochen halten.
Pustekuchen, unser 80 Liter Tank hält 12 – 14 Tage, dann läuft er über. Der Standard-Behälter muss täglich entleert werden!
Liegt wohl daran, dass wir keine fremde Toiletten benutzen und täglich mindestens 4 L Flüssigkeit zu uns nehmen. Wenn wir den Standard-Behälter nutzen, müssen wir täglich entsorgen.

Feststoff Behälter, Geruch und Entsorgungsintervall

Geruch

Es wird überall berichtet, es würde nicht aus dem Eimer müffeln. Doch, tut es, nicht wirklich stinkig, aber es müffelt. Es riecht torfig und moorig. Je länger der Eimer in Gebrauch ist, desto torfiger riecht es, aber nie nach Schiete.
Ein Lüfter ist deshalb ein unbedingtes Muss um die Gerüche nach außen zu befördern und für eine Trocknung zu unterstützen. Bei frischer Befüllung oder nachdem alles gut vertrocknet sein sollte, wird der Lüfter nicht unbedingt benötigt. Hier ist es praktisch, den Lüfter mittels einem Schalter ausschalten zu können.
Es gibt Leute, die auf einen Lüfter gänzlich verzichten, sorry, aber das geht gar nicht.

Etwas, das vielleicht doch für eine Dachentlüftung sprechen würde:
Nach einigen heißen und vor allem schwülen Tagen ist die Geruchsentwicklung doch stärker. Fährt man dann mit offenem Fenster, können durch den Rückstrom Gerüche ins Fahrerhaus und damit auch in den Wohnraum geführt werden. Das riecht dann schon recht intensiv, als wenn man in ein nordfriesisches Moor gesprungen wäre. Bemerkenswert, im Bad selber ist nichts zu riechen, der Geruch kommt also nur von außen.

Zunächst kam auch der Aktivkohlefilter im SOG zum Einsatz. Der Eliminiert den Torf-Geruch zwar deutlich, aber nicht gänzlich. Er bietet auch einen deutlich erhöhten Luftwiderstand, der den Luftdurchsatz merklich mindert. Deshalb und weil der austretende Geruch auch ohne Filter in der Regel eher unmerklich und nur torfig ist, habe ich den Kohlefilter wieder heraus genommen.

Enstsorgungsintervall

Viele sprechen von Wochen, sogar von Monaten ist teils die Rede, bis der Eimer entleert werden muss. Na ja, ich weiß ja nicht, was die Menschen für eine Verdauung haben oder ob sie zwischendurch auch andere Toiletten nutzen. Jedenfalls ist bei uns nach 2 Wochen maximal der Eimer voll und muss entleert werden und dabei kommt kein Toilettenpapier in die Tonne!
Sicherlich ist der Behälter der Air Head etwas kleiner als einige Andere, aber die 3 Liter Volumen können es bestimmt nicht sein.
Mittlerweile sage ich, entweder sagen die Leute nicht die Wahrheit, oder sie ernähren sich ungesund. Wer sich täglich mit viel Obst und Gemüse ballaststoffreich ernährt, da fällt ne Menge an! Auch Nutzer einer Nature`s Head die sehr gesund leben, sprachen von teils nur 10 Tagen. Sagen sie meist nicht öffentlich, weil ihnen dann der Gegenwind entgegen schlägt 😉

Ein Grund für die kurze Standzeit ist, dass die Masse nicht wirklich trocknet! Zwar ist ein deutlicher Luftzug des Lüfters spürbar, aber das reicht nicht für eine richtige Trocknung aus! Auch die Kokosziegel sind für eine Kompostierung völlig ungeeignet. Kokos hat eine ungeheure Saugfähigkeit, das ist der entscheidende Vorteil, mehr aber nicht.
Ist ja auch verständlich, je Haufen fallen ca. 200 – 400ml Wasser an, bei 2 Personen sind das bis zu 800 ml/Tag. Das geht nicht weg! Alleine nach 10 Tagen sind das bis zu 8 L Wasser! Man möge mir mal erklären, wie man da 6 bis 12 Wochen ohne Entsorgen bei einem 20L Eimer hin kommen soll!
Das mag bei Urlaubern klappen, die ihre Toilette nach dem Urlaub in Ruhe lassen und erst nach Monaten nach Humusbildung wieder nutzen. Oder auch anderswo auf die Toilette gehen oder sich nicht Ballaststoffreich ernähren.
Bei gesund lebenden Dauerreisenden geht das einfach nicht, ist schlicht eine Rechenaufgabe, Medizin i.V.m. Physik.

Ein weiterer Grund mag sein, dass der Quirl der Air Head in meinen Augen eine Fehlkonstruktion ist! Der reicht nicht bis an den Boden und mischt nicht vollständig durch.
Die Folge: Die Fasern unterhalb des Quirls bleiben trocken und von Schiete unberührt. Die sammelt sich als feuchter und schwerer pampiger Klumpen um den Quirl, der sich dann kaum noch drehen lässt.
Hat aber auch einen Vorteil, der Bottich bleibt sauber, kein Geschmiere an den Wänden oder Boden. Jetzt nach einiger Zeit Gebrauch denke ich, lieber 5 Tage eher entsorgen und sauber, als Reste im Bottich.

Von der Vorstellung, ich könne relativ trockenen Humus einfach so in einen Müllsack schütten musste ich mich befreien. Auch das habe ich gelernt, Humus entsteht erst nach Monaten. Ziel kann bestenfalls eine vernünftige Trocknung sein. Gott sei Dank konnte ich den schweren pampigen Inhalt in einer Mistgrube entleeren. Zumindest hat die Masse bei der ekligen Aktion nicht gestunken, das war doch schon was.

Wasserverbrauch

Der Wasserverbrauch ist drastisch zurück gegangen, geschätzt ist die Autarkie diesbezüglich um gut zwei bis drei Tage angewachsen. Wir kommen jetzt gut 8 – 10 Tage komfortabel mit einer Tankfüllung Frischwasser aus.
Erstmals begrenzt das Frischwasser unsere Autarkie, nicht die Toilette!

