Erfahrungen Bimobil Wartungsdokumentation

Der Blog vom Kauf über die Planung, Zulassung und die Erfahrungen mit unserem Reisemobil Bimobil HD 420 in chronologischer Folge. Ebenso werde ich hier durchgeführte Wartungen, Probleme oder Reparaturen dokumentieren, ein Tagebuch unseres Bimobil HD 420 sozusagen.

Aktualisiert: 2016-07-14

September 2014 – Kommunikation, erste Änderungswünsche
Februar 2015 – Baubeginn
März 2015 – Änderungen, Motorradträger
April 2015 – Das Chaos mit der Übersendung der Papiere
Mai 2015 – Chaos Zulassung, Übernahme, Jungfernfahrt, erste Erfahrungen-Kritikpunkte
Juni 2015 – Heckträger mit Anhängerkupplung, Luftfederung und auf die Waage
Juli 2015 – Erster Schaden, Unterbodenschutz / Hohlraumversiegelung
August 2015 – Dometic TecTower defekt
Oktober 2015 – Gastank/Bremslicht/Kardan
November 2015 – Fazit nach 10.000 km
Januar 2016 – Wintertauglichkeit
März 2016 – Folierung / Wasserschaden
Mai 2016 – Heizstrangsperre Alkoven
Juli 2016 – Sitzbankverlängerung
August 2016 – Es stinkt aus dem Grauwassertank
September 2016 – Neue Fenster und Räder
Januar 2017 – Plötzlich und unerwartet: Erste Inspektion
August 2017 – Fenster undicht

August 2014 – Beginn Planungsphase

BimobilDer Kauf des Bimobil HD 420 auf der Caravan in Düsseldorf. Eigentlich wollten wir nur gucken und uns informieren und nicht kaufen, schon gar nicht so viel Geld ausgeben.
Doch dort hat es uns mit unserem Traum-Reisemobil erwischt. Der HD 420 ist von Haus nicht so für uns tauglich, denn die Betten hinten brauchen wir einfach nicht. Der Herr von Liebe hatte aber gleich die richtigen Ideen zur Hand und nach einigen Stunden stand das Konzept.
Hatte ich erst gar nicht mit gerechnet, dass sich jemand so viel Zeit für uns nimmt, so wie wir aussahen 🙂
Anschließend hatten wir den wohl seltsamsten Kaufvertrag auf einen Zettel unterschieben. Den werden wir mal einrahmen und im Bimobil aufhängen 🙂

Warum wir uns für Bimobil entschieden haben und die Ausstattung:
Die Ausstattung

September bis November 2014

Klar, im Groben wussten wir was wir wollten, aber es kamen doch immer wieder einige Fragen und Wünsche auf. Wir wollten z.B. einen vernünftigen Kocher haben da uns uns die üblichen Spielzeuge nicht zusagen. Mindestens 3 KW sollte eine Flamme schon haben, uns soll das Kochen Spaß machen. Dann noch ein wenig Kleinkram wie 12 V-Anschlüsse, WLAN-Antenne. Die Kommunikation verlief ein wenig schleppend, eine kurze Mail oder so hätt ich natürlich nett gefunden. Allerdings waren da noch einige Messen und da hatten die Leute von Bimobil wohl andere Sachen im Kopf gehabt, vllt. auch in Hinblick darauf, dass der Baubeginn unseres BiMos noch sehr lange hin ist.

Ende Februar 2015 – Baubeginn

Der Bau unseres Bimobil HD 420 beginnt, Fertigstellung soll ja Mitte April sein. Was erwähnte ich bezüglich Kommunikation?
Seitens Bimobil waren noch ein paar Fragen offen, wir hatten Fragen bezüglich eines Motorradträgers und es folgte noch eine Beratung über dieses und jenes. All die Dinge, die wir vorher teils eher im Vorbeigehen erwähnten, waren schon eingeplant, damit hatte ich ja gar nicht gerechnet. Vier Anrufe erhielten wir in kurzen Abständen, uns wurden in kürzester Zeit zusätzliche Pläne für die Montage des Motorradträgers geschickt, den eine andere Werkstadt montieren soll. Klasse…
An dem Tag kam nun so richtig Vorfreude auf… 🙂

März 2015 – Planungsänderungen

Das mit dem Motorradträger geht nun durch, klar, musste nach meinen Berechnungen ja auch passen, trotzdem…
Aus unserem 190kg Motorrad können bei Dellen und Beulen schnell 600kg zusätzliche Achlast werden, lest dazu auch: Motorradtraeger auf Wohnmobil
Also Fahrradträger und Anhängerkupplung bei Bimobil auch auf Anraten des H.v. Liebe abbestellt. Die Anhängerkupplung und den Motorradträger verbaut nun als Einheit dann Fiedler in Bremerhaven.
Eine super Kommunikation hat sich entwickelt, der Innenausbau beginnt. Für jede Kleinigkeit ein Anruf, ob das auch so ok ist, wo genau die mannigfaltigen Steckdosen für 230/12 V hin sollen, wo das Radio u.s.w.
Gut, dass wir drüber gesprochen hatten, fast wäre der Fahrradträger montiert worden, obwohl der doch schon längst abbestellt war…
Leider habe ich keine Bilder vom Bau, die werde ich später hier einstellen, da die Herren von Bimobil so nett sind, mir welche zu schießen und mir dann eine CD übergeben.

April 2015 – Kommunikations-Chaos

Endlich nähert sich der Tag der Übername und gleich 3 Wochen Urlaub zum Ausprobieren, so dachten wir…
Das Leben ändert sich schneller als einem lieb ist. Unfall, Sehne in der Schulter gerissen, OP, jetzt steht das Bimobil Wochen herum und mit dem Urlaub wird auch nichts 🙁

Doch wieder zum Thema Kommunikation: So grandios die Kommunikation beim Bau ablief, genau so gegenteilig verlief sie mit der Verwaltung/Buchhaltung. Hier liegt deutliches Potential für Verbesserungen 🙂
Der Informationsfluss innerhalb des Unternehmens scheint da nicht ganz rund zu laufen.
Mails, die nicht beantwortet wurden, unvollständige Zusendung der Papiere für die Zulassung. Zunächst fehlte das Gutachten zur Erlangung einer Einzelgenehmigung, dann das Gutachten für die Auflastung auf 5,3 T, wobei ich mich frage, warum die Auflastung nicht gleich im ersten Gutachten zusammen gemacht wurde, so entstanden für uns bei der Zulassung doppelte Kosten. Jeder war der Meinung, die Übersendung der Papiere wäre erledigt, war es aber nicht. Bis wir alles nach Telefonierei hatten, vergingen fast zwei Wochen! Dann noch eine falsch ausgestellte Rechnung, wurde ja alles geregelt, ist aber alles vor allem zeitlicher und unnützer Aufwand, den man sich hätte sparen können.
Der ursprünglich vereinbarte Termin hätte mit Zulassung deshalb wohl gar nicht eingehalten werden können, wurde ja so schon fast knapp. Ich denke da an reservierten Leihwagen und evt. entgangenen Urlaub, wenn ein Termin deswegen ins Wasser fällt.

Mai 2015 – Zulassung – Übernahme – Jungfernfahrt

Die Zulassung – schlimmer geht nimmer

Das richtige Kennzeichen 😉
Kennzeichen

Juhu, endlich wird unser Bimobil zugelassen! In weiser Voraussicht eine Woche vor der geplanten Übernahme, wer weiß, was da noch kommt. Richtig, das war die Zulassung meines Lebens, hoffentlich geht das mit dem Bimobil so nicht weiter! 🙂

Zum Vergrößern klicken!
ZulassungZunächst muss ja erst mal die Einzelgenehmigung zur Zulassung auf Grundlage der Gutachten erteilt werden. Das dauerte schon einmal eine halbe Stunde. Dann saßen wir bei einer netten Beamtin bei der Zulassung, die sich dann durch die ganzen Papiere kämpfte.
Dann der Schock, der TÜV-Süd hat in dem Gutachten für die Auflastung die Chassis-Nummer falsch eingetragen. Und das 20min vor Feierabend der Beamtin! Sie war so nett uns sogar telefonieren zu lassen, allerdings war beim TÜV-Süd kein Durchkommen. Hätte wahrscheinlich eh nichts gebracht, als wenn die in einer viertel Stunde den Fehler aufgeklärt und ein Fax geschickt hätten. Gott sei Dank ist bei uns gleich neben der Zulassung der TÜV-Nord. Die Beamtin meinte, wir sollen es doch einfach dort versuchen, vielleicht können die was machen.

