2007 – Südafrika

Dieser Reisebericht ist schon etwas älter und stammt noch von meiner alten Homepage. Die gegebenen Tipps sind allerdings immer noch aktuell. Dies war unsere erste Reise mit einem 4×4…

In den letzten Jahren tummelten wir uns vornehmlich in Asien zum Tauchen und Motorrad fahren. Irgendwie war uns nun nach etwas Anderem zumute, mal eine andere Landschaft, andere Tiere und Menschen.
Ein Ziel, auf man erst auf den zweiten Blick kommt…

Der Berichts behandelt ganz allgemeine Eindrücke und soll wichtige Tipps für einen geplanten Südafrika-Urlaub bieten.  Ich gehe hier insbesondere auch auf Aussagen in Reiseführern ein. Ich hatte teilweise den Eindruck, dass die Schreiber gar nicht dort waren 😉
Einen Eindruck über die Landschaften könnt ihr in der Galerie am Ende des Berichts gewinnen, Bilder sagen mehr als Worte…

Am Anfang stand die Planung:

Wir wollten individuell Reisen, aber auch nicht alles dem Zufall überlassen. So suchten wir einen Anbieter für individuelle Südafrikareisen.
Hier stießen wir dann auf die Website erlebe-südafrika.de und hatten auch gleich eine Reise ins Auge gefasst. Nur war uns die Zeitspanne zu kurz, wollten evtl. noch einige Stationen einbauen und hatten vor allen Dingen Fragen zu dem Fahrzeug.
Tja, so gehen einem die Geschäfte durch die Lappen…
Ich hatte den Eindruck, dass sie die Mail nicht wirklich erfasst hatten. Zurück kam eigentlich das gleiche Angebot, nur zeitlich länger. Auf unsere Fragen insbesondere des Fahrzeugs, einesBushcampers, wurde gar nicht eingegangen und es hieß, ist eh noch Zeit.
Wir wollten im Dezember nach Südafrika, dort sind dann Ferien und da sollte man früh buchen. Im März kann es schon knapp werden, insbesondere für einen Bushcamper. Zumindest für den 4×4, einigen Parks und Unterkünften stellte sich das auch als richtig heraus.
Die Unterkunftsmöglichkeiten in den Parks sind begrenzt und in den Ferienzeiten schnell ausgebucht.
So haben wir dann alles selbst in die Hand genommen und dabei noch gut 2.000,- Euro gespart.
Wir recherierten im Internet, tummelten uns in Foren und sorgten für input. Dann nahmen wir Kontakt zu den Game Reserves, Autovermieter, Campingplätzen u.s.w. auf.
Hier war ein Faxgerät unabdingbar, da das Internet nicht überall Einzug gehalten hat. Das wird heute wohl besser sein… 🙂

Zum Reisen benötigt man ein Fahrzeug, was nehmen?
Die Wahl des Fahrzeugs:

In den Reiseführern steht zumeist, dass alle Strassen auch mit einem PKW zu bewältigen sind. Nun ja, es hängt davon ab, was man machen möchte.
Die Straßen sind durchweg in gutem Zustand, abseits der Hauptwege Piste, Nebenstraßen können schon mal holprig sein. Auf jeden Fall, sollten ausreichend PS vorhanden sein, denn die Steigungen haben es teilweise in sich. Die würde man hier mit zig Warntafeln zupflastern 😉
In den Parks gibt es sog. Loops, kleine Schleifen zu Sehenwürdigkeiten. Hier finden sich oft Absätze in der Straße und man benötigt viel Bodenfreiheit. Das Gleiche gilt auch für Nebenstraßen und einige Pässe, die als Touristenstraßen ausgezeichnet sind.

Problematisch wird es bei Regen.