Urin Duo-System Tank und standard-Behälter

Die Entscheidung, einen Urintank und den 7 L standard-Behälter zu nutzen war goldrichtig!
In Ländern mit Entsorgungsmöglichkeit ist das einfach eine tolle Sache, sich ca. 2 Wochen nicht um eine Entsorgung kümmern zu müssen. Wenn es soweit ist, einfach den Schlauch in den Abfluss und wech damit.
In Polen wurde es aber langsam schwierig und im Baltikum war eine Entsorgung schlicht unmöglich. 80 L “Goldwasser” einfach in die Natur zu kippen oder heimlich verbotenerweise in den Gulli abzulassen, finde ich eine sauerei. Wenn das jeder machen würde!
Aber mal kurz 2 Liter in eine der vielen Toiletten zu kippen ist kein Akt. Der Natur tut das auch nicht weh, wenn man ihr mal 2 oder 3 Liter an einem Baum oder auf der Wiese gönnt.
Eine Dauerlösung kann der kleine Tank für uns aber nicht sein. Wie gesagt, tägliches Ausleeren und was ist bei einer Städtetour oder wo man nicht mal so einfach auskippen kan?
Aber was noch schlimmer ist, der Lärm bei der Toilettennutzung! Ja, Lärm! Wenn das Goldwasser in den Behälter pladdert, geht das nicht gerade geräuschlos von statten. Nö, so was muss ich auf Dauer nicht haben, nicht, wenn ich es nicht muss.

Tipps zur Trocken-Trenn- bzw. Komposttoilette

  • Urinstein bildet sich vermehrt immer dann, wenn Urin mit kalkhaltigem Wasser in Verbindung kommt. Würde man mit Regenwasser spülen, würde eigentlich kein Urinstein entstehen. Die Zeit spielt allerdings auch eine Rolle, wenn Urin länger absteht, entsteht auch Urinstein. Im kleinen Serien-Urintank kann der unter Zugabe von Essig/Essigessenz leicht durch Schütteln mit Wasser gelöst werden.
    Wer einen großen Zusatztank einsetzt, da empfiehlt sich, nach dem Entsorgen Essigessenz oder Zitronensäure mit ein paar Liter Regenwasser oder destilliertem Wasser zuzugeben. Während der Fahrt wird der Tank gespült und der Urinstein kann sich lösen.
    Im Handel gibt es auch entsprechende Mittel, Gebissreiniger und Spülmaschinentabs werden auch oft als Tipp genannt.
  • Wer wie wir einen Urintank verbaut hat, sollte einen Geruchsstopp einsetzen. Geruch könnte sonst aus dem Tank, insbesondere durch den durch geöffnete Fenster entstehende Unterdruck während der Fahrt ins Fahrzeug gesogen werden. Besser finde ich allerdings einen Kugelhahn, den man bei Bedarf schließen kann.
  • Der Feststoffbehälter sollte nach der Entleerung bzw. vor der Neubefüllung nicht gereinigt werden, da die verbliebenen Bakterien als Kompoststarter dienen (je nach Material können).
  • Zum Reinigen der Toilette kann man die Schüssel mit etwas verdünntem Essig aussprühen und mit einem Zewa oder Toilettenpapier auswischen / abtrocknen.
  • Manch einer behauptet, man benötigt keine Belüftung.
    Erst durch die Belüftung wird der Prozess der Trocknung beschleunigt, minimiert eine Geruchsentstehung und vor allem dringt kein eventueller Geruch ins Wohnmobil.
  • Es gibt Leute, die machen das in der Tat…
    Auf keinen (!) Fall eine Trenntoilette an den Grauwassertank anschließen! Das stinkt beim Entsorgen fürchterlich!
  • Sicherlich, so werden es die Meisten machen und das Toilettenpapier in die Toilette werfen.
    Toilettenpapier verrottet aber nur sehr laaaaangsam bis gar nicht und steht der eh langsamen Kompostierung im Wege. Es nimmt zusätzlichen Raum ein und verkürzt das Entsorgungsintervall noch mehr.
    Das Toilettenpapier wickelt sich auch gerne um den Mechanismus des Rührwerks, da verrottet es gar nicht und wer möchte das da schon gerne abpfriemeln.
    Sammelt man das Toilettenpapier in einem separaten Beutel im kleinen Eimer (so machen wir das immer schon, gelernt auf Motoryachten) verlängert sich der Entsorgungsabstand, bzw. Autarkiezeitraum deutlich.
  • In Beschreibungen steht oft, nach dem Geschäft soll man die Kurbel eine viertel Drehung bewegen. Mein zusätzlicher Tipp: Alle paar Stunden zusätzlich quirlen. Das sorgt für eine bessere Durchmischung und eine etwas bessere Trocknung. Ich bilde mir ein, dass ich das Entsorgungsintervall so um gut 2-3 Tage verlängern konnte.
    Ein weiterer Aspekt ist der, dass sich nicht solch eine Knetmasse um den Quirl bildet, sondern ne Art Kugeln die beim Entsorgen leichter aus den Eimer fallen.
  • Durch die Lüftungszufuhr, oder auch durch das Abluftrohr können Fliegen eindringen. Fliegen lieben Sch…e.
    Ein feines Gitter, besser noch aus einem Stück Damenstrumpf vor den Ein- und Auslässen sollte Pflicht sein. Nicht immer halten die aber die kleinen Fruchtfliegen ab.
    Hier sollten ein paar Löffel Kieselgur helfen. Die scharfkantigen Reste der Kieselalgen verletzen die Panzer der Insekten und trocknen sie aus.
  • Der Tipp kommt von einem Wohnmobil-Kollegen: Falls mal ein paar Tropfen mehr in den Eimer gelangen, oder bei Dünnpfiff, dann ist das gar nicht gut. Je feuchter es im Eimer ist, desto mehr übler Geruch kann entstehen. Abhilfe schaffen ein paar Löffel Hamsterstreu, der die Feuchtigkeit zusätzlich bindet.
  • Neben Sägespänen und Kleintierstreu kommen Kokosfasern für die Kompostierung zum Einsatz. Sie kommen eigentlich als Anzuchterde zum Einsatz und sind für uns wegen des geringen Raumbedarfs ideal.
    Zu erwerben sind sie z.B. bei TomTur (07/2021 für 2,50 Stck.) und mit Glück bekommt man sie noch günstiger bei Amazon (Werbelink, Infos hierzu->)
  • Den Kokosfaser-Block langsam mit 0,5 Liter heißem Wasser in einen Beutel übergießen. So weit wie möglich, den Block zerbröseln und dann über Nacht weiter weichen lassen. Am nächsten Morgen weiter zerbröseln und noch eine Nacht stehen lassen. Sind die Kokosfasern danach ganz durchgezogen, kann man sie vollständig zerbröseln.
  • Ich finde, ein Liter Wasser wie so oft gepriesen, ist ne ganze Menge. Je weniger Flüssigkeit im Kokos, desto weniger Geruch und je länger hält der Block. Bis das weg ist, das dauert und es kommt ja immer nicht wenig Flüssigkeit dazu. Bei warmen feuchten Wetter kann der Geruch schon intensiv werden, da der Kompost nicht wirklich trocknet.
    Deshalb setze ich den Kokosblock mit wenig Wasser schon ein paar Tage vor der Entsorgung an und lasse die Fasern im offenen Beutel gut durch trocknen.
    Aber nicht gänzlich trocken, da sich der Staub am Lüfter ablagern kann.