Hier ein großes großes Dankeschön an den TÜV-Nord in Oldenburg! Hier sitzt ein Mensch mit Menschenverstand der uns gleich zwei Mal unbürokratisch und kostenlos geholfen hat, indem er die Patzer des TÜV-Süd und dem Straßenverkehrsamt in Oldenburg ausgebügelt hat!

Wir also kurz rüber, noch 15min Zeit. Der nette Mensch erkannte den Zahlendreher, machte sich Kopien und änderte in dem Gutachten die Chassis-Nummer. Wir fünf Minuten vor Feierabend zurück ins Straßenverkehrsamt. Als dann schon alles dicht war, hatten wir unsere Zulassung in der Tasche.

Mehr aus Zufall schaute ich dann draußen auf die Zulassung, was war? Nur 1 Jahr TÜV! Manno, die ersten 6 Jahre braucht ein Wohnmobil > 3,5 T nur alle zwei Jahre zum TÜV! Wir nochmals zum TÜV-Nord, der gute Mann schüttelte nur noch den Kopf. Er hatte echt Mitleid mit uns 😉
Er wieder Kopien gemacht, den Termin für die nächste HU geändert, alles schön abgestempelt und uns eine neue Plakette aufgeklebt. Den Mist hat die wenn auch nette Beamtin verzapft und eigentlich hätten wir am nächsten Tag wieder hin gemusst.

Ich hoffe, es setzt sich nicht wirklich so fort!

Die Übernahme

Alles vorbereitet, Leihwagen und Hotel für die Zwischenübernachtung gebucht, das wichtigste Gerödel wie Bettwäsche, Pötte Pannen, auch die Stühle müssen mit und das Wichtigste, was man auch so für ein paar Tage braucht wird zusammengepackt. Nicht zu vergessen eine ToDo-Liste für die Übernahme die ich auf meinem Tablet hinterlegt habe. Bei der Übernahme sollten zumindest die wichtigsten Dinge auf Vollständigkeit und Funktion geprüft werden.

Bimobil

Liest man in Foren, jubeln die Wohnmobilisten bereits, wenn an einem Neufahrzeug keine Mängel entdeckt werden, selbst bei sechsstelligen Beträgen. Also, bei Bimobil habe ich mir da gar keine Gedanken gemacht, das muss ja einfach passen, oder?
Der erste Augenschein: Da ziemlich viel los war, hatten wir uns erst mal ne dreibiertel Stunde alleine umgesehen. Ist alles verbaut, funktioniert alles, bis auf den Moniceiver, dazu später mehr. Mann, jetzt wussten wir wieder, warum wir uns für ein Bimobil entschieden hatten. Die Haptik des Massivholzes, die Passgenauigkeit und wie sauber alles verlegt und abgedichtet ist. Erst jetzt fielen uns die vielen kleinen sinnvollen Detaillösungen wieder auf. Die im Innenraum liegenden Klappen, wo man an die Tanks und in den Zwischenboden gelangt. Die Aufnahme der Duschabtrennung in stabilem Alu, der riesige Spiegel, wie die Elektronik und das Wassersystem installiert ist, die einziehenden Schubladen u.s.w.
Als dann Herr R. zur Einweisung kam und wir die Frage, ob wir uns ein wenig mit Wohnmobile auskennen würden, bejahten, viel die Einweisung auch in Anbetracht unserer vorherigen Beschau recht kurz aus, dauerte aber immer noch gut ne Stunde.
Wie erwartet, hatten wir auch keine Mängel entdeckt, bis auf ein Mängelchen. Das Kabel der WLAN-Antenne sollte in unseren “Energieschrank” verlegt werden, wurde auch ausreichend kommuniziert, nun liegt es locker in einem der Hochschränke. Nun, dann wird das halt unser WLAN-Center und Elektronikfach, ist im Nachhinein so sogar besser so, wie sich in der Praxis heraus gestellt hat.

Nachdem denn alles eingeladen war und uns eine Flasche Champus feierlich überreicht wurde, ging es dann los. Völlig überrascht waren wir, dass nicht wie sonst üblich, kaum ein Tropfen Sprit im Tank war, nein, es wurde für ein paar hundert Kilometer betankt übergeben!
Neugierig schmissen wir nach ein paar KM den Moniceiver an, also das ist so ein Multimedia-Teil, das fast alles kann. Angeschlossen daran sind 2 Kameras, eine Rückfahrkamera und eine wie eine Art Rückspiegel für die Übersicht.
Nett die Kamera, aber wir wollten nun Radio hören und bekamen das Bild nicht weg, geschweige, konnten wir den Multimedia-Teil aktivieren. Wir also wieder zurück und kurz vor Feierabend der Mechaniker bei Bimobil aufgeschlagen. Zunächst hieß es, das dies doch so richtig sei, kaum jemand kannte einen Moniceiver. Nachdem ich denn erklärte, was denn dort verbaut wurde, kam Hektik auf. Nur der Elektriker, schon auf dem Sprung nach Hause, brachte dann Licht in das Dunkel. Ich hatte schon im Vorfeld von Problemen von Moniceivern mit der Rückfahrkamera gelesen, erst recht, wenn wie hier 2 Kameras angeschlossen sind. Der pfiffige Elektriker hat also eine Kamera separat geschaltet, die mit einem Schalter zu bedienen ist. Da wären wir nie drauf gekommen, auch wieder so eine Geschichte bezüglich interner Kommunikation 😉

Aber jetzt, endlich geht sie lost…

Unsere Jungfernfahrt

So nach 200 km gedachten wir zu Tanken und auch das Gas aufzufüllen. Hier waren wir aus Mangel an Erfahrung erst mal zu blöd, den Gastank zu Befüllen. Also erst mal einen Anruf… 😉
Wäre nicht schlecht gewesen, uns nicht nur in der Handhabung einzuweisen, sondern auch, wie man betankt. Lag vielleicht ja auch an uns, dass wir nicht wie Greenhörner aufgetreten sind. Auf jeden Fall klappte es dann, jedenfalls für 3 Liter 🙂
Wieder ein Anruf, hier erfuhren wir dann, dass der Tank eigentlich hätte voll sein müssen, wird immer so gemacht. Wie sich zu Hause bei Durchsicht des Auftrages herausstellte, gehört hierzu in der Tat auch eine Erstbefüllung. Hier sind wir wieder bei der internen Kommunikation, denn dann hätte auffallen müssen, dass die Füllstandsanzeige mit 5 % falsch war und das da etwas nicht stimmen kann. So war für mich die Erklärung bei der Einweisung zunächst völlig plausibel, dass man ja nur etwas Gas für die Gasprüfung benötige.
In der Folge hatten wir dann richtig Gas verballert, Küli, Froster, Heizung, warmes Wasser, aber die Anzeige rührte sich keinen Millimeter. Die Füllstandsanzeige ist wohl in der Tat defekt. Siehste, auch bei Bimobil steckt manchmal der Teufel im Detail 🙂
Nun ja, dann werden wir doch noch unseren Urlaub gen Süden antreten und bei Bimobil vorbei schauen…
Mal schaun, wie wir das geregelt bekommen, darum wollten wir ja ursprünglich unseren ersten Urlaub in der Nähe verbringen, ging ja nicht wegen meinem Unfall…

Für die 800 Kilometer nach Hause hatten wir uns ein paar Tage Zeit gelassen, wollten das neue BiMo genießen. Mit dem Wetter hatten wir Glück, das schreiende Gelb des blühenden Raps, das war einfach nur geil!
Wir genossen den Raum und all die neuen Annehmlichkeiten wie Duschen und eine Toilette wie zu Hause 🙂

Bimobil

Erste Erfahrungen über 1000 Kilometer und sechs Tagen in zwei Touren

Der Sprinter

Den Sechszylinder angelassen und es schnurrt ein Kätzchen, kenne ich gar nicht, solch ein Motorgeräusch bei einem Diesel.
Überlegten wir damals kurz, ob es denn wirklich der 190 PS Sechszylinder sein muss, ja, es muss! Das Bimobil HD 420 wird mit den 190 PS nicht zum Rennwagen, ja, man muss auf langen Steigungen sogar mal runter in den 5. Gang, zumindest, wenn man vorschriftsmäßig unterwegs ist. Man merkt ihm an, dass er arbeiten muss. In Anbetracht dessen, dass das Bimo auch noch 2 Motoräder schleppen soll, ist die Leistung völlig angebracht. Dazu kommt, dass ich einem Motor nicht das Letzte abverlangen möchte, tut der Lebensdauer gut. Keine Angst vor Überholvorgängen, aus ca. 60 km/h heraus zieht er recht zügig durch, macht Spaß 🙂
Die erste Fahrt bestand aus Stadtverkehr, Landstraße und meine U. ist bei der Fahrt durch Kassel gut im Verkehr mitgeschwommen und dauernd rote Ampeln. Verbrauch 14 L/100km.
Der wird sich bestimmt noch einpendeln und ein/zwei Liter weniger werden.