Tussen de Revieren

Tussen de Revieren

Da treten Bäche oder kleine Flüsse über die Ufer. Das Schlimmste ist der Boden: Ist er trocken, ist er hart wie Beton, bei Regen wird er erst glitschig, um sich dann in einen matschigen Acker zu verwandeln. Nebenstrassen und Pässe werden hier in kurzer Zeit unpassierbar.
Wenn irgendwo ein Schild steht difficult oder only 4×4, dann sind solche Strecken wirklich nur 4×4-tauglich und man sollte sich auf keine Experimente einlassen!
Wer nur Hauptziele, am besten in der Trockenzeit anfährt, der kann es mit einem PKW oder Kleinbus wagen.
Manche Veranstalter bieten zu meinem Erstaunen Wohnmobile an. Das für mich ungünstigste Fortbewegungsmittel! Damit kommt man nirgends hin und ist nahezu immer auf organisierte Ausfahrten angewiesen. Für mich die beste Art, sich den Urlaub zu versauen.

Sani Pass

Sani Pass

Wer wirklich etwas sehen möchte, dem bleibt wirklich nur ein 4×4! Nicht, dass man den Allrad wirklich braucht, ich habe ihn von 30 Tagen vielleicht 3x wirklich gebraucht. Es ist die Bodenfreiheit und der Sicherheitsgewinn auf schlüpfrigen Boden wenn es abwärts geht. Beim Bremsen blockieren schnell die Räder und das Fahrzeug wird unlenkbar. Im kleinen 4×4-Gang verteilen sich die Kräfte auf alle Räder, das Fahrzeug wird gebremst und bleibt trotzdem lenkbar.
Bei Reisen im Sommer ist ein anderes Fahrzeug als ein 4×4 wegen des Regens illusorisch!

Aber welchen nehmen?
Die Wahl des 4×4:
Da sich das preislich nicht viel tut, stehen zwei Möglichkeiten offen. Übernachtung im Guesthouse, B&B(Bed & Breakfeast) oder in Rondavels in den Parks und ein einfacher 4×4, oder ein 4×4 mit Campingausstattung und Übernachtung auf Campsites.

Hier wiederum hat man auch zwei Alternativen:

Ein 4×4 mit Dachzelt, die häufigste Form, oder einen Bushcamper (s. Bild links).
Der

Bushcamper

Bushcamper

Bushcamper ist etwas teurer, aber man genießt dafür den Comfort, dass man kein Gerödel hat. Der Aufbau ist wie ein kleines WoMo eingerichtet, alles hat seinen leicht zugänglichen Platz.
In trockenen Gegenden ist ein Dachzelt ausreichend, aber im Dezember…
Hätten wir den Bushcamper nicht gehabt, wäre ich ziemlich unglücklich geworden, denn wir hatten gut 10 Tage Regen!
Wichtige Tipps:
Im Alkoven befinden sich die Bretter für das Bett und wiegen ca. 100kg. Durch die Hebelwirkung schaukelt sich das Chassis ziemlich auf. Auf unwegsamen Strassen die Bretter auf den Boden legen und mit den Auflagen verkeilen. Dadurch verändert sich der Schwerpunkt und der 4×4 fährt sich ungemein angenehm, dies gilt auch für enge kurvige Strassen!
Reifen unterliegen durch die längeren Off-Road Strecken oder Pisten einem höheren Verschleiß. Schnell hat sich mal ein Steinchen irgendwo festgesetzt, wo es nicht hingehört und der Reifen verliert Luft.
Unbedingt täglich, auch nach Ubernahme den Reifendruck überprüfen und darauf achten, dass die Schutzkappe für das Ventil noch vorhanden ist!