Eure Erfahrungen und auch Tipps könnt ihr gerne in den Kommentaren hinterlassen.

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37 Kommentare

  1. Eine weise Entscheidung! Wir haben in unserem Sprinter von Kassetten-Toilette auf Trenntoilette umgebaut und es keine Skunde bereut – siehe https://www.unpaved.de/sprinter-umbau-trocken-trenntoilette/
    Die Thetford hat trotz SOG-System immer entweder etwas nach Poo oder nach Chemie gemüffelt, die Trenntoilette nun maximal mal kurz nach Essig. Viel angenehmer. Das Handling ist weit unkomplizierter, die Entsorgung um Äonen unkomplizierter.

    • Moin Michael,
      merci für Deinen Kommentar!
      Wie hat sich das mit dem Beutel bewährt? Da ich mittlerweile gelernt habe, dass eine Kompostierung wegen der geringen Verweildauer gar nicht möglich ist und wegen meiner Trocknungsprobleme, denke ich auch über diese Lösung nach.
      Die letzte Entsorgung war bei mir schon eine ziemliche Sauerei 😉

      LG vom Mikesch

  2. Ich überlege mich schon seit längere Zeit umzurüsten. Allerdings benutze ich kein Toilettenpapier sondern eine po-dusche. Irgendwie weis ich nicht wie ich das bei dieser Art von Toilette einsetzen kann. Solltet ihr da eine Meinung / Erfahrung haben… ich wüsste gerne mehr..
    Liebe Grüsse, Gigi

    • Mit z.B. der oben beschriebenen Air Head könnte das funktionieren weil über die Sichtklappe die Flüssigkeiten abgeführt werden. Bei anderen Herstellern müsste man nachfragen.
      Mit dem kleinen Urinbehälter kommst Du natürlich nicht weit und müsste u.U. täglich geleert werden. Ich denke, das macht nur mit Zusatztank Sinn.
      Auch zu bedenken ist, dass die Toiletten kleiner sind, wie das so mit dem Hantieren ist…
      LG vom Mikesch

  3. Danke für diesen langen, ehrlichen Bericht, Mikesch. Wir sind auch kurz davor, uns eine Airhead einzubauen und unsere Entscheidungsfindung war lustigerweise sehr ähnlich wie bei euch. Gut zu wissen, dass die Airhead auch bequem ist. 🙂

    Noch viel wertvoller ist vielleicht den Einbau-Tipp, denn wir möchten auch jemanden haben, der das handwerklich sauber macht. Ich werde mal Kontakt aufnehmen.

    Liebe Grüße
    Micha

  4. Moin Mikesch,

    auch ich sage danke für Deinen, wie immer, sehr ausführlichen und ehrlichen Bericht über Eure neue TTT. Seit Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema. Als wir unser Bimobil LBX 2016 bestellten und uns eine Cinderella Verbrenntoilette vom Verkäufer empfohlen wurde, war ich erleichtert, nie wieder eine Kassette zu leeren. Doch als ich bei der Recherche die Propangasmenge für eine Sitzung erfuhr, starb der Traum.

    Lange schwankte ich zwischen den zwei Systemen einer TTT: Mit Rührwerk oder ohne. Ohne Rührwerk entleerst Du das Feste in einem Eimer mit einem Plastikbeutel, schmeißt nach dem Stuhlgang etwas zum Trocknen hinterher und wenn der Beutel gefüllt ist, Beutel verschließen und entsorgen. Alle diese Systeme, die Du oben aufgezählt hast, haben aber nur kleine Feststoffbehälter und es entsteht so viel mehr Plastikmüll. Inzwischen habe ich auch einen Bericht gefunden, der das Rührwerk der Nature’s Head entfernte und die Plastikbeutelmethode benutzt.

    Bei uns wurde es die Nature’s Head, obwohl uns die Haptik zunächst auch nicht gefiel. Die Klobrille vermissen wir nicht, der Sitz ist für uns so bequem, wie zu Hause. Ausschlaggebend waren 2 Argumente gegenüber der Air Head:

    Fast 10 l größerer Feststoffbehälter, also weniger Entleerungszyklen.

    1 l größerer Urinbehälter.

    Kurios: Wie wir durch Emailkontakt feststellten, haben wir am gleichen Tag unsere TTT in Betrieb genommen.

    Ich durfte die Nature’s Head selber einbauen, obwohl auch ich zwei linke Hände haben. Viele Tipps im Internet und persönliche Beratung, teils über WhatsApp, von Womo Leben Steffi und Birgit (siehe Facebook.

    Meine Einbautipps, vor allem, die eine SOG Toilette haben. Hier lässt sich der Lüfter an die SOG Außenklappe anschließen und er ist im Womo nicht zu hören:

    Wassertank leeren, T-Stück mit der Wasserleitung zur Thetford Toilette durch ein gerades Verbindungstück ersetzen (bei mir 10 mm Durchmesser).

    Die Thetford Banktoilette ist mit 4 Schrauben an der Hinterwand und bei mir nur mit einer Schraube an Boden befestigt gewesen. Häufig sind es auch 2 Schrauben am Boden.

    Gehäuse mit dem PC Lüfter von der Nature‘s Head Toilette abschrauben. Ggf. den Filtereinsatz, wo die Luft für die TTT angesaugt wird, auf die andere Seite umsetzen.

    In das Loch von dem SOG Lüfter an der Außenklappe passt der PC Lüfter wie angegossen, aber richtig rum montieren. Darüber das Gehäuse schrauben.

    Dauerstromversorgung für den PC Lüfter: bei Bimobil von der 12 Volt Steckdose im Bad entnehmen. Ein Schalter, falls gewünscht, lässt sich auch problemlos dazwischen schalten.

