Wohnmobil Motorradtour Eggegebirge Harz Weserbergland

Tourdatum: Juni 2015

Auf unserer Saterland-Tour hatten wir uns ja unseren Heckträger für das Motorrad und die Luftfederung einbauen lassen. Nun kam die Testfahrt mit dem Heckträger und wie sich der Transport händeln lässt. Schon jetzt kann ich sagen, gut, dass wir die Luftfederung haben einbauen lassen. Hing er Aufbau ja so schon leicht durch, hätte das Fahrwerk das Zusatzgewicht mit dem Motorrad kaum verkraftet. Wirklich Mercedes…

Sinn dieser eineinhalb Wochen war es, wie es denn so ist, mit einem Motorrad hinten drauf die Welt zu erkunden. Mal ein paar Tage irgendwo bleiben und mit dem kleinen Möp kleinste und kleine Straßen zu befahren. Endpunkt irgendwo im Harz oder einfach mal überraschen lassen, wo wir denn landen.

Wir von unserer Saterland-Tour das Bimo wieder startklar gemacht. Neue Vorräte rein, aufgetankt und die Ducati hinten drauf gepackt.

Wardenburg

U. musste ja noch bis 20:00 Uhr arbeiten, aber irgendwie wollen wir aus unserem BiMo nicht mehr raus. Das Moped zum ersten Mal auf den Heckträger gepackt, also das müssen wir noch üben. Unter den Mopeds zwar ein Leichtgewicht, aber 180 kg sind es halt immer noch. Aber den Dreh kriegen wir schon raus. Jedenfalls ging das Runterfahren schon gut.
Also nur ein paar Kilometer bis Wardenburg südlich von Oldenburg gefahren. Hier befindet sich in der Keilstraße neben dem Wohnmobilhändler Freese ein kleiner Stellplatz für 5 Wohnmobile. Beim Händler ist auch eine Entsorgung möglich.
Das ist ein steiniger Platz mit Rasen und man blickt auf den unmittelbaren kleinen, toll bewachsenen See. Ein kleiner Spaziergang vermittelt etwas von sumpfigem Dschungel.

Stellplatz
Foto DigiMik Stellplatz Wardenburg

Der kleine See
Foto: DigiMik - Kleiner See Wardenburg

Bad Salzuflen

Wir Morgens zunächst einmal bei der RWG auf die Waage, einfach neugierig, was das Bimo nun so auf die Waage bringt. Reisefertig mit uns und vollen Tanks, Fahrräder, mit allem Gerödel wie Stühle, Kabel, Werkzeug, Kisten, Wäsche für zwei Wochen, einen Berg Lebensmittel, eltliche Liter an Bier, Wein und Milch sowie die Motorrad-Klamotten. Au weia, das läppert sich 🙂

So ziemlich knapp 5 Tonnen und 3.350 kg auf der Hinterachse, tja, da bleibt nicht mehr viel 😉
Wenn wir die Paddelboote und das Tauchgeraffel mittig laden, sind wir auf der Hinterachse ausgereizt.

Bad Salzuflen ist ein kleines Städtchen am Rande des Eggegebirges, hier hatten wir einen Stellplatz vorreserviert um am nächsten Tag die Therme aufzusuchen. Hätten wir aber nicht gebraucht, denn es immer etwas frei. Der Weg zur Therme ist von hier gerade mal 5 Minuten.
Wenn wir nicht schon eh Urlaub hätten, würde ich sagen, das ist wie Urlaub. Die Therme ist einfach großflächig wunderbar angelegt. Entspannung pur!
Das Bad mit Thermen und Sauna ist weitläufig großartig angelegt, hat was von Erlebnispark. Im Gegensatz zu vielen anderen Bädern ist es hier relativ ruhig, offensichtlich sind die Wände und Decken behandelt, damit der Schall nicht so reflektiert wird. Das ist schon ein grandioses Erlebnis, sich einfach auf das Wasser zu legen. Man muss echt aufpassen, nicht einzuschlafen.

Hildesheim

Weiter ging es über Nebenstraßen und teils an der Weser vorbei nach Hildesheim.

Weser bei Großenwieden
Foto: DigiMik Weser

Hildesheim wurde im 2.Weltkrieg recht ausgebombt, jedoch wurden einige Häuser und Häuserzeilen wieder völlständig restauriert. Hildesheim wird von einem Grüngürtel durchzogen, hier befindet sich auch am Hohnser See der schöne Stellplatz im Grünen für 5 Wohnmobile. VE oder Strom ist nicht vorhanden.

Stellplatz Hohnser See
Foto: DigiMik Stellplatz Hohnser See

Foto: DigiMik Stellplatz Hohnser See

Der Grüngürtel am Hohnser See ist sehr natürlich belassen worden. Teiche mit umgestürzten Bäumen, Seerosen und Reiher, die auf Bäumen nisten.