U. ist ja nur ihren 500er Fiat gewohnt, aber sie kam gleich klar und fühlte sich wohl. Eine Kurve ist sie wohl ein wenig zu schnell angefahren, selbst ich als Beifahrer konnte fühlen, wie gutmütig der Sprinter mit dem Kasten hinten drauf zu Händeln war, wie gelassen der das weggesteckt hat, trotz Wankbewegung.
Bauartbedingt und ob des Fahrwerks (s.u.) mag er keinen Seitenwind, den spürt man mehr als deutlich, klar, das Bimobil ist ja auch 3,50 hoch. Wie im Netz zu lesen, hat Mercedes den Seitenwind-Stabilisator für die Wohnmobile abgeschaltet, die Elektronik kommt da wohl nicht mit klar.

Selbst heute ist es so, dass viele Neufahrzeuge noch nach 1.000 km zu einer ersten Inspektion müssen. Im Serviceheft suchte ich vergeblich nach einem Inspektionsplan. Die Intervalle gibt alleine die Elektronik je nach Belastung vor. Ich also den Wert abgerufen, ich muss nun nach 59.700 km zur ersten Inspektion!
Ich möchte allerdings nicht wissen, was die kostet, da gehen alleine 12,5 L Motoröl rein. Aber ich kann ja schon das Sparen anfangen… 🙂

Wie schon auf dem Bild oben zu erkennen, hängt der Sprinter hinten doch recht durch, auch Nachts scheinen die Scheinwerfer die Sterne an und mit der Scheinwerfereinstellung ist da gar nichts zu machen. Dabei ist die Hinterachse dort gerade mal mit 2.500 kg von den zulässigen 3.500 kg belastet! Im normalen Fahrbetrieb bewegt sich der Sprinter völlig normal und komfortabel. Fährt man aber über einen Feldweg, fängt der Sprinter bzw. der Aufbau ganz schön das Wanken und Schaukeln an, hat fast was von einem Schiff in der Nordsee bei Sturm!!!
Dann durften wir ja Seitenwind erleben, da kommt mit 60 auf der Autobahn auch keine Freude auf. Hier verstehe ich Mercedes nicht, dass das Fahrwerk nicht gleich von Haus aus entsprechend ob der möglichen Nutzlast ausgelegt wird, das ist in meinen Augen ein Armutszeugnis!! Das geht IMHO gar nicht, nicht für ein Fahrzeug in dieser Preisklasse und das wie unseres schon als Allrad mit dem Schlechtwege-Paket und zusätzlichen Stabilisatoren ausgestattet ist!! Sicherlich tut der hohe Aufbau auch so einiges, aber damit ist nicht alles zu erklären. Ein strafferes Fahrwerk, eine breitere Hinterachse und der Spuk wäre vorbei. Ok, hier werde ich denn nachbessern müssen und eine Zusatzluftfederung von Goldschmitt einbauen lassen. Das hat auch den Vorteil, dass das Material der Federn nicht so schnell ermüdet, denn diese Fahrgestelle sind auf Wechsellasten ausgelegt, aber nicht für Dauerlasten wie bei einem Wohnmobil.

Bei den Zwillingen hinten wird einfach wie üblich das äußere Rad verkehrt herum montiert, mit der Folge, dass das Ventil nach innen zeigt. Eine Kontrolle des Reifendrucks oder Befüllen ist an den meisten Tankstellen kaum möglich! Das geht nur an motorradfreundlichen Tankstellen mit entsprechend geknickten Fülldingens oder wie das heißt.
Bei den billigen Plaste-Ventilen kann noch nicht mal nachträglich eine dauerhafte und komfortable Ventilverlängerung verbaut werden, hierzu müssen die Räder demontiert werden und neue Ventile aus Metall eingesetzt werden.
Sorry, nochmal, ein 70.000 Euronen Kfz, wo der Reifendruck nur mit Gefrickel geprüft werden kann? Was ist denn das für ein Mist? Sorry, dass ich mich gerade aufrege…

Ein ganz großes Dankeschön an die Firma Emigholz in Oldenburg, die uns gegen eine kleine Spende für die Kaffeekasse einen Adapter und U-Stück überliessen und unserem Sprinter den richtigen Druck verliehen haben!

Ansonsten ist der Sprinter schon ein feines Gefährt, da kommt schon Spaß auf! Die kleinen Aufreger werde ich abstellen…

Bimobil HD 420

Gleich auf den ersten Kilometern hatte ich das Gefühl, dass da was nicht stimmt. Als wir dann am nächsten Tag einige humpelige Straßen gefahren sind, da fiel mir dann auf, was da nicht stimmt: Da knarrt und ächst nichts, da klappert nichts, eine völlig unbekannte Geräuschkulisse, nämlich gar keine! 🙂
Drei Tage in unserem neuen Wohnmobil mit Sonne, Regen und Kälte, haben sich die Umbauten und die Extras gelohnt?
Was wir bei einigen Dingen gedacht hatten, könnt ihr ja unter Ausstattung nachlesen, hier gehe ich darauf ein, ob die Wunschvorstellungen der Realität stand halten.