    Filtereinsatz im SOG Deckel auf ca. 3 cm kürzen. So schafft es der PC Lüfter, den Feststoffbehälter zu entlüften und mögliche Mitbewohner (Insekten) nicht in die Toilette.

    Erfahrung:

    Urinbehälter jeden Tag entleeren, bei uns lief er schon nach 1,5 Tagen über…….!!!!

    Wir benutzen Zitronensäure, da sie besser riecht, als Essig.

    Grüße von Henning

    PS: Für den Anschluss der Nature’s Head an einem Urintanksystem gibt es einen entsprechenden Adapter. Der Einsatz für den Urinbehälter lässt sich problemlos abschrauben.

    • Moin Henning,

      vielen Dank für Deinen Beitrag und die Ideen!

      Ob man den Einsatz für den Urinbehälter abschrauben möchte, ist wohl eine Frage des Geschmacks. Ich hätte da keine Lust zu. Man muss das Teil ja auch irgendwo lassen…
      Wenn wir einmal den Urinbehälter benötigen, dann werden wir den auch täglich leeren. Ich sehe jetzt schon mit dem Tank, welche Mengen da zusammen kommen.

      Ich werde mir bei einem Metaller wahrscheinlich ein neues Rührwerk bauen lassen, das der AirHead ist schlicht daneben. Das würde die Standzeit auch erhöhen. Wobei zwei bis drei Wochen ja ein Jammern auf hohem Niveau ist.

      Das Hauptproblem sehe ich zunächst einmal in der Trocknung! Wenn das nicht besser wird, wird auch ein anderes Rührwerk nicht helfen. Mein Eimer war so schon sehr schwer mit dem Klumpen Schiet. Nicht auszudenken, ich hätte noch 10 Liter mehr. Das möchte ich nicht aus dem Womo hieven und entsorgen müssen.
      Ich befürchte fast, dass ich auch zu einem Beutel greifen werde. Alle 7 Tage mal nen Beutel weg werfen ist dann kein Akt.

      LG vom Mikesch

  5. Moin Michael,
    Deinen ausführlichen Abwägungen zu den verschiedenen Aspekten einer mobilen Toilette ist nichts hinzuzufügen, perfekt.
    Auch wir haben das hervorragende US-System schon mehrmals genossen.
    In unserem LBX haben wir vor ca. 18 Monaten mit Hilfe eines anderen BIMO-Freundes (Georg) auf TTT umgebaut und sind damit immer noch sehr zufrieden. Es ist eine komplette Eigenkonstruktion, die auf das BIMO-Design angepasst ist.
    Wir nutzen die „Tüten-Entsorgung“ und wechseln diese, wie du schon einschätzt, nach ca. 7 Tagen. Der Urinschlauch wird unter dem Feststoffeimer auf der Rückseite der TTT in den Kleiderschrank geführt. Dieser Schlauch besitzt einen Geruchsverschluss (GEBERIT Geruchsverschluss für wasserlose Urinale Artikel-Nr. 59571000), auf diese Weise ersparen wir uns einen mechanischen Kugelhahn. Das Teil funktioniert sehr gut!
    Auf der Grundfläche des hinter der Toilette befindlichen Kleiderschranks liegt ein maßgefertigter (leicht transparenter) >20-l-Tank (m. großer Reinigungsöffnung). Die Ableitung führt hinter dem Ablass-Kugelhahn in den „normalen“ Abwasserschlauch, sodass wir unseren Urin als „Goldwasser“ ca. im Verhältnis 1:20 (Urin:Wasser) bedenkenlos zusammen mit dem Grauwasser entsorgen können.
    Die Abluft wird mittels PS-Ventilator unter den Fahrzeugboden abgeführt, es wurde die Öffnung der SOG-Entlüftung genutzt.
    Viele Grüße aus Berlin / Brandenburg
    detlev

    • Moin Derlev,
      merci für Deinen Beitrag!

      „Goldwasser“, eine geniale Wortschöpfung 🙂
      Theoretisch können wir ja auch mischen, da die Leitungen zusammenlaufen.
      Den Kugelhahn benötigen wir nur, wenn wir mal auf das Standard-Behältnis wechseln sollten. Ansonsten haben wir vor dem Tank durch den durchhängenden Schlauch einen natürlichen Siphon.

      LG aus Polen, Michael

    • Hallo Detlev,

      wenn ich ehrlich bin, habe ich deine Lösung mit “GEBERIT Geruchsverschluss für wasserlose Urinale” nicht ganz verstanden.

      Wo genau sitzt bei dir der Geruchsverschluss: schon im Tank?
      Kann man den Geruchsverschluss in eine Leitung einbauen. Wie schaut das dann aus?
      Ich wäre sehr an Bildern von deiner Lösung interessiert.

      Gruß
      Sepp

      • Moin Sepp,
        den Einbau unserer TTT kannst Du im „groben“ hier nachlesen:

        https://forum.womoverlag.de/viewtopic.php?f=9&t=21396&hilit=Bimobil&start=435

        Der Geberit Geruchsverschluss sitzt gleich am Auslauf des Trenneinsatzes, erst dann folgt der Ablaufschlauch in den Tank.
        Ein Geruchsverschluss mit Hilfe eines Schlauchbogens würde auch wieder die Gefahr bergen, dass dieser stehende Urin (in Reisepausen) zu „duften“ beginnen würde.

        Ein Urintank braucht m.E. in jedem Fall eine eigene Entlüftung, unabhängig von dem Geberit-Ffatterventil, damit der Zu- und Abfluss nicht behindert wird. Beim Entleeren des Tanks wäre der Geberit Geruchsverschluss sicher ausreichend, aber nicht beim Befüllen.

        Ich stelle im Laufe des Tage mal Bilder von meiner Einbausituation in das obige Forum ein, dann wird es anschaulicher.

        Auch wir haben uns lange Zeit vor dem Umbau mit dem Thema befasst. Schön, dass Michael es hier aufgegriffen und in seiner akribischen Art von diversen Perspektiven ausgeführt hat. Die aktuelle Resonanz spiegelt das große Interesse wieder.

  6. Hallo Mikesch, wir haben uns in unseren neuen Dopfer auch direkt eine Trenntoilette einbauen lassen und sind restlos begeistert. Als Familie haben wir mit drei Kassetten hantiert und immer wieder Einschränkungen bei einer längeren Verweildauer gehabt. Damit ist jetzt Schluss und wir frage uns, warum haben wir das nicht schon viel früher gemacht.

