2008 – Island

Nach Jahren sollte es dann endlich einmal soweit sein: ISLAND.
Ein Bericht über unsere Island-Tour im Juni 2008 mit unserem Bully.

Eine Galerie findet ihr am Ende des Berichts!
Zur Video-Quali, so war sie halt vor Jahren 😉

Teil 1, zu den Färöern…

War Island früher zumindest für einen Menschen wie mich unerschwinglich, ist es heute auch für normal arbeitende Menschen erschwinglich.
Klar, ein Billigland ist Island immer noch nicht, aber es relativiert sich. Alles, was mit Dienstleistungen zu tun hat, ist schweineteuer.
Z.B. Essen gehen oder Tauchen…
… apropos Tauchen, wollten wir doch ein paar Tauchgänge an ein paar ausgesuchte Stellen unternehmen, haben wir doch verzichtet, da uns 260,- Euro für einen Tauchtag doch zuviel erschien.
Ja das Geld…
Eigentlich geht es, die Spritpreise und Lebensmittelpreise haben unser Niveau. Eine Ausnahme macht hier Geflügel und Fleisch. Die Campingplatzgebühren sind oft deutlich geringer als bei uns.
Überhaupt, müsste man hier für jede Sehenswürdigkeit Eintritt zahlen, auf Island ist es umsonst, was schert mich da, wenn ich für manche Produkte mehr zahlen muss.
Island kann man teuer oder günstig gestalten, wir überlegten ein paar Möglichkeiten:

– Fliegen, Gästehäuser und PKW
Relativ teuer durch die Gästehäuser und man kommt mit einem PKW nicht überall hin.

– Fliegen, Camping und Geländewagen
Wie soll man die Campingausrüstung transportieren? Die Geländewagen waren uns zu teuer. Ein Camping-4×4 kostet so viel am Tag wie eine Woche Malle!

– Fliegen, Gästehäuser/Hotels und Geländewagen
Dies ist nicht meine Gehaltsklasse! Wahrscheinlich die optimale Lösung, Camping nur im Notfall. Nur könnte ich für dieses Geld gut 2 Monate in Asien in Luxus schwelgen.

– Eigenes Auto mit Fähre
Dazu hatten wir uns dann entschlossen. Man kann all sein Gerödel mitnehmen, Essen muss man zu Hause auch und die Campinggebühren sind günstig. Mit unserem T4 konnten wir dann Dank Bodenfreiheit auch einige Straßen fahren, die einem PKW vielleicht verschlossen gewesen wären.
Einziger Nachteil: Zeit muss man haben! Letztendlich war dieser Urlaub günstiger, als etliche andere.

Gebucht hatten wir frühzeitig, um vor dem Saisonwechsel noch ein günstiges Wochendende zu ergattern.


Foto links: Küste Dänemark

Endlich war es dann soweit und wir fuhren bei Sonnenschein gen Dänemark. Abends ging es dann los um dann nach fast drei Tagen bei absolutem Schmuddelwetter die Färöer zu erreichen. Warum man hier für 3 Tage raus geschmissen wird und die Fähre zurück nach Bergen und Schottland fährt, erschliesst sich meinem Hirn nicht.
Klar haben wir uns schon auf der Fähre nach Campinplätzen erkundigt, Infomaterial liegt dort natürlich aus. Bloß, die Campingplätze existieren teilweise nicht! Ein Platz befindet sich beiSkalabatnur, schweineteuer und eigentlich nur ein Parkplatz, der Andere, einfach aber wunderschön gelegen mit tollem Ausblick in Eidi, ca. 60km von Torshavn entfernt und sehr günstig.


Foto links: Blick in den Fjord vom Campingplatz in Eidi

Es gibt Leute, die verbrinden dort sogar ihren Urlaub. Hätten wir nicht solch ein Mistwetter gehabt, doch, die Insel(n) haben was. Wildromatisch und unsagbar grün. Auffallend war die liebenswürdige Art der Bewohner.

Tipps: Wer Gummistiefel benötigt, unerlässlich für die Färöer und Island, direkt gegenüber vom Kai der Fähre befindet sich ein Laden, dort bekommt garantiert auch seine Stiefel. Jahre war ich auf der Suche nach Gummistiefeln in der Art von Treckingschuhen. Weder im Internet noch im Fachhandel wurde ich fündig, aber hier!
Vorsicht beim Geld tauschen! Genau planen, die Färöerischne Kronen kann man nicht mehr zurück tauschen!

Abends bei Schmuddelwetter ging es dann Richtung Island…
Geld braucht man auf Island ja auch, also habe ich auf der Fähre ein paar Euronen getauscht. Gott sei Dank nur 100 Euronen. Dort fühlte ich mich beschissen! Auf der Fähre habe ich gut 30% weniger Kronen bekommen, als bei Zahlung mit EC-Karte.

Teil 2, angekommen auf Island…

Tipp:
Man braucht nur ein wenig Bargeld für Brötchen u.s.w. Nahezu überall kann man mit EC-Karte zahlen. Ob Campingplatz, Tante Emma Laden oder Tankstelle. Wenn Bargeld benötigt wird, EC-Automaten finden sich in jeder Stadt oder größerem Einkaufsmarkt. Die Gebühren sind gering und abgerechnet wird zum Briefkurs.