  • Auflastung 5,3 T
    Laut Wiegeprotokoll verbleiben uns vollgetankt mit Diesel, Wasser, Gas und uns zwei Personen noch 1.000 kg Zuladung. Wenn wir dann ein Moped drauf packen und all unser Hobby-Gerödel einpacken, haben wir noch gut 400 kg Luft. Jedenfalls wird das Fahrgestell nicht gar bis zum Letzten ausgereizt.
  • Gastank
    Die Angewohnheiten mit stetig warmen Warmen Wasser, Heizung und Kochen haben sich schon jetzt geändert und der Verbrauch liegt deutlich höher als früher. Abends war es kalt, also Heizung an, warmes Wasser für die Dusche, etwas Kochen und Kaffeewasser auf der 3 KW-Flamme, dazu der große TecTower, der nicht ausreichend gefüllt war. In 4 Tagen hatten wir 3,5 kg Gas verbraucht 🙂
    Gut, das wird weniger, aber 2 11kg-Flaschen gerade wenn es kälter ist, sind da ein Witz.
    Undenkbar, hier mal im Ausland leer zu laufen, überhaupt damit rechnen zu müssen, das Gas könnte mal alle werden.
    Die Betankung ist so was von easy. In paar Jahren hat sich so als Beiwerk selbst der Einbau Amotisiert.Info:
    Selbst das LPG-Treibgas mit hoher Besteuerung ist deutlich günstiger als das Flaschengas. Einige Tankstellen sind Steuerlager, da ist das LPG auch als Heizstoff zu beziehen, also noch mal rund 10 Cent/L günstiger. Ab 2018 wird LPG deutlich teurer, da sollte man nur Steuerlager anfahren. Kein Prob, da man ja eh höchstens 1-2 mal im Jahr tanken muss und selbst das Treibgas günstiger als Gas in Flaschen ist.
    Ist mir eigentlich eh egal, wichtig ist, einen großen Vorrat überall auf der Welt erwerben zu können!
  • Toilette und Festtank
    Eine Toilette wie zu Hause…!!!
    Wir können die Wassermenge dosieren, was ansonsten nicht immer üblich ist, kommt halt auch aus dem Yachtbau. Also fast ebenso sparsam wie eine Cassetten-Toilette. Ich war überrascht, was da beim Ablassen raus kam, einfach nur dunkles Wasser, was noch nicht einmal richtig gestunken hat! Ich wette, wenn ich das über einen Gulli ablassen würde, würde keine Sau merken, was da abfließt!
    Bimobil hat ein System mit 3 Kugelhähnen, Schwarzwasser, Grauwasser und einen Haupthahn. Zunächst Schwarzwasser raus, Haupthahn schließen und Grauwasserhahn auf. Dann wird mit dem Grauwasser der Schwarzwassertank gespült. Grauwasserhahn schließen und Schwarzwasserhahn mit Haupthahn wieder auf.
    Anschießend Schwarzwasserhahn schließen und Grau- mit  Haupthahn öffnen und alles wird gespült.
    Die Hähne sind leicht und frei zugänglich, die Bedienung eine Spielerei. Der Abfluss ist so angebracht, dass ich den Zentimetergenau mittels Rückfahrkamera über den Abluss stelle. Werde mir aber noch einen Zusatzschlauch besorgen und einen Camlock-Anschluss montieren, denn nicht immer steht ein Abfluss im Asphalt bereit.
    Hier verstehe ich auch Bimobil nicht, eine komfortable saubere Lösung mit Bajonett oder Camlock und Schlauch kosten nur Peanuts, ebenso die Installation, wieso das nicht werksseitig komfortabel verbaut wurde? Hier einfach einen Schlauch durch ein Loch bei einem 160.000 Euro Mobil zu führen und immer hoffen, eine passende Entsorgung zu finden? Eigentlich passt das nicht zu Bimobil…
    Scheint damit zusammenzuhängen, dass Deutschland bezüglich Entsorgung und Fäkaltank immer noch ne Art Entwicklungsland ist und dass offenbar gar nicht bekannt ist, welche tollen Möglichkeiten und das sogar für Mini-Kohle bestehen. Ein Mitarbeiter von Bimobil selbst hatte sogar eine Lösung gezeigt, die er selber verbaut hat, die mir eher ein na ja entlockt hatte. Ein bekannter Bimobil-Fahrer hat sich sogar einen zweiten Abfluss an der anderen Seite legen lassen, warum einfach, wenn es auch kompliziert geht 😮
    Die Lösung werde ich später vorstellen, kommt Anfang Juni…Nur so als Tipp: Schon auf den Booten wurde und wird das Toilettenpapier separat in einem Eimer mit Beutel zur Entlastung des Häckslers gesammelt und täglich entsorgt. Da stinkt auch nichts, selbst bei Temperaturen um 30 Grad! Wir haben da jahrzehntelange Erfahrung!
    Raus kommt wirklich nur dunkles Wasser und der Häcksler hat keine Mühe. Eventuelle Verstopfungen oder Probleme des Häcklsers mit Toilettenpapier gibt es dann nicht und die Lebensdauer des Häckslers verlängert sich um Jahre, will meinen, sollte ewig halten!Der 80L-Tank hält gut 4 Tage mit 2 Personen und den gewöhnlich täglichen Geschäften 🙂
  • CAN KocherDreiflammiger Kocher von CAN
    Stammt auch aus dem Jachtbau…
    Sieht nicht nur edel aus, eine neue Erfahrung für mich, dass das Kaffeewasser in gerade mal 3 Minuten kocht! Einfach genial!
    Die in Wohnmobilen verbauten 1,7 KW-Kocher sind ein Witz und taugen zu nichts. Zum Braten oder schnellen Erhitzen von Flüssigkeiten, bzw. Kochen von Nudeln oder Kartoffeln, sind 3 KW unabdingbar.
    Unglaublich, dass es nur 2 Kocher in dieser Größe gibt!
  • Solarpaneel / Ladebooster
    Links im Bild die WLAN-Antenne abgeklappt
    CAN KocherGeaast hatten wir mit dem Licht, dazu die Toilette, Heizung und unsere Geräte zum Laden. Auf Grund dessen, dass wir die Tage unterwegs waren, hatten wir das Solarpaneel nicht gebraucht, da der Ladebooster die 220 Ah Batterie immer voll gepumpt hatte. Ich hatte allerdings die Leistung des Solarpaneels gemessen. Selbst nachdem die Sonne am Horizont stand und von Wolken leicht bedeckt war, kamen noch 2 A an.Auf der zweiten Tour standen wir 3 Tage völlig beschattet. Trotzdem wurden noch gemittelt 1,5 A für 6 Stunden geladen. Mit TV, Wasserpumpe, Radio, Licht, Tablets laden und Heizung hatten wir an den drei Tagen 30 Ah entnommen, d.h., ohne die Batterie zu schädigen, hätten wir noch weitere 3 Tage ohne Strom stehen können.
    Selbst an kalten Tagen sind wir so von März bis September garantiert zu 100% elektrisch autark. Selbst im Februar, wenn die Heizung immer läuft und wir mehr Filme schauen, immer noch geschätzt für ca. 8 Tage, auch wenn wir mit Strom nicht sparsam umgehen!
  • Energieschrank
    Der offene Platz mit Steckdosen für 230 und 12 V. Hatten wir jetzt schon ausreichend genutzt. Da lagen Tablet, Handy, Video-Cam und normale Kamera zum Laden. Stimmt, für uns ein must have
  • 6 kw-Truma
    Eine Alde braucht halt, bis ein Raum aufgeheizt ist, für mich ein KO-Kriterium Mit der Truma war innerhalb von ein paar Minuten der Raum muckelig warm. Vor allem, man hat von ihrem Werkeln nichts gehört!
    Das wird ursächlich daran liegen, dass das Gebläse nur auf der kleinsten Stufe arbeitet. Auf Grund der guten Isolierung des Bimobils bedarf es auch nicht mehr.
    Austritte im Bad, sehr verteilt im Wohnraum und sogar im Alkoven. Hier zusätzlich eine Rohrverlegung mit Austritten rund um das Bett. Zusätzlich verläuft das Rohsystem im Zwischenboden verteilt, mit kleinen Autritten an den Tanks und Ablassventilen.
    Wenn man die Wärmeverteilung richtig, wie hier im Bimobil plant und durchführt, steht eine Truma einer Alde in nichts nach, eher mit Vorteilen, meiner Meinung nach.
  • TecTower
    Foto: Florian Putz
    Tec TowerDie Kombi aus Kühlschrank, Froster und Backofen. Sieht mal richtig geil aus und da ist Platz ohne Ende! Unser größtes Problem wird sein, den Kühlschrank zu füllen!
    Bauartbedingt dauert es, bis es wirklich kühl wird, so gut 8 Stunden. Lebensmittel sollten vorgekühlt oder für den Froster gefrostet eingelagert werden.
    Ist er aber in Fahrt, kühlt der wie Hulle und ich kann ihn gar nicht so klein stellen wie ich möchte und das bei geringem Gasverbauch. Bei der Außentemperatur um 30 Grad wurde die Butter zu Stein auf der geringsten Stufe.
    Einstellen werden wir uns aber grundsätzlich auf einen höheren Gasverbrauch, 160 L Kühli und großes Gefrierfach fordern halt ihren Tribut. Allerdings i.V. mit dem Gastank finde ich das eher sekundär.
    Der Hype um die Kompressorkühlschränke ist für mich nicht nachvollziehbar. Für mich macht die teuere Investition nur Sinn, wenn man sich viel in heißen Ländern aufhält und ausreichend Solarpaneele auf dem Dach hat, denn die saugen dann auch mächtig Strom, von nix kommt nix…
    …oder wer eh nur am Landstrom hängt.Bei 12 V wird laut Beschreibung nur die Temperatur gehalten, aber auf Gas oder 230 V kühlt er dann mächtig ordentlich.Der Backofen tut was er soll…
    Ist flott heiß, wo Ober- und Unterhitze gefragt ist, sollten die Teile nicht zu hoch sein. Für Aufbackbrötchen genial, geht ratz fatz…
    Ist halt klein und nicht mit einem Backofen zu Hause vergleichbar, das Backgut sollte ab und zu gewendet werden.
  • WAECO PerfektView mit Doppelkamera
    WAECO MoniceiverDie Überlegungen hierzu findet ihr auch unterAusstattung. Die Kamera für die Übersicht ist schon genial, es sind Fahrzeuge sichtbar, die ansonsten in den Rückspiegeln nicht sichtbar wären. Ebenso lässt sich so ein evtl. mitgeführter Anhänger überwachen.
    Mit der Rückfahrkamera und den eingespielten Hilfslinien ist ein Zentimetergenaues Rangieren möglich.
  • Isolierte Türe zum Fahrerhaus
    Wir hatten auf den 3 Tagen Hitze ebenso wie Kälte, nichts von alledem kam in die Wohnkabine.
    Bedingt durch den Wunsch Türe, musste eine Stufe her, die mit einer Platte abgedeckt werden kann, um im Wohraum eine Ebene zu erreichen.
    Nicht nur, dass die Abdeckung komfortabel ist, benötigt die Türe gar nicht das eingebaute Schloss, diese Türe ist so nur noch mit einer Axt zu durchbrechen.
  • Großes Heki im Alkoven
    Genial, der Blick auf den Sternenhimmel, so viel Luft und durch dieses Heki gelange ich auch auf das Dach.
    Schon jetzt erkennbar: Bei Sonne heizt sich der Raum sehr stark auf, im Winter toll, aber selbst jetzt im Frühjahr eher ein Nachteil.
    Hier werden wir eine Abdeckung mit Spanngummi basteln, oder die Angebotene von Heki erwerben, eine Abdeckung ist ein Muss.
  • WLAN-Antenne und WLAN im Wohnmobil
    Da hatte ich hier ja schon drüber schwadroniert, bevor wir unser Bimobil hatten, ich bin halt Theoretiker 😉
    Aber funktioniert das auch? Ja, tut es! Wir standen ganz entfernt vom AP des Stellplatzes und hatten mit dem Phone null Verbindung. Ich meine Antenne aufgestellt und mein eigenes WLAN mittels Router um mein Bimobil aufgebaut. Nicht nur, dass meine U. und ich über den Router ins Netz kamen, auch unsere Nachbarn hatten sich gefreut, denn die kamen über unser WLAN ebenso in den AP des SP!
    Ok nicht ganz billig, die Antenne mit Router und Wireless Adapter kosteten nur einen Hunni, die professionelle Installation mit dem Edelstahl-Klappfuß und Dachdurchführung waren nicht ganz billig, hat sich aber schon jetzt gelohnt. Wird sich gerade im Ausland zeigen, welches sich nicht im Internet-Steinzeitalter wie Deutschland befindet.
    Wer wissen möchte wie das geht, lese meinen Artikel WLAN im Wohnmobil.
  • 300 W Sinus Wechselrichter
    Der wird ja nur zum Laden der Video-Kamera, Drohne und Rasierer benötigt. Da reicht natürlich nur eine Steckdose, die sich im Energieschrank befindet und wir haben auf die Vorrangschaltung verzichtet.
    Dies stellt sich jetzt als kleiner Fehler heraus! Da wir wahrscheinlich so gut wie nie am Landstrom hängen werden, sind all die verbauten 230 V Steckdosen tot und somit nutzlos. Ich mein, wir brauchen in der Regel keine 230 V, aber wenn die Steckdosen schon da sind…
  • Umbauten
    Wie im Link oben unter Bimobil beschrieben, wurden an unserem Bimobil HD 420 einige Änderungen vorgenommen.
    Wir haben so viel Platz in der Kabine, dass wir gar nicht wissen, wie wir den füllen sollen! Alles, aber auch alles findet hier Platz. Jegliche Klamotten, Lebensmittel, Technik, Küchenutensilien und sonstiger Krimskrams haben Platz.
    Gleichzeitig ist der Raum so was von großzügig und offen, der hintere Teil bietet Platz um einen Walzer zu tanzen.
    Im Zwischenboden haben unsere Paddelboote, die Tauchausrüstung, unsere Stühle und weiterer Krimskrams Platz.
    Ich habe noch keinen 10m-Liner gesehen, der so viel Platz und Großzügigkeit bietet, wie der HD 420 von rund 7 Metern! 🙂
  • Ich habe mir noch für ganz kleine Kohle einen Bluetooth-Dongle zugelegt. Kabellos werden die MP3 vom Player, Tablet oder Handy an das Radio übermittelt, Sound pur! Richtig geil ist das mit dem TV, da kommt fast ein Kino-Erlebnis hoch.
    Apropos Kino: TV schauen wir kaum, aber Filme bei Schmuddelwetter, also muss da ein TV her mit DVD, Tuner für den Fall der Fälle falls doch TV, abspielen muss er meine selbsgedrehten Filme können. Auch ein Muss: Breiter Abstrahlwinkel, damit wir Beide Freude am Gucken haben!
    Erfüllt hat das der Reflexion LDD 2290 WideSceen LED Fernseher mit 22 Zoll 55 cm, DVB-S2, DVB-T, DVB-C, DVD, USB, 230V +12Volt, nur 21 Watt, mit CI Kartenslot, Netzbetrieb (230Volt) und 12Volt Anschluss. Mit dem Bluetooth-Dongle einfach geil!