    Viele Grüße aus Oldenburg. Marc

    • Moin Marc,
      die Vorteile erfahren wir gerade im Baltikum…
      Ich war schon einmal auf eurer Seite, wußte bisher gar nicht, dass wir quasi Nachbarn sind 🙂

      Viele Grüße aus Litauen,
      Mikesch

  7. Wir haben eine Nature Head Toilette in unserem Woelcke.

    Wir haben keinerlei Probleme damit, Geruch tritt nicht auf, es riecht immer nur nach Kompost, nie nach Fäkalien.

    Den Urinbehälter leeren wir eigentlich täglich (spätestens nach 1,5 Tagen sollte aber geleert werden) und es ist nicht umständlich, den Behälter zu entnehmen, wenn man das erst ein paar Mal gemacht hat. Man kennt dann die Handgriffe …

    Die üblichen Angaben zum (längeren) Entleerungsintervall des Urin-Behälters bei ausschließlicher Benutzung der Natures Head stimmen nicht. Das kann ich auch nicht nachvollziehen, wie die zustande kommen.

    Wir sind 2 Personen und benützen ausschließlich unsere Toilette im Wohnmobil und das nicht nur wegen den Corona-Zeiten.

    Wir essen viel und gern und zudem sehr viel und reichlich Obst und Gemüse (…), und so kann ich dem widersprechen, dass der Feststoffbehälter nach 10 Tagen geleert werden muss.

    Es kommt ja darauf an, wieviele Personen diese Toilette benutzen? Wie viele sind es bei den Leuten, die die Nature Head nur 10 Tage nutzen können, wie Du schreibst?

    Bei 2 Personen muss die Toilette erst nach vielen Wochen geleert werden. Das ist unsere Erfahrung.

    Das ist nicht nur unsere Erfahrung, wir tauschen uns auch mit anderen Womo-Fahrern aus, die die Natures Head verbaut haben.

    Wenn sich die Kurbel schwer drehen lässt, ist der Zeitpunkt langsam gekommen, dass man darüber nachdenken sollte, den Feststoffbehälter zu entleeren.
    Aber zum Glück läuft da nichts über wie bei der Kassettentoilette!

    Der Inhalt des Feststoffbehälters ist nicht klumpig und feucht und nichts riecht unangenehm. Allerdings läuft der Lüfter natürlich dauernd und trocknet den Inhalt.

    Dieser riecht tatsächlich ausschließlich nach Torf. Man kippt das ganze problemlos in einen großen Müllsack,baut mit ein paar Handgriffen die Toilette wieder ein, fertig. Es ist keine unangenehme Prozedur.

    Wie gesagt, diese Arbeit fällt erst nach vielen Wochen Dauerbenutzung an.

    Es gibt keinen Geruch im Bad, keinen, der ins Wohnmobi oder während der Fahrt in der Fahrerkabine zieht.

    Deshalb sind wir richtig froh, uns für die Natures Head (und nicht für einen anderen Hersteller) entschieden zu haben, auch wenn das Design tatsächlich nicht das tollste ist. Aber darauf kommt es in dem Fall ja nicht so an.

    • Ich schrieb ja, ich bin ein Toilettenneurotiker, mich überhaupt mit dem Thema beschäftigen zu müssen, ist mir ein Greuel 😉

      Die Nutzung des Urinbehälters ist für mich auf Dauer keine Option. Bei der AH geht das wirklich schnell, da muss nichts wie bei der NH angehoben und gefummelt werden. Trotzdem, mich jeden Tag um Urin kümmern zu müssen, nein Danke!
      Jetzt im Baltikum geht es nicht anders, aber in ein paar Wochen wird wieder auf Tank umgeschaltet.

      Ich habe jetzt zwei Pärchen mit NH kennen gelernt und bei jenen ist es wie bei uns, nach 14 Tagen spätestens muss entsorgt werden! Auch bei ihnen trocknet es nicht wirklich und verklumpt. Sogar der Generalvertreter der AH soll nur noch einen Beutel verwenden, weil das bei ihm nicht funktioniert.
      Wir und auch die Anderen haben sogar leistungsfähigere Lüfter eingebaut die selbstverständlich 24h laufen, nutzt nichts.
      Wir Menschen sind halt unterschiedlich und genau so sind auch unsere Geschäfte. Wie gesagt, 800 ml Wasser im Haufen bei 2 Personen können am Tag schlicht nicht verdunsten, geht nicht.
      Hier ist es auch völlig egal, was verbaut wurde, AH, NH oder was Anderes, das Prinzip ist ja überall gleich.

      Wir, sowie die anderen Pärchen sind nicht das Maß aller Dinge, ebenso wenig die Menschen, bei denen das Intervall viele Wochen beträgt. Wenn man sich so durch die Foren zappt und auch mit Menschen spricht, scheinen 3-4 Wochen ein Durchschnittsintervall zu sein, was rechnerisch bei gesunden Menschen ja auch passen kann.

      Ist aber auch egal, gerade jetzt im Osten ist die TTT ein Segen! Aber ich freue mich schon jetzt wieder darauf, meinen Tank einsetzen zu können. Was Andere als unproblematisch und einfach bezeichnen, geht mir fürchterlich auf den Nerv 😉

      LG vom Mikesch

  8. Hallo Mikesch,
    wir hatten ganz zu Anfang, bei der ersten Füllung mit Kokos, das Problem, dass das ganze zu feucht war.

    Die Kokosfüllung wird mit 1 Liter, am besten kochendem Wasser aufgebröselt. Das kam uns zu wenig vor und manche Anleitungen aus dem Internet sprachen von 2,5 Liter Wasser.

    Es darf wirklich nicht mehr als 1 Liter verwendet werden – dann ist es genau richtig.

    Dann stellte sich heraus, dass die seitlichen Schnappverschlüsse zu locker waren, so konnte Flüssigkeit in den Feststoffbehälter eindringen.

    Seitdem diese Schnappverschlüsse von uns nachgezogen wurden ist alles in Ordnung.

    Das Pärchen, das Ihr kennengelernt habt (bei dem nach kurzer Zeit der Feststoffbehälter geleert werden muss), wirft vielleicht das Toilettenpapier in den Feststoffbehälter?
    Da ist der Behälter schnell voll und wenn sich das Toilettenpapier nicht auflöst, blockiert es evtl. den Rührer.