Teil 3, Island…

Wieder bei Schmuddelwetter erreichten wir Island. Zunächst ging es über einen Pass (ca. 900m) von Seyðisfjörður nach Egilsstaðir. Hier wurden wir erst mal eingestimmt 😉
Kalt, Schmuddel und Schnee…
… mir taten all die Radfahrer und Mopedfahrer leid, die ja schon auf den Färöern leiden mussten.
Dahinter ging es dann und wir haben in Egilsstaðir erst mal eingekauft. Man muss nämlich wissen, dass nach Island lediglich 3 kg Lebensmittel eingeführt werden dürfen. Dort befindet sich auch einBonus-Markt, so eine Art Aldi auf Isländisch. Hier sind die Preise deutlich günstiger als in normalen Märkten.


Foto links: Jökulsarlon

Am nächsten Tag ging es dann über einen Pass Richtung Süden. Wir entschieden uns zuerst für den Süden, da im Norden das Wetter wohl ausgemacht mies war.
Wie hieß es so schön? Die Ringstrasse ist durchweg asphaltiert. War wohl nichts, gut 40 km Piste bei Schneefall und Schmuddel, der Bully sah vielleicht aus…
Hinter dem Pass hatten wir allerdings das beste Wetter! Als wir dann den Jökulsárlòn erreichten, erlebten wir den Gletschersee in einer unglaublichen Schönheit.

Nun würden hier all die Sehenswürdigkeiten folgen…
Aber ehrlich, steht doch eh schon alles im Netz, erst recht in den Reiseführern 😉
Also beschränke ich mich hier auf einige…

…Tipps:
Wie schon oben erwähnt, kein Geld auf der Fähre tauschen, Geldautomat…

Das Leben auf der Fähre ist teuer, der sog. DUTY-Free ist in meinen Augen Abzocke. Dort ist zwar alles steuerfrei, aber es werden Preise verlangt…
Mit Futter und Getränken eindecken!

In Kópasker, ein kleiner Ort an der F86 im östlichen Norden befindet sich ein kleiner feiner kostenloser Campingplatz.

In den heißen Quellen am Myvatn kann man wieder baden. Zwar immer nocht um 45º heiß, aber bei Schmuddelwetter genial.

Teil 4, Island…

Die meisten Hauptstraßen sind zwar asphaltiert, aber zu etlichen Sehenswürdigkeiten geht es über Pisten. Auch auf Hauptstrassen kommt es oft vor, dass eine zuvor gute Strasse in einer Piste endet. Zwar sind auch die oft mit PKW befahrbar, ist aber eine Tortur. Viele Sehenswürdigkeiten sind nur mit Geländewagen erreichbar.
Hier unterscheiden die Isländer: Geländewagen und Jeep…
Viele Geländewagen verdienen den Namen nicht, da es an Bodenfreiheit fehlt. Wer nicht wirklich mit einem Jeep unterwegs ist, sollte an einer geführten Exkursion in einem Geländebus teilnehmen.
Wir waren mit unserem T4 recht gut dran, lediglich das Hochland und so etwas wie dasLandmannalaugar waren für uns tabu. Wer mit eigenem PKW anreist, sollte zumindest über ein hochbeiniges Gefährt verfügen und die Specials mit dem Geländebus absolvieren.

Die Gelegenheit in Großen Städten zum Einkauf in Bonus-Märkten immer nutzen.

Keine Angst vorm Waschbrett… Als Waschbrett bezeichnet man Pisten, die sich durch manchmal tiefe Querrillen auszeichnen. Die Meisten, gerade PKW-Fahrer lassen es hier sehr langsam angehen. Aber, je langsamer, desto rüttel! Drauf aufs Gas, ab 80 geht nur eine Vibration durchs Auto 🙂
Aber Vorsicht vor dicken Steinen! Reaktion ist hier gefragt.

Deckt euch mit richtiger Kleidung ein! Sommerkleidung ist genauso richtig wie Regenkleidung und warme Sachen. Bewährt hat sich Funktionswäsche, sei es als Unterwäsche oder Oberbekleidung. Gummistiefel sind ein Muss, wer nicht über die richtigen Stiefel verfügt, in denen man auch mal etliche Kilometer zurücklegen kann, empfehle ich den Laden in Torshavn auf den Färöern (s.o)!

Fazit:
Island sieht mich wieder! Faszinierend, diese Natur zu spüren! Ich bin immer noch hin und weg…

 

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Ein Kommentar

  1. Vorab: habe meinen Namen geändert, weil ich mit dem neuen – und dem neuen Reisemobil momo – mich zukünftig im Netz häufiger austauschen will.
    Zu Island: kommt 2018 dran. Bis dahin wird sich bis auf das Wetter wohl einiges geändert haben, trotzdem sind Deine Infos aufschlussreich. Hier interessant, dass man mit einem Bulli wegen der Bodenfreiheit 21 cm weiter kommt, als mit Normal-PKW.

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