Das Auto ist ausgesucht…
Die Wahl des Vermieters:
Man besuche einige der Südafrika-Foren, wo sich die Leute mit ihren Erfahrungen austauschen und besuche die Webseiten der Anbieter. Um wirklich vergleichen zu können ist es ein unbedingtes MUSS, neben dem Angebot auch die Miet- und Versicherungsbedingungen zu lesen!
Das Nichteinhalten von Geschwindigkeits-, sonstiger Beschränkungen oder Auflagen kann je nach dem teure Folgen haben.
Die Unterschiede sind teilweise gravierend. Billige stellen sich dann oft als teuer heraus und scheinbar teure als gar nicht so teuer.
Teilweise muss für die Campingausrüstung bezahlt werden oder die Ausstattung wie Wagenheber, Tank, Reifen usw. ist nur auf das Notwendigste beschränkt.
Für uns kamen da also nur britz.com oder africamper.de in Frage.
Britz bietet eine Vollversicherung aber mit sehr hocher Selbsbeteiligung an, bei Africamper kostet die Vollversicherung nur einen Bruchteil, wobei aber Schäden an den Aufbauten selbst zu tragen sind.
Unter dem Strich war Africamper  deutlich günstiger. Wissen muss man, dass man für Reifen und Glasschäden selber haftet!
Im Preis enthalten ist eine komplette Camping- und Sicherheitsausrüstung wie großer Wagenheber, Kompressor, 140l-Tank, 2 Reservereifen usw.
Die Fahrzeuge sind recht neu, das wird wohl auch alles für Britz gelten.

Endlich haben wir unser Auto…
Der Verkehr:
Es herrscht Linksverkehr, ist klar. Zumindest ich bin damit gut klar gekommen, es bedurfte nur wenige Kilometer der Eingewöhnung. Ich hatte später zu Hause mehr Probleme, mich wieder an den Rechtsverkehr zu gewöhnen.
Dichter Verkehr herrscht in den Metropolen oder kleineren Städten an Einkaufstagen. Ansonsten kann man sich eines entspannten Fahrens erfreuen.
Wahrscheinlich liegt es an dem Naturell der Südafrikaner. Diszipliniert, keine Agressionen, eher ruhig und trotzdem ein forscher Fahrstil. Langsame Fahrzeuge bewegen sich automatisch auf dem Seitenstreifen, ohne dass vorher gedrängelt wurde, womit sich der Überholer mit einem kurzen Anschalten des Warnblinkers bedankt.
Überhaupt scheinen die Verkehrsteilnehmer mehr für den Anderen mitzudenken. So benutzt manch einer den Seitenstreifen, damit der Gegenverkehr überholen kann. Das Prinzip “Berg- vor Talfahrt” funktioniert dort im Gegensatz zu hier wie selbstverständlich.
Dann ein System, welches hierzulande in das Chaos führen würde: Die meisten Kreuzungen haben für jede Straße ein Stop-Schild. Hier hält auch jeder und Vorfahrt hat der, der als erster da war. So werden selbst bei dichtem Verkehr die Kreuzungen schnell wieder frei.

Zeit, um auf den Menschen einzugehen…
Der Südafrikaner:

Hirte

Hirte auf dem Sani-Pass

Berichte sind zwangläufig subjektiv. Betrifft es Menschen, dann ganz besonders. Eigenschaften sind nicht wertend zu verstehen, ich schildere lediglich, wie ich es empfunden habe.
Ich möchte hier nicht auf die schwierige Geschichte Südafrikas eingehen, aber sie war wohl sehr prägend. Die Apartheid ist längst abgeschafft, jedoch lebt sie weiter. Man findet kaum gemischte Gruppen, geschweige Pärchen.
Gerade im Süden haben es einige Schwarze geschafft, es zu einem bescheidenen Wohlstand gebracht zu haben, ansonsten lebt der größte Teil in Armut. Die ärmsten der Armen leben in Hütten ohne Strom und Wasser, wo selbst dies noch jeder Beschreibung spottet, eingepfercht in eine Art Lager.
Man kennt sie unter den Namen Townships, aber es gibt sie eigentlich in jeder Stadt.
Um zu überleben stehen diese Menschen täglich mit dem Rücken zur Wand. Hieraus resuliert natürlich auch die hohe Kriminalitätsrate. Von daher hielten sich unsere Kontakte mit Schwarzen, bis auf wenige die den Absprung geschafft hatten, eher in Grenzen.
Unter den Weißen scheint es auch ein paar Unterschiede zu geben, so wie mit den Friesen und Bayern 😉
Das mag auch mit der Geschichte und der Abstammung zusammenhängen. Im Süden fühlte ich mich wie zu Hause, neben vielen netten Menschen wurde die Zahl der Ellenbogenmenschen deutlich größer. Im Norden vielen mir deutlich einige Verhaltensweisen auf, die ich als sehr angenehm empfand und auch hier vermisse.
Rücksichtnahme und Freundlichkeit sind nur einige der Tugenden. Da wird einem die Tür aufgehalten, kein Kampf um den Platz auf dem Bürgersteig. Das Territorium des Anderen wird hier mit Respekt behandelt. Auffallend die Sauberkeit allerorten. Saubere Toiletten, nirgendwo Abfall.
Dies ist wohl auch ein Grund, warum das System mit den Stop-Straßen so gut funktioniert. Selbst Kinder begann ich wieder zu mögen 😉
Auch sie haben beim Spielen natürlich ein wenig gelärmt, aber anders als hier. Kein Gequäke, Gemotze oder andere Dinge, die einem schlicht auf den Senkel gehen können. Kinder, sie sich noch ohne Computer oder sonstigen Schnickschnack selbst beschäftigen, spielen und toben können.
Kennt jemand eigentlich noch schlanke Menschen? Ich glaube, mir ist kein dickes Kind und kaum ein Erwachsener aufgefallen. Das Auge gewöhnt sich ja, aber das fällt einem im Vergleich zu uns doch auf, wie verfettet und verkorkst unsere Gesellschafft doch geworden ist 😉
Dieser Typ Mensch ist ein wenig härter als der durchschnittliche Europäer. Kinder laufen nur Barfuß herum, unternehmen selbst Wanderungen von 20km Länge Barfuß! Familien, die selbst mit einem Säugling auf dem Rücken Flüsse überqueren.
Wahrlich ein anderer Schlag…
Wenn ein Südafrikaner bezüglich Wanderweg oder Straße meint: Easy…, bedeutet das für uns Action…
Ebenso mit vorsicht sind die Beschreibungen von Wanderwegen auf Karten und in Reiseführern betrachten. Steht dort was von Stone hopping über Flüsse, ist nicht immer gewährleistet, dass man dort auch herüber kommt. Zumindest nicht im Sommer oder wenn man eine teure Fotoausrüstung dabei hat, die man nicht wasserdicht verpacken kann.

Die Landschaft:
Dachte ich voller Vorurteile, Südafrika sei eher braun, karg und heiß, weit gefehlt. In diesem Land, drei mal so groß wie DE, ist landschaftlich die ganze Welt vereint. Wüste, Dschungel, plattes Land und Hochgebirge, alles ist vertreten und die Landschaften wechseln manchmal von einer Straßenseite zur Anderen.

Das Klima:

Sonnenbrand

Sonnenbrand

… ist so abwechlungsreich wie die Landschaft. Die Winter sind eher trocken und kalt, die Sommer warm und mit Regen. Allerdings kommt es darauf an, wo man sich gerade befindet.
Im Stau der Berge regnet es natürlich mehr, in der Karoo ist es ganzjährig trocken. Nicht selten sind Temperaturstürze wie im Kruger erlebt. Gerade noch 38 Grad, 6 Stunden später nur noch 17 Grad und Regen.
Das Wetter ändert sich teilweise innerhalb weniger Kilometer.
Manche meinen, für die Tierbeobachtung sei der Winter die beste Reisezeit, da sich dann nicht so viel Grün an den Bäumen und Büschen befindet und sich die Tiere zumeist an den Wasserlöchern aufhalten.
Da mag was wahres dran sein, nur, ich mag grün und wenn man all die blühenden Pflanzen sieht, wirkt die Landschaft auf mich noch imposanter. Was die Zahl der Tiere angeht, so konnten auch wir wirklich nicht klagen, es reichte für mehrere Safariparks und Zoos.
Da insgesamt gemäßigtes Klima vorherrscht, ist dies wohl auch eine Sache des Geschmacks.

So sollte die richtige Kleidung nicht fehlen! Lange und kurze Hose, Sweatshirts, T-Shirts, feste Schuhe, Regenkleidung…
Ich empfehle das Aufsuchen eines Outdoor-Ladens! Bewährt haben sich Funktionshosen und Shirts.