    Dass der Vertreter von AH mit Plastiktüte arbeitet, ist ja schon etwas merkwürdig, wie soll da der Rührer funktionieren?
    Aber Du schriebst, geht der Rührer der AH nicht bis auf den Boden des Behälters? Das ist natürlich nicht gut, deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass das Substrat bei Euch feucht und klumpig bleibt, das ist dann aber bauartbedingt bei der AH.

    Leider kann man hier die Tanks nicht so “Entsorgen” wie in USA, aber auch dort ist oft genug das Leeren der Tanks eine ekelhafte Angelegenheit, jenachdem, wie der Vorgänger den Platz hinterlassen hat, und nicht jede Entsorgungsmöglichkeit ist toll, sondern oft genug ziemlich primitiv.

    Wir liebäugelten anfangs auch mit großen Tanks wie in den USA, Kassettentoilette kam nicht in Frage, sind aber nun heilfroh, dass wir uns dagegen entschieden haben.

    Schöne Fahrt weiterhin!

    • Moin Margit,
      wir setzen den Block schon Tage vorher in einem dichten Beutel an und zwar nur mit einem halben Liter Wasser. Wenn genügend Zeit zum durchziehen da ist, reicht die Menge. Dann wird der Beutel zum Trocknen geöffnet, dann ist er auch recht stark durchgetrocknet.
      Beim ersten Mal nahmen wir wie von Harriet vorgeschlagen, 1 Liter. Der Beutel lag dann offen im Zwischenboden. Daran konnte man sehr schön sehen, wie lange das Trocknen dauert.

      Weder wir noch die getroffenen Pärchen werfen das Toilettenpapier in den Eimer, das wird separat gesammelt. Eben weil es die Standzeit verkürzt und sich auch nicht zersetzt.

      Wenn ein Beutel zum Einsatz kommt, wird nicht gerührt, der Rührer wird demontiert. Nach jedem Gang kommt Streu drauf und wenn der Eimer voll ist, wird entsorgt.

      Nein das Klumpen hat nichts mit der AH zu tun! Alle Systeme sind gleich! Behälter, Rührer und Entlüftung. Klar, bei der AH ist der Rührer nicht optimal, kann aber die kurze Zeit auch nicht erklären. Ein Bekannter hat den neu gemacht, so dass er auf den Boden reicht, ändert aber auch nichts.
      Bei uns fallen halt die 0,8 L Wasser pro Tag bei 2 Personen an, eine solche Menge kann nicht verdunsten! Jeden Tag min. 500 gr Obst und 1 kg Gemüse täglich wollen wo hin.
      Ist ja auch nicht schlimm, ist mir mittlerweile egal. Ich finde 14 Tage Tage im Gegensatz zu 7 Tagen früher völlig in Ordnung, stinkt ja nicht.

      Das mit den Tanks ist in der Regel schon eine praktische Sache. Der Schlauch kommt in den Einlass, anschließend wird mit Grauwasser gereinigt, fertig. Einfacher und komfortabler geht nicht. Funktioniert in Mittel- und Nordeuropa hervorragend.
      Tja, nur der Süden und der Osten, da wird man nicht einmal das Grauwasser los. Der Grund für uns, umzusatteln und ist bis jetzt ne gute Idee und wir sind froh, umgebaut zu haben. Wir hätten unsere jetzige Osttour sonst so nicht durchführen können.

      Danke dir und Grüße aus Estland…

  9. Hallo,

    ich habe mir vor zwei Monaten einen HRZ Dream bestellt und warte nun auf mein Wohnmobil. Das Thema Toilette treibt mich sehr um.
    Das Gute ist, dass ich noch zwei Jahre auf die Lieferung warten muss.
    Bis dahin gibt es hier mit Sicherheit noch einige Verbesserungen und Ideen.

    Ich bin total begeistert: endlich habe ich hier eine Seite mit Ideen gefunden, die genau meinen Vorstellungen umgesetzt haben.

    Ich will eigentlich nur einen externen Urintank nehmen.
    Endlich habe ich jetzt auch eine genaue Vorstellung davon, wie ich die Sache dimensionieren und umsetzen muss.

    Der Geberit Geruchsverschluss gefällt wirklich gut.
    Ich habe mir schon immer die Frage gestellt, wie bei einer Entleerung des Urintanks über Ventil schnell genug die Luft nach strömen kann und wie es nachher wieder geruchsdicht ist.

    Die Kompostierung und die Entleerung der Air Head war mir schon immer suspekt.
    Von daher bin ich gedanklich eigentlich bei der “Separett Tiny” gelandet.
    Sie bietet eine Version zur externen Urinableitung.
    Optisch finde ich Tiny auch sehr gelungen und die Anschlüsse für Abluft und Urinableitung sind günstig auf die Rückseite verlegt.
    Ich könnte mir vorstellen, dass man das optisch unauffällig in ein neues Wohnmobil integrieren kann.

    Am Samstag bin ich in Düsseldorf. Da werde ich auf jeden Fall zu BiMobil schauen. Das scheinen ja sehr tolle Autos zu sein. Aber halt alle > 3,5to.
    Auch will ich auf die Suche nach TTT gehen: wenn ich ehrlich bin, wabe ich sowas bisher nur im Internet gesehen, aber noch nie in Natura.

    Gruß
    Sepp

    • Moin Sepp,

      mein “Problem” mit der Standzeit, was ja eigentlich keines ist, hat nichts mit der AH zu tun, das liegt alleine in unserer Ernährung begründet. Leute mit NH haben ja teils auch die geringen Standzeiten.
      Die funktionieren ja alle gleich, insofern ist die Wahl eine Frage des persönlichen Geschmacks, bez. wie man die eigenen Wünsche am Besten in seinem Wohnmobil realisieren kann.
      Schau dir deshalb die einzelnen Tois genau an und setze dich auch mal drauf!

      Wenn Du einen Tank einbauen möchtest, kann ich dir nur den Rat geben, dass als Alternative auch der Einsatz des Kanisters möglich ist! So toll der Tank ist, den bekommst Du in vielen Ländern nicht entsorgt!
      Da dann die Toilette aussuchen, wo der Wechsel einfach geht! Das war ja auch der Grund für die AH, so einfach war das mit den Anderen nicht zu lösen! Die Tiny gefällt mir optisch auch mit am Besten, aber leider war die Lösung Kanister und Tank mit ihr bei uns nicht möglich.