Ein erstes Fazit zum und zu Bimobil

Der Ausbau mit all den kleinen durchdachten Finessen stellt eine andere Welt zu den üblichen Billigmarken dar. Die Verwendeten Materialen, die eingesetze Technik, zumindest die Höherwertige, wie die Möbel und überhaupt alles verarbeitet und installiert ist. Erst jetzt nach ein paar Wochen Reisen entdeckte ich weitere Finessen, die vorher so nicht erwähnt wurden.
Sonderwünsche bezüglich Umbauten werden zu einem fairen Preis realisiert!
Gerade mit der Technik, hier kann man Bimobil blind vertrauen, hier wird kein Murks verbaut. Eine kleine Kritik an unserem Bimobil besteht alleine in der Lösung der Abwasserentsorgung, dies hatte ich so nicht erwartet, geht besser und kostet noch nicht mal viel. Gehe ich später drauf ein…
Sicherlich, die Fenster, Turbo-Vent und Hekis sind für mich billiger Labberkram! Den Preis für ein großes Heki empfinde ich als schlicht unverschämt. Aus einem Fenster springt dauert eine Feder raus und man kann es nicht mehr fest stellen. Die Luke im Bad traut man sich kaum aufzustellen und ob man ein Fenster einrasten lassen kann, ist meist Glücksache. Einziger Trost ist, dass man diesen Billigkram im günstigen Kastenwagen genauso vorfindet wie im 300.000 Euro-Mobil. Die Fenster, die richtig was taugen, liegen preislich allerdings jenseits von gut und böse mit zusätzlich ungeheurem Gewicht. Aber ist es nicht möglich, halbwegs leicht und trotzdem stabil zu bauen?

Richtig toll, dass man im Fertigungsprozess Ideen einfließen lassen, völlig unbürokratisch von der ursprünglichen Bestellung abweichen und auch Teile zusenden kann.
Die Leute von Bimobil sind so was von herzlich und hilfsbereit, man spürt das Herzblut, welches sie mit dem Unternehmen verbindet.

An die netten Mitarbeiter von Bimobil…
Ihr seid ja wirklich alle nett und hilfsbereit, aber verinnerlicht bitte einmal das Wort Kommunikation innerbetrieblich wie auch nach außen 🙂
Die Punkte finden sich ja oben im Text, ich bin locker drauf und nehme das mit Humor, andere Naturen sehen das u.U. aber nicht so… 😉

Egal, die Kritikpünktchen sind eher marginal. Gott sei Dank haben sich meine Vorstellungen bis auf das Fahrgestell des Sprinters in der kurzen Praxis bewährt, Bimobil hat genau das für uns richtige Traum- Reisemobil gebaut!!!

Einkaufen

Im Moment sind wir auf Shopping-Tour, Matten für die Schubladen und dem Zwischenboden, Kisten, Befestigungen u.s.w.
Mann, Mann, ist das ein Problem, wenn man so viel Platz hat. Wir müssen echt einen Belegungsplan machen 🙂

Juni 2015 – Luftfederung, Anhängerkupplung, Heckträger fürs Motorrad und das Gewicht

Fotos: DigiMik M.Scharrer
Camlock-Kupplung

Camlock-Kupplungssystem

Auf dem Weg zu Fiedler in Bremerhaven war ich bei der Entsorgung dermaßen angenervt, dass ich Schläuche und das Camlock-Kupplungssystem besorgt und unterwegs montiert hatte.
Ich verstehs einfach nicht, warum es im Camping-Handel keine vernünftigen Lösungen gibt, wieso sich die WoMo-Fahrer mit ihren Behelfen abfinden. Bin ich zu sensibel?
Liegt es daran, dass ich erst seit 2 Wochen zum ersten Mal ein richtiges Wohnmobil besitze? Bin ich zu sehr verwöhnt vom Ami-Land?
Egal, wer ebenso komfortabel entsorgen möchte, lese meinen Artikel mit Anleitung: Entsorgen mit Schlauch per Camlock-Kupplung >

Luftfederung von Goldschmitt

Bild zum Verbgrößern klicken!
Goldschmitt LuftfederungOb Goldschmitt oder ein Anderer, war mir nun egal, Fiedler verbaut halt Goldschmitt, drum wurde es halt die. Gefällt mir richtig gut! Da die Luftfederung über zwei Kreise verfügt, könnte ich z.B. auch eine einseitige Beladung ausgleichen.
Ok, ist bei mir eher sekundär…
Einige verbauen den Kompressor in der Garage oder sonstwo, das finde ich mehr als unpraktisch. Im DIN-Schacht des Sprinters wurden zwei Manometer verbaut, so habe ich eine laufende Kontrolle des Drucks und kann ebenso hier Druck ablassen oder aufpumpen.