Von der Sonne her bin ich so einiges gewohnt, dachte ich…
Jedoch habe ich so etwas von Strahlung noch NIE erlebt, selbst in Asien nicht! Auch wenn es bewölkt ist, ist die UV-Strahlung immens!
An einigen Tagen war die Luft so klar, dass der unbewölkte Himmel dunkler als die Landschaft war. Meine Fotos wirken manchmal getürkt!
Entsprechend war die Strahlung und obwohl ich meinen Hut die meiste Zeit auf hatte, war dies die Folge, s. Bild links.
Es gibt kaum einen Südafrikaner, der nicht ohne Hut geht, selbst Schwarze beschmieren sich das Gesicht mit Erde um sich vor der immensen Strahlung zu schützen.

Alles Gute…
Die Gesundheit:
Steht in den Reiseführern, dass die medizinische Versorgung gut ist, haben die Schreiber offensichtlich nur den Süden besucht. Ausserhalb der großen Städte findet man so gut wie keine Ärzte, aber na gut, 100km fahren ist ja auch nichts…
In die Reiseapotheke gehört natürlich das Wichtigste wie Schmerztabletten, Verbände, Pflaster, Durchfallmittel usw.
Impfungen: Tetanus ist obligatorisch, Hepatitis, falls man mal in ein Krankenhaus muss, Tollwut, falls man sich oft im Freien unter Tieren aufhält.
Der Nordosten ist im Sommer Malariagebiet. Die Meinungen gehen auch unter Ärzten auseinander, ob man Impfen oder eine Akutbehandlung durchführen sollte.
Wir wählten das Mittel Malarone, da dies keine Nebenwirkungen zeigte und haben es dann nach einer Woche abgesetzt. Wir hielten uns etwa 5 Tage in Malariagebiet auf.
Informiert euch bei einem Tropenarzt! Ansonsten sollte man Stiche vermeiden, das ist der beste Schutz. Lange Kleidung, keine Deos oder Parfüms und ein Repellent!
Wichtig: Benutzt ein Parfümfreies Duschgel! Eine Mückenplage haben wir übrigens nicht festgestellt, kein Vergleich zu uns im Sommer oder gar Skandinavien.

Allmählich bekomme ich Hunger…
Das Essen/ Einkaufen:
Überall befinden sich Supermärkte. Im Norden/ Nordosten ist die Auswahl bis auf Grundlebensmittel recht knapp, je weiter man Richtung Süden und Städte wie Durban, Elisabethtown usw. kommt, wird das Angebot umfangreicher.
Zu den Supermärkten gesellen sich dann riesige Malls mit einem schier unerschöpflichen Angebot. Wer seine Südafrika-Tour z.B. von Kapstadt aus beginnt, sollte sich hier mit allem eindecken, was man so braucht.
Wurst, Schinken oder Käse wird man später kaum noch bekommen. Auch sollte etwas an Klamotten oder Ausrüstung fehlen, hier bekommt man alles zu günstigen Preisen.
Fleisch gibt es natürlich überall in Massen 😉
Selber kochen lohnt sich eigentlich nicht, Essen gehen ist unwesentlich teurer. Herrliche diese Pies, die es an nahezu jeder Tankstelle gibt. Gefüllt mit Steaks, Gemüse oder Chicken…

Wer soll das bezahlen…
Die Preise:
Ich nenne mal keine Preise, da diese nach ein paar Jahren wahrscheinlich überholt sein werden. Ich beschränke mich auf Vergleiche.
Die Lebensmittelpreise bewegen sich in etwa auf unser Niveau, wobei Fleisch spottbillig ist, und Milchprodukte, außer der Milch selbst, recht teuer.
Spirituosen oder eine vollständige Mahlzeit bekommt man zum Preise einer hiesigen kleinen Pizza. Bier oder andere Erfrischungsgetränke im Supermarkt zum Lidl-Preis oder noch günstiger.
Getränke im Restaurant erfahren vielleicht einen 20%igen Aufschlag. Für ein Glas Wein könnte sich hier ein Raucher gerade mal 5 Zigaretten kaufen.
Apropos Zigaretten, die kosten dort ein Viertel des hiesigen Preises.
Der Sprit erfährt vielleicht einen 15%igen Aufschlag zum Warenpreis, sprich, hier bekäme man noch nicht einmal eine Kugel Eis dafür.
Die Übernachtungspreise für Chalets oder Campingpreise liegen bei der Hälfte des Preise in DE bei doppelt so großem Komfort!