      LG Mikesch

      • Hallo Mikesch,

        du hast hat in allem Punkten Recht und deine Lösung ist eine der besten, welche ich im letzten Jahr im Netz gefunden habe: eine eierlegende Wollmilchsau.
        Ich hab noch innere Blockaden bzgl. der Komposttoilette.
        Den Uruntank jeden Tag durch das WoMo zu schleppen, an der Küche vorbei, ist eine Sache.
        Die Leerung alle 10 Tage ist noch eine ganz andere Nummer.
        Wenn ich die Airhead verbauen würde, dann würde ich definitiv die Kurbel rausbauen und eine Tüte reinstecken. Dann ist es halt keine Komposttoilette mehr, aber egal.
        Die Komposttoilette ist bei meinem jetzigen Nutzungsprofil (viele Wochenendtrips und zwei bis drei Urlauben im Jahr)einfach vom Handling nicht optimal.

        Zum Thema Alternative auch der Einsatz des Kanisters:
        das ist ein ganz wichtiger Punkt und deshalb gefällt mir ja deine Lösung.
        Ich würde dan bei solchen Ländern z.B. auf einen Fiamma Roll-Tank 23 W Abwassertank setzen: also wenn der Urintank voll ist und keine Entsorgung in Sicht ist umfüllen in den Rolltank und ab in die Entsorgung.
        Deine Lösung mit den Camlock-Kupplungen und Schlauch macht die Sache bestimmt einfacher…

        Gruß Sepp

        • Moin Sepp,

          danke dir für das Löbchen! Du bist der Erste, der das so sieht wie ich und die Vorteile erkennt.

          Beutel: Das ist genau so eine Komposttoilette wie mit Rührwerk. Die Durchmischung erfolgt halt nicht durch Rühren, sondern dadurch, dass du nach jedem Geschäft mit Streu oder Kokosfasern abstreust. Das ist der einzige Nachteil, du musst in der Toi ein kleines Eimerchen mit Streu/Fasern parat halten.
          Bei deinen Reisegewohnheiten dürfte das die optimale Lösung sein. Kurz den Topf öffnen, Beutel raus, weg…

          So was wie mit dem Rolltank habe ich 2 Mal mit meinem Fäkaltank machen müssen, ne, das möchtest du nicht 😉
          Das Camlock- oder auch Bajonettsystem ist ist nicht aufwändig und das würde ich immer machen, weil man eben nicht immer einfach über die Entsorgung fahren kann.
          In Ländern wo es nicht geht, eben der Kanister. Zumindest bei der AH ist das ganz einfach, unten weg ziehen raus ist der Kanister. Der Deckel für den Kanister liegt neben der Toilette, so ist der Transport durch das Womo kein Problem.
          Schau dir an, wie das Andere machen, ob das auch so einfach möglich ist. Das ist ja auch ein Punkt, der für mich gegen die NH spricht. Eine Gefummel mit Toi anheben geht für mich gar nicht, ich weiß, ich bin sensibel 🙂

          LG vom Mikesch

          • Hallo Mikesch,

            vielleicht sollten wir beim Thema Ableiten des Goldsaftes einfach ein wenig großzügiger sein.

            Ich bin gestern abend beim Stöbern im Internet dann doch irgendwie beim Marktführer Thetford auf der Internetseite gelandet.
            Er bewirbt jetzt ein neues System: iNDUS…eigentlich ein witziges System.

            Was mich richtig entsetzt hat sind die Bilder dazu und wie das Thetford Mäuschen ihren Schwarzwassertank entleert…ist das eine Regenrinne?
            https://www.thetford-europe.com/lu/de/produkte/indus/indus-discharge-module/indus-discharge-module

            Gruß
            Sepp

          • Moin Sepp,

            warum nicht gleich einen vernünftigen Abfluss selbst bauen? Die Materialien gibt es doch leicht zu kaufen und man ist frei in der Gestaltung.
            Na ja, das ist für die Darstellung. Wobei, an nahezu allen Entsorgungsstationen fließt das Grau- und Schwarzwasser in einen Kanal, von daher wäre das egal.

            LG vom Mikesch

  10. Hallo Michael,
    Du schreibt oben, dass es eine Lärmbelästigung sei, wenn der Urin in den Tank plätschern würde.

    Vielleicht könntest Du mit Deinem “Einbauer” nochmal überlegen den Einlaufstutzen mit einem Einlaufrohr bis kurz auf den Grund zu verlängern. Dann müsste man m.E. das Geräusch auf fast null absenken können.

    Viele Grüße
    detlev

    • Moin Detlev,
      die Frage ist dann nur, wie bekomme ich den Kanister weg? Anders als bei der NH wird der Kanister einfach weg gezogen, das ginge nicht mit Rohr. Dann müsste das Oberteil der Toilette angehoben werden. Nur dafür? Lass man… 😉
      Der Kanister ist ja eh nur temporär, wenn möglich, nutzen wir ja den Tank.

      Viele Grüße,
      Michael

  11. Oh, dann habe ich Dich falsch verstanden. Ich glaubte, das sei bei dem großen Tank so.
    Ich werde bei unserem Urin-Tank (ca. 26 l) demnächst mal den Versuch machen.
    Ich empfinde das zwar nicht als zu laut, aber es gibt nachts bestimmte Geräusche auf die „man“ reagiert.

    Viele Grüße
    detlev

  12. Moin

    Vielen Dank für die vielen Tips. Lässt sich bei AirHead die Kurbel entfernen? … und kann man dann einen Beutel nutzen (gibt es Tips welche)?

    VD & VG von Sylt, Olaf

    • Moin Olaf,

      sicher, kann man ohne Aufwand entfernen. Vom Durchmesser her müssten 120 L Beutel passen, müssen dann nur gekürzt werden.
      Ansonsten, ausprobieren was passt.