Da das Fahrwerk vom Sprinter für mich suboptimal und dann in Verbindung mit dem hohen Bimobil-Aufbau sowieso ist, war meine Erwartungshaltung in Bezug auf die Wankbewegungen nicht so hoch.
Doch Überraschung, mit 3 Bar auf der Luftfederung habe ich noch ausreichend Fahrkomfort und die Wankbewegungen sind deutlich minimiert. Auch die Seitenwindempfindlichkeit hat deutlichst abgenommen.
Und endlich steht der Aufbau in der Waage! So soll es sein, die Investition hat sich mehr als gelohnt!!
Jetzt brauche ich auch keine Angst mehr zu haben, unsere Ducati hinten drauf zu packen 😉

Motorrad-Heckträger und Anhängerkupplung

Bild zum Verbgrößern klicken!
Motorrad HeckträgerDa wir ja auf langen Reisen oder wenn wir nicht mit Anhänger unterwegs sind zumindest eine Ducati mitnehmen wollen, wurde ein abnehmbarer Heckträger von 80cm Breite montiert.
Da uns das System von Fiedler in Qualität und Ausführung am Besten gefiel, hatten wir uns für Fiedler entschieden.

Praktischerweise hat denn Fiedler alles zusammen montiert, war der einfachste Weg. Wir hatten das Fahrzeug Morgens abgegeben und sind dann in die City von Bremerhaven, immer einen Bummel wert. Nachmittags um Fünfe war unser BiMo dann fertig.

Die erste Reise und das Gewicht

Da wir noch ein paar Tage hatten, hatten wir das Bimobil mal reisefertig wie für einen Urlaub gemacht. Laut Wiegekarte Bimobil hatte das BiMo ein Fahrbereites Gewicht mit vollen Tanks und zwei 75kg Leuten von 4.125 kg.

Wir also gepackt, lach…
Werkzeug, Auffahrkeile, Kabel, Kisten, Matten, Pötte, Pannen, Besteck, Wäsche für zwei Wochen, Elektronik, TV und Unmengen von all dem Kleinkram, den man nicht oder braucht 😉
Alles Mögliche an Konserven, ein paar Kilo Nudeln, Mehl, 12 L Wein, 12 L Bier, 8 L Limo, 12 L Wasser, 4 Kg Kaffee, dazugekommen sind ja noch Luftfederung, Anhängerkupplung und Motorrad-Heckträger. Wir mit uns drinnen auf die Waage, Ergebnis: 4.700 kg.

Nachtrag:
Erste Tour mit der Ducati und wieder auf die Waage: 5.000 kg gesamt, auf der Hinterachse 3.370 kg. Wenn dann noch das Tauchgeraffel und die Paddelboote dazu kommen, liegen wir bei 5.160 kg gesamt und 3.450 kg auf der Hinterachse. Jetzt ist aber Aufpassen angesagt, denn wir haben immer noch massig Stauraum 😉
Noch mal ein Gott sei Dank, dass wir die Luftfederung haben einbauen lassen, der Sprinter wäre sonst garantiert in die Knie gegangen 🙂

Noch ne Schote am Rande: Bei der Übergabe wurde uns erzählt, dass der Fäkaltank keine Füllstandsanzeige hätte, wäre zu Aufwändig. Klar, liest man auch oft so im Netz. Was ist?
Wir haben eine Füllstandsanzeige, welche Freude, denn die ist wirklich hilfreich!! Tja, da sind wir wieder bei Bimobil und interner Kommunikation, wenn die eigenen Leute nicht wissen, was verbaut wurde, hi hi…

Nach den Umbauten und den ersten Wochen Erfahrungen, sei es in Bezug auf Versorgung, Ausstattung, Strom und und und…
Jetzt ist es jetzt mit den zusätzlichen Umbauten schlicht:

== FÜR UNS PERFEKT ==

Juli 2015 – Erster Schaden – Unterbodenschutz / Hohlraumversiegelung

Erster Schaden – Bodenplatte durchschlagen

Keine Ahnung wie das passiert ist, plötzlich während der Fahrt ein ein lautes Peng von hinten. Nachgeschaut und nichts gefunden, erst Tage später durch Zufall entdeckte ich den Schaden. Irgendwas, dass auf der Straße gelegen haben muss, wurde wohl von dem Reifen nach oben geschleudert und durchschlug ein Stück Unterboden, rechts vom Radkasten. Dabei hatte ich nichts auf der Straße liegen gesehen. Was das wohl gewesen ist. Die Platte ist dermaßen hart und stabil, da würde selbst ein Hammer kaum ausreichen. Gut, dass ich das noch entdeckt hatte. Ich weiß zwar nicht, wie der PU-Schaum auf Nässe reagiert, aber toll ist das bestimmt nicht, zumal darüber die Elektronik verbaut ist. Ich werde jetzt insgesamt alle Steinschlaggefährdeten Stellen zusätzlich mit einem Kunststoff überziehen, sprich, mit Sika verkleben.

Bimobil Unterboden, klicken zum Vergrößern!
Bimobil Unterbodenschaden

Unterbodenschutz – Hohlraumversiegelung

LKW sind für den gewerblichen Einsatz gedacht, viel, aber nicht lange laufen. Nach der Abschreibung folgt ein Neuer. Die Maßstäbe in Bezug auf Korrosionsschutz von PKW sind nicht auf LKW übertragbar. Ich möchte mich hier vor Überraschungen schützen, so einige gehörte Horrorgeschichten reichen mir.
Durchgeführt wurde die Maßnahme von einem Oldtimer-Restaurator in Oldenburg, der Firma Cornelius & Schröder . Gedanken und Bericht dazu: Unterbodenschutz – Hohlraumversiegelung.

Foto: Cornelius & Schröder
Unterbodenschutz

August 2015 – Dometic TecTower hin

Gerade dann, als es heiß wurde und wir ein paar Wochen weg fahren wollten, gab der Domentic TecTower seinen Geist auf. Wahrscheinlich war mit der Platine etwas nicht in Ordnung. Aber darf so was?
Gerade mal 3 Monate mit 30 Einsatztagen und schon macht der die Grätsche. Liest man in Foren, scheint der Fehler auch nicht unbekannt zu sein.
Richtig toll, was sich so Dometic Servicepartner schimpfen darf. “Da gehen wir nicht ran, bauen wir aus und schicken ein” bis hin zu mehrwöchigen Wartezeiten, dass sich überhaupt jemand damit bemühen würde. Entnervt ein Anruf bei Dometic selbst, aber hier hab ich nach ner halben Stunde Wartezeit wieder aufgelegt.

 

Also dann bei Bimobil selbst angerufen, sie kümmern sich grad…
Jetzt kann ich 800 km nach Oberpframmern fahren, nur weil sich die tollen Dometic Servicepartnernicht in der Lage sehen, zumindest innerhalb von ein paar Tagen den Fehler zu beseitigen. Ich habe gerade Zeit, aber meine Holde könnte sich den Urlaub abschminken…
Bimobil hat das Nötige eingeleitet und ich hab da einen Urlaub draus gemacht. 800 km für 10 min Arbeit, siehe Bericht > 🙂

Oktober 2015 – Bremslicht, Geber Gasanzeige, Bremslicht

Km-Stand: 9.400

Bremslicht:
Wurde ich im Urlaub darauf hingewiesen, dass ein Bremslicht nicht funktioniert. So was, das nach 4 Monaten! Betätigt man das Bremspedal, glimmt das Bremslicht nur und das Rücklicht glimmt gleich mit. Typisch Masseschluss…
Alles Kontrolliert, Kurzschluss, Wasser etc., aber kein Fehler zu finden, wär ja noch schöner bei einem Neufahrzeug. Durch Umstöpeln der Kabel habe ich die Birne selber als Fehler ausgemacht. Die hat 2 + Anschlüsse, legt man Spannung auf nur einem +, dann funktionierts. Also ein Masseschluss innerhalb der Birne! So was hab ich noch nie erlebt.