Die Eintrittsgelder für die Parks bewegen sich in etwa in Höhe für eine Übernachtung auf einem Campingplatz. Bei kleineren in Höhe für ein Glas Wein in Südafrika.
Unbedingt zu empfehlen ist die Wild-Card von San-Parcs, die kostet rund 12 große deutsche Pizzen, dafür gewährt sie kostenlosen Eintritt für die Familie in vielen Parks, wie Kruger, Hluhluwe usw.
Teilweise erhält man auch bei anderen Firmen einen Nachlass. Die Kosten für die Karte hat man ruckzuck erwirtschaftet!

Kurz, der Euro ist dort gemittelt fast das Doppelte wert.
Was den Urlaub teuer macht, ist der Flug und die Leihwagenmiete, je nach dem, welche Lösung man wählt.

Die Kosten dieses Urlaubs für 2 Personen, inkl. Flüge, Bushcamper, Übernachtungen, Eintrittsgelder, Essen, Sprit, also jeder dort ausgegebene Euro:
Ein guter gebrauchter Kleinwagen…

Was gibt es sonst noch…
Sonstige Tipps:
An Tankstellen wird bedient und wie früher die Scheiben gereinigt, Luft geprüft…
Die Südafrikaner tanken öfter, damit ihre Scheiben gereinigt werden 🙂 Natürlich gibt man dann ein Trinkgeld, davon leben die Leute.

Küche

Küche im Mkuze NP

Die Campingplätze sind super ausgestattet, davon könnten sich die Europäer mit ihren Freudenhauspreisen mal ne Scheibe abschneiden.
Toiletten und Waschräume wie in einem Hotel, Kochstellen oder sogar Küchen und das ganze absolut sauber und großzügig angelegt.
Die Grillplätze sind obligatorisch, ein Südafrikaner der nicht grillt, den gibt es nicht. Grillen ist Gesellschaftsgut.
Von daher findet man Grillplätze auch auf jedem Rastplatz.
(Bild: Küche im Mkuze)

Geld bekommt man an jeder Ecke, Tankstelle oder Restaurant mit EC-Karte. Die Gebühren hierfür sind günstiger als in DE!
Bei den mit Mini gekennzeichneten Automaten bekommt man nur 1.000 Rand, ansonsten bis 3.000 Rand.
Eine Kreditkarte benötigt man zum Leihen eines Fahrzeuges, ansonsten kann man darauf verzichten.

In Restaurants wird man zum Tisch geleitet, teilweise empfiehlt sich eine Reservierung.

Autokarte in DE besorgen, dort bekommt man keine !? An Tankstellen kann man teilweise Detailkarten über Parks mit Infos erstehen, zu empfehlen.

Von einer erhöhten Kriminalität haben wir nichts gespürt, will aber nichts heißen. In gewissen Gegenden würde ich aber bestimmt nicht alleine herum laufen.
Wenn man die Ghettos der Ärmsten sieht und nicht weit entfernt die protzigen verbarrikadierten Häuser der Weißen, da glaube ich gerne, dass es da schnell zu Übergriffen kommen kann.
Nicht ansprechen lassen, in der Nähe von Townships nicht anhalten, keine Wertgegenstände zur Schau stellen, ohne Führer kein Besuch der Townships, nie den Autoschlüssel stecken lassen, auch wenn man mal nur kurz das Auto verlässt.
An Touri-Orten ist fast überall ein Sicherheitsdienst. Hier, in den Innenstädten und in den Parks sehe ich weniger eine Gefahr. Nicht mehr, als bei uns 😉

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Kommentar verfassen