      LG vom Mikesch

      • Danke! … 120 L reichen ja für einen Elefanten Sch*** 🙂 Wir bekommen im Mai nächsten Jahres ein neues WoMo von CS und ich werde die Bestellung dann wohl noch mal ändern. Man kann neuerdings eine AirHead eingebaut bekommen. Wir nutzen die Thetford nur fürs kleine Geschäft, sind meist auf Campingplätzen und selten länger unterwegs. Die AH hätte den Vorteil der einfachen Entsorgung der Pippi und wenn man die Kurbel entfernen kann, hätte man den Beutel als Möglichkeit wenn keine andere Toilette da ist. Mit der Thetford Kassette würde ich mich nicht in die Toilette, oder irgendwo anders als bei einer Entsorgungsstelle trauen, weil jeder davon ausgeht dass dort Chemie etc drin ist. Mit dem AH Kanister ist man nicht so auffällig 🙂

        • Es geht um den Durchmesser, nicht die 120 L 😉
          Der Kanister passt übrigens genau in die Aldi Mehrwegeinkaufstasche. Die kann man auch als Rucksack nutzen, das ist dann ganz unauffällig.

  13. Moin. Ich habe auf den Hinweis hin, dass man die Kurbel entfernen kann, und die AH so in eine Tütentrennlösung umfunktionieren kann, meine Bestellung im neuen WoMo verändert. Vielen und viele Grüße von der Nordsee

  14. Moin Mikesch,

    ewiges Thema, gerne kommentiert, meine Gedanken nach ein wenig Erfahrung zur TTT (in meinem Fall: Nature’s Head):

    -Bis zur ersten Entleerung Feststoffbehälter 18 Tage Vollnutzung, hätte auch noch länger funktioniert, nichts schmierte, war neugierig, wie die Entleerung (ohne Probleme) klappte. Kokosziegel im Eimer angesetzt und erst eine Woche später in den Feststoffbehälter gegeben. Kokossubstrat war sehr trocken!

    -Beim 2. Mal schmierte es im Feststoffbehälter, habe die Kokosziegel in der TomTur Tüte zwar 10 Tage vorher angesetzt, aber die Tüte verschlossen gehalten.

    -Tipp: das Kokossubstrat sollte so trocken sein, dass, wenn Du mit der Hand reingreifst, nichts an der Hand kleben bleibt. Jetzt funktioniert alles wieder bestens, ohne zu schmieren.

    -Lüfter funktioniert nicht bei Sturm! Dann kommt auch Geruch in das Badezimmer. Daher lieber den Lüfter ausschalten und die Lüfteröffnung in Lee stellen, falls möglich.

    -Filter der SOG-Lüftung auf ca. 3 cm kürzen, dann schafft der PC Lüfter das Entlüften des Feststoffbehälters und es krabbeln keine Tierchen rein (hatte ich auch schon in meinem ersten Kommentar geschrieben).

    -Urinkanister einmal am Tag entleeren, sonst läuft er über. Falls mehr als 2 Personen im Womo, sicherheitshalber zweiten Kanister kaufen (beneide Euch um Euren 80 l Goldwassertank).

    -Bin froh, dass der Urinkanister bei Nature’s in einem extra Behälter gesichert ist, falls man dagegen treten sollte, auch wenn dadurch die Entnahme des Urinkanisters etwas komplizierter ist, als bei der Air Head.

    -Die Herausnahme des Urinkanisters und das Einsetzen dauern jeweils ca. 15 sec. Finde ich ein wenig nickelig, dass Du die einfache Entnahme des Urinkanisters der Air Head so in den Vordergrund stellst. 30 Sekunden im Urlaub sollten drin sein. Beim leichten Anheben des Oberteils blickst Du auch nicht in den Feststoffbehälter der Nature’s Head.

    -@Josef: „Den Urintank jeden Tag durch das WoMo zu schleppen, an der Küche vorbei, ist eine Sache.“ Sich an Lebensmittel in der Küche zu infizieren (Eier, Fisch Fleisch) ist wesentlich höher, als sich an den verschlossenen Urinkanisters anzustecken, selbst bei einer Blasenentzündung mit Bakterien im Urin. (Sorry um diesen Kommentar. Habe mein Studium mit Arbeit in der Pflege finanziert und viele hunderte Urinbehälter leeren müssen. Bin daher wohl etwas lockerer eingestellt).

    -Kurbel bei Nature’s Head reicht auch nicht bis zum Boden. Ist, solange das Kokossubstrat trocken ist, aber kein Problem.

    Hat sich der Wechsel zur TTT gelohnt? Ja! Trotz täglicher Entleerung des Urinkanisters. Die Kassette der Thetford Toilette (ca. 19 l) war bei uns nach gut 2 Tagen voll. Die Pladderrei beim Entleeren der Kassette vermisse ich überhaupt nicht. Alles ist nun wesentlicher entspannter.

    Nun noch zwei Argumente für die Kassette, also für die, die nicht wechseln möchten:

    -Das Kokossubstrat ist schwer verrottbar, stellt aber keine Umweltbelastung, wie z.B. das Toilettenpapier, da.

    -Die Kassette ist umweltfreundlicher, da für die Entleerung des Feststoffbehälters eine 35 l große Plastiktüte notwendig ist, falls kein Misthaufen in der Nähe ist. Eine weitere Plastiktüte fällt beim separaten Sammeln des Toilettenpapieres an.

    Grüße von Henning

    • Moin Henning,

      merci für Deinen Beitrag! Grundsätzlich gehen wir ja konform, nur bei dem Kanister 😉
      Ich mag den schon grundsätzlich nicht. Selbst das einfache wegnehmen bei der AH nervt mich, dass ich mich überhaupt täglich darum kümmern muss! Jeglicher Mehraufwand geht mir furchtbar gegen den Strich. Ohne Tank geht eine TTT für mich überhaupt nicht!
      Jetzt im Baltikum hat sich der Kanister dagegen bewährt, denn eine Entsorgung war kaum, eher nicht möglich. Den Kanister konnte U. dann leicht in den Dixies, Plumpsklos oder auch mal in der Wallachei entsorgen. Aber im normalen Leben…
      Aber ich bin bestimmt ein Sonderfall, eine Mimose, lach…

      LG vom Mikesch

  15. Moin zusammen,
    vielen Dank für den interssanten Blog. Ich beabsichtige auch eine AH bei mir einzubauen und hatte vor die betshende SOG zu nutzen. Wieso mussman sie durch einen PC-Lüfter austauschen?
    LG Klaus

    • Moin Klaus,

      muss man nicht, aber wie man oft hört und liest, sind die SOG-Lüfter nicht für den Dauereinsatz geeignet und sind auch lauter.
      Kann man ja erst mal nutzen und wenn er kaputt geht, durch einen PC-Lüfter ersetzen. Ist ja kein Akt…

      LG vom Mikesch

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