Geber Gastank:
Oben schrieb ich ja bereits, dass die Füllstandsanzeige für den Gastank nicht funktioniert. Kann passieren, wenn sich bei Erstbefüllung der Geber verkantet. Nach nun 90 Tagen Reisen und zwei Wochen Heizen in der Halle auf 22 Grad ist der Tank nun leer und ich konnte den Schwimmer gängig machen. Bimobil hatte mir das ganze Innenleben zugeschickt und ich habe vorsichtshalber den neuen Geber eingebaut. Was mich aber wieder zur Weißglut brachte: Der Geber ist mit 4 Schrauben befestigt, die Unteren 2 waren so fest geknallt, dass die Gummidichtung zerquetscht wurde, dafür war eine Schraube oben locker!
Stehen ja nur 27 Bar Druck explosiven Gases drauf 🙁
Dafür kann Bimobil nichts, aber solch ein Hersteller versaut u.U. auch den Ruf von Bimobil. Vor Einbau wird der Tank doch nicht zerlegt und nachgesehen, ob der Hersteller, hier Witte van Moort, alles richtig montiert hat!

Blick auf die zerquetschte Dichtung
Geber Gasanzeige mit defekter Dichtung

Kardan:
Gleich bei der Übergabe war bei Lastwechseln ein kleines Kling, bzw. knack aus dem Kardan zu hören. Dieses war im Anhängerbetrieb deutlich stärker zu hören, klar, der Anhänger bringt mit Mopeds ja auch eine Tonne auf die Waage. Ist das Normal?
Das Bimobil stand nun Tage in der Werkstatt, es folgten Probefahrten auf Rüttelpisten und eine Rücksprache mit Daimler. Ursache ist laut Auskunf meines Freundlichen das Zweischeibenschwungrad, welches stärker auftretene Kräfte zwischen Getriebe und Kardan aufnehmen soll. Da arbeiten Federn die mal knacken können und der Kardan wirkt wie ein Resonanzkörper. Soll bei Allradern öfters auftreten. Ein Schönheitsfehler, ein Austausch des ZMS ist recht aufwändig und teuer und es soll fraglich sein, dass das Knack dann auch weg ist.

Ebenso habe ich bei Schlaglöchern oder Gullideckeln manchmal ein rasselndes Geräusch. Kommt augenscheinlich von den Zügen der Handbremse. Auch dies soll normal sein, kommt auch recht häufig vor.
Zumindest bin ich nun meine Sorgen los.

So langsam nervts, dauernd wegen einer Kleinigkeit am Basteln oder in die Werkstatt. Wie gesagt, da hat Bimobil NICHTS mit zu tun! Eine Fehlkonstruktion in dem fast 2.000 Euro teuren Plaste-TecTower, das Leuchtmittel, der Gastank von Witte van Moort
Bin gespannt, was da noch kommt., aber jedenfalls haben wir nichts mit den unangenehmeren anfänglichen Unpässlichkeiten vieler Weißware-Fahrern zu tun.

November 2015 – Fazit

Fazit nach nun 90 Tagen wohnen und 9.800 km

Es ist immer noch unser Traum-Wohnmobil! Wir, oder ich alleine lebten nun 90 Tage in dem Bimobil, lebten hier drin bei Temperaturen von 38 – 5 Grad. Alles, was wir uns zuvor ausgedacht hatten, war so wie wir uns es vorgestellt hatten. Wir genossen den riesigen Raum wie in einem 10m-Liner, die Autarkie, die Isolation, die uns vor Hitze und Kälte gleichermaßen schützte.
In dem Mobiliar sind wir immer noch verliebt. Wir sind ein wenig Schotter und holprige Straßen gefahren, durfte hier und da auch einmal den Allrad einsetzen, da knarrt und ächst nichts. Der Sprinter zieht die 5 Tonnen locker durch und Berge fahren hat durch den kurzen Radstand fast was von GoKart.
Für die Unpässlichkeiten der Zulieferer wie Witte van Moort oder Dometic kann Bimobil nichts. Was ich anders machen würde: Den Dometic TecTower würde ich nicht mehr nehmen, so toll die Kombi in der Praxis auch ist. Für mich zuviel Plaste zu billig zusammengeschustert und deshalb für zuviel Geld, da würde ich eher zu etwas Stabilerem raten und über eine andere Backofen-Lösung nachdenken. Mal sehen, wie der zukünftig die Rüttelpisten aushält, wenn der kaputt geht, verbaue ich etwas Anderes  🙂
Zu den Billigfenstern und Luken gibt es eigentlich keine Alternative, es gibt kein Dazwischen. KCT-Fenster sind erste Sahne, allerdings sehr sehr schwer, der Lichteinlass ist auch kleiner und die Kosten dann richtig Geld, für ein kleines Fenster kann man gut 2.000 Euronen einplanen. Auch auf das große Heki und den super Turbo Vent würde ich nie und nimmer verzichten wollen, auch wenn ich die Teile für überteuerten Plastekram halte. Ich habe noch keine Alternativen gefunden…
Die Fragen kamen auch auf uns zu: Warum keinen Bocklet etc.? Einige Dinge sind bei Anderen teils besser gelöst, stehen Neuerungen offener gegenüber als Bimobil, allerdings hätten wir für unser Gefährt noch mal gut 40 – 60.000 drauf gelegt, dafür kaufen sich Andere ein Wohnmobil und das ist nicht mehr unsere Gehaltsklasse.
Aber auch Bimobil realisiert fast alles was man möchte, hier muss man nur eher selber wissen was man will und die Ideen mitbringen. Auf die Idee einer sinnvollen Abwasserentsorgung, oder dass man die Tanks mit nur ein wenig Gefälle verbaut, sowie unsere Ideen mit dem Energieschrank, WLAN, Moniceiver, Kocher kommen sie nicht von alleine.
Wie gesagt, unser Bimobil ist immer noch unser Traummobil, ohne dass wir noch groß Hand anlegen müssen. Ich hoffe nur, dass die Kinderkrankheiten der Zulieferer ein Ende haben.

Januar 2016 – Wintertauglichkeit

Die Wintertauglichkeit war ja auch ein Kriterium für den Kauf des Bimobils. Aber wie macht es sich in der Praxis?
Zu Sylvester wurde es mit um 0 Grad und später leichtem Dauerfrost endlich einmal kälter. Ich mache es kurz, ja, das Bimobil ist winterfest, wenn es auch einiges zu Verbessern gibt. Der Zwischenboden wurde leicht temperiert, so, dass nichts einfrieren kann. Die dichte isolierte Türe zum Fahrerhaus stellte sich als genial heraus! Die gute Isolierung machte sich natürlich im Gasverbrauch bemerkbar, da die Truma 6 nur ab und zu ganz leicht die Temperatur über die 8 Austritte halten musste und deshalb auch ein angenehmes Raumklima herrschte. Der Gasverbrauch lag für Kühlschrank, Kochen, Warmwasser und Innenraumtemperatur von 20 Grad bei ca. 0,8 und später bei 1,2 kg/Tag. Eben deshalb war auch der Stromverbrauch sehr niedrig, mehr als max. 12Ah/Tag wurden für das Heizen bei Dauerfrost nicht benötigt.
Ich war überrascht, wie warm die Wände wurden, überhaupt keine Strahlungskälte, noch mehr war ich von der großen Klappe überrascht, deren Material ja dünner ist. Auch hier relativ warm und kein Kondenswasser.

Da Wohnmobile weniger für die Arktis gebaut werden, sind auch hier einige Kältebrücken zu verzeichnen wo sich Kondenswasser bildet. Eigenartigerweise bildete sich an den Alu-Trägern im Zwischenboden so gut wie kein Kondenswasser, aber an den Klappen für die Staufächer! Eigentlich logisch, da sie von einem Metallrahmen eingefasst sind und die Temperatur im Zwischenboden deutlich höher ist. Hier reicht es aber aus, einmal täglich mit einem Lappen rüber zu gehen und auch an den Boden denken!
Ebenso bildet sich am Alu-Rahmen für die große Ausstellklappe mit dem Fenster Kondenswasser. Nicht viel, aber hier sollte man auch einmal täglich mit einem Lappen rüber wischen.
Hier stopfe ich eine Schaumstoff-Wurst (keine Ahnung, wie man sie nennt) von ca. 1cm Dicke in den Zwischenraum zwischen Fenster und Rahmen rein. Die werden ansonsten als Füllmaterial für Fugen verwendet. Ganz verhindern kann man das wenige Kondenswasser nicht, aber minimieren. Bilder zum Vergrößern klicken…

Bild Isolierung Ausstellfenster Kondenswasser

Isolierung Ausstellfenster Kondenswasser

Bild Ausstellfenster

Isolierung Ausstellfenster

An den Dachluken bildet sich beim Kochen natürlich Kondenswasser, es ist absolut wichtig, hier dann für eine gute Lüftung zu sorgen. Überhaupt ist regelmäßiges Lüften ungemein wichtig, da das Wasser sonst nicht raus kann und sich überall niederschlägt, was kälter ist.
Aber alles Marginalien!

Was weniger eine Marginalie ist…

Es ist toll, im Gegensatz zur Weißware einen beheizten Alkoven zu haben. Hier entsteht aber Konstruktionsbedingt ein Problem: Der Heizstrang zum Alkoven ist relativ kurz, der zum Innenraum, erst recht Bad relativ lang. Das hat zur Folge, dass viel warme Luft in den Alkoven geführt wird, etwas weniger in in den Wohnraum, fast gar nichts in das Bad.
Wenn Morgens die Heizung an ging, wurden wir im Alkoven gebacken, der Wohnraum wurde auch muckelig warm, aber im Bad kam keine warme Luft mehr an. Das Bad wurde nur dann halbwegs beheizt, wenn alle Öffnungen für den Wohnraum geschlossen waren. Hatte ich das gemacht, wurden wir im Alkoven noch mehr gebacken…
Ich hatte da die Idee eines Schiebers für den Heizstrang zum Alkoven. Kurze Anfrage bei Bimobil wie das zu lösen ist und es kam gleich eine Antwort: Kommt vorbei und wir verbauen eine Strangsperre für den Strang zum Alkoven und zusätzlich ein Gebläse für das Bad.

März 2016 – Folierung / Wasserschaden

Folierung

In Hinblick auf unseren USA-Trip mit etlichen Schotterstrecken und gelesenen Erfahrungen in Bezug auf Steinschlagschäden in Foren, haben wir die Überstände des Aufbaus und die Motorhaube mit einer dicken durchsichtigen Folie bekleben lassen. Nur bei genauem Hinsehen kann man erkennen, dass die Bereiche foliert sind.
Sehr zu Empfehlen die Firma INTAX in Oldenburg, spezialisiert auf Folierungen, echte Profis, deren Kunden renomierte Unternehmen und Behörden sind.

Wasserschaden

Bimo aus dem Winterschlaf geholt, vorher hatte ich natürlich entwässert und doch hatte ich das Bimobil bei Inbetriebnahme unter Wasser gesetzt.
Hier muss ich wirklich mal Kritik an Bimobil richten: Ein Wohnmobil in der Preisklasse um 150K und dann bei Mehrkosten um vielleicht 20 Euronen sparen, da hätte ich eher auf die Flasche Sekt verzichtet, die garantiert teurer war 😮
Der Bericht dazu: Wasserschaden durch billiges Fitting >

Mai 2016 – Heizstrangsperre Alkoven

Wie oben beschrieben, wurde man im Alkoven gebacken, während das Bad nicht warm wurde. Wie sah das “Kommt vorbei…” aus?
Ich glaubte ja nicht daran, dass ein Gebläse für den Strang zum Bad etwas bewirken könnte, da die Luft ja erst mal mal warm werden muss. Also meinte ich, lasst das weg, der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum vermeintlichen Nutzen.
Was machen die Leute von Bimobil? Erst mal verbauen sie den Schieber komfortabel zu bedienen, dazu musste eine massive Verkleidung demontiert, bearbeitet und wieder fachmännisch montiert werden.
Anstelle des Gebläses hatten sie in einer spontanen Idee einen Bypass vom Strang des Alkovens zum Strang des Bades gelegt. Ist der Strang zum Alkoven zu, geht die Luft zusätzlich zum Bad, das könnte kein Zusatzgebläse besser leisten. In der Praxis konnten wir das gleich ausprobieren, funktioniert, erste Sahne, so soll es sein! Na also, warum nicht gleich so verbaut 🙂
Nun mag man über meine Feinfühligkeit diskutieren, ob das ein Mangel ist oder nicht, jedenfalls entstanden uns für die Arbeiten keine Kosten, immerhin hatten die Bimobilisten gut 2 Stunden gearbeitet, vom Material mal abgesehen…
…dazu bekamen wir noch einen Syphon als Ersatz für den Fall der Fälle für unseren USA-Urlaub, eine Platte als zusätzlichen Einsatz für den Kleiderschrank und noch Leisten für eine Sitzbankverlängerung. Danke, danke, vor allem an den Herrn Maurer für seine Hilfsbereitschaft!!!

Juli 2016 – Sitzbankverlängerung

Herunter geklappt

Herunter geklappt

Wie oben beschrieben und angekündigt, haben wir uns eine Sitzbankverlängerung gebastelt. Endlich können wir uns auch richtig lang machen und haben zur Not auch noch 2 zusätzliche Sitzplätze.
Bin richtig stolz, besser hätte das Bimobil wohl auch nicht hinbekommen. Sieht aus wie Serie auch Dank der Leiste, die uns Bimobil geschenkt hat. Wie wir das gemacht haben, könnt ihr hier nachlesen: …/sitzbankverlaengerung/

 

August 2016 – Es stinkt aus dem Grauwassertank

Aufgefallen war es uns manchmal im letzten Jahr, dieses Jahr wurde es denn recht nervig. Immer dann, wenn ich mal etwas zügiger durch die Kurven gefahren bin und wir die Fenster auf hatten, fing es im Wohnraum an zu stinken. Selbst wenn wenn die Türe zum Fahrerhaus dicht war, zog der Müffel unerträglich durch.
Den Geruch hatte ich sogleich erkannt, kannte ich von den Motoryachten. Das ist der Geruch von modrigem Grauwasser.
Da der Platz hier langsam eng wird, könnt ihr in meinem Bericht die Ursache nachlesen und wie wir Abhilfe geschaffen haben: Geruch aus dem Grauwassertank

September 2016 – Neue Fenster und Räder

20.000 km wurden nun voll gemacht, immer noch schnurrt der V6 wie ein Kätzchen, wär sonst ja auch traurig. Am Aufbau und der Technik null Ausfälle, immer noch knarzt nichts im Bimobil-Mobiliar.
Ich denke, das sind nun die letzten Modifizierungen:
– Anbringung einer Airline-Schiene in Stehhöhe um dort eine leichte Plane gegen Sonne oder Regen anzubringen. Wie vermutet, eine Markise taugt bei dem Bimobil nichts, die wäre zu hoch und böte kaum Schutz.
– Montage von VanGlas-Fenstern, siehe Bericht VanGlas-Fenster
– Umrüstung auf eine vernünftige Bereifung mit 215/85/16 Cooper AT3 Discover. Siehe Bericht Umrüstung Reifen

Januar 2017 – 22.500 km – Unerwartete 1. Inspektion

Da erwecke ich das Bimo mal zu einer Tour, was kommt, eine Fehlermeldung (7d)! Oh, Schreck, was ist das? In der Betriebsanleitung steht nichts, nur im I-Net hab ich die Lösung gefunden.
Kann Mercedes das bitte in der Betriebsanleitung klar und deutlich erwähnen und was es bedeutet?!
Die normalen Inspektionsintervalle liegen bei 60.000 km. Ich hätte nun nach zwei Jahren eh das Öl wechseln lassen, alleine wegen unserer USA-Tour. Die Meldung bedeutet schlicht, dass der Sprinter in die kleine Inspektion soll. Ab 30 Tage wird dann herunter gezählt, egal, ob das Fahrzeug bewegt wird oder nicht. Kosten: 189,- Euro mit Ölwechsel (12 L), Durchsicht…
Sage noch mal einer, Mercedes sei teuer 🙂

August 2017 – 43.500 km – Fenster undicht

Nach einem sicherlich starken Regen ergossen sich gut 1 Liter sichtbar Wasser ins Bimobil, wer weiß, wo noch hin.
Der Rinnsal, bzw. die sich bildenden Tropfen waren gut zu beobachten. Ich weiß ja nicht, nach etwas über zwei Jahren, ich kommentiere das mal nicht…

Undichtigkeit Fenster

Undichtigkeit Fenster

Fortsetzung folgt…

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