Teich im Grüngürtel am Hohnser See
Foto: DigiMik Teich am Hohnsener See

Hinterer Brühl
Foto: DigiMik Hinterer Brühl

Foto: DigiMik Hinterer Brühl Hildesheim

Wolfsburg

Diese Zwischenstation diente alleine zum Besuch eines Freundes zur Geburtagsfeier. Unterwegs hatten wir durch Zufall einen Parkplatz inmitten einer Wildnis gefunden.
Die Zufahrt führte einen Schotterweg hinunter und am Ende tat sich eine unglaubliche Landschaft auf. Einzelne Seen mit Schilf und umgestürzten Bäumen, umrahmt mit Wald aus Birken, Nadelgehölze, Eichen und Weiden, einfach nur grandios.
Endlich konnte ich mal das hohe Fahrwerk des Sprinters ein wenig ausnutzen, allerdings den Allrad brauchte ich noch nicht 🙂
Den Platz hatten wir gleich gespeichert, hier werden wir zurück kommen, hiermit kommt kein Stellplatz mit. Dass es so etwas noch gibt und bitte habt verständnis, dass ich diese Position nicht öffentlich mache.

Die Zufahrt, das erste Mal auf Abwegen, aber harmlos…

Unbekannter Parkplatz in der Wildnis
Foto: DigiMik Wildniss

Foto: DigiMik Freier Stellplatz in der Wildnis

Lautenthal – Harz

Nach der Party ging es dann in den Harz. Da das Wetter ganz nett war, schnell die Ducati runter und U. ist dann mit dem Moped los und hatten uns auf dem Stellplatz in Lautenthal getroffen.
Die Entladung und Beladung der Ducati klappte jetzt schon besser, noch zwei Mal, dann ist da Routine drin und es geht rapp zapp.

Der recht preisgünstige Stellplatz mit VE und Strom ist großzügig angelegt, direkt an der Innerste.
Wir zunächst einen 5km Spaziergang die Berge hoch, weil, es ging zum XXXL Harzer Schnitzelkönig, vorab ein paar Kalorien verbrennen 😉
Also die Schnitzel sind der Wahn, kaum vorstellbar, ein 1 KG Schnitzel und das in zig Variationen, ein Besuch ist schlicht ein Muss!
Schon jetzt zeichnete sich Schmuddelwetter ab, unsere Harz-Tour mit der Ducati fiel nun ins Wasser 🙁

Stellplatz Lautenthal
Stellplatz Lautenthal

Stellplatz Lautenthal

Mardorf – Steinhuder Meer

Wie vermutet, das Wetter hat umgeschlagen, nur Pladder. Wir also wieder Richtung Nordwest zum Steinhuder Meer. Den ganzen Tag hat es nur Gepladdert, hier aber etwas weniger.
Haben wir Sommer oder was? Hier war völlig der Hund verfroren, aber kein Wunder bei dem Wetter. Wir noch einen kleinen Spaziergang am Steinhuder Meer gemacht, aber klar, dass wir wieder eingesaut wurden. Da das Wetter ja etwas besser werden sollte, sind wir noch einen Tag geblieben um eine kleine Fahrradtour rund um dem See zu machen.
Der großzügige Stellplatz Mardorf auf einer Wiese ist sehr ruhig gelegen, hat VE, Strom und ist recht preisgünstig, nur der Strom ist teuer. Gut, dass uns Strom nicht interessiert 🙂

Stellplatz Mardorf mit unsäglichem Gepladder
Stellplatz Mardorf im Pladder

Steinhuder Meer am Abend nach dem Regen
Foto: DigiMik Steinhuder Meer

Großenwieden – Weser

Mensch, das Wetter ging ja, sogar die Sonne kam raus. Da ist die Dusche zwischendurch schon fast nebensächlich. Wir unsere Räder gepackt und um das Steinhuder Meer gefahren. Grandios die Landschaft, Ursprünglicher Wald wechselt sich ab mit Moor. Eine nette kleine Tour von 30 km.

Mittags sind wir dann weiter nach Großenwieden an der Weser,  in der Hoffnung, dass das Wetter besser wird. Na ja, wir hatten immer wieder eine Dusche. In Großenwieden ist ein netter kleiner Stellplatz für ca.5 Wohnmobile ohne VE oder Strom. Total romantisch gelegen mit einer tollen Aussicht auf die Weser. Hier bleiben wir erst mal und sehen, was der morgige Tag bringt.

Stellplatz Großenwieden
Stellplatz Großenwieden

Großenwiedenmit Kuh

Der heutige Tag begann grau in grau und kalt, aber trocken. Wnigsgtens etwas, also die Räder aufgeklappt und die 20 km nach Hameln. Hameln besticht durch eine wunderschöne Altstadt mit Fachwerk.
Da mein Arm ja immer noch kaputt ist, reichte das. Wir unsere Räder wieder zusammengeklappt und mit dem Bus zurück nach Großenwieden. Der Fahrpreis war echt ein Witz!

Unterwegs nach Hameln
Kastanie

U. hatte immer noch Hummeln im Hintern und ist noch mal mit der Ducati los. Da ich mit meinem kaputten Flügel keine Lust hatte und es nicht wirklich warm war, entschloss ich mich, einfach diesen kleinen Bericht weiter zu schreiben und den Grill vorzubereiten. Egal was für ein Wetter, heute wird gegrillt, das 400gr. Rumpsteak freut sich schon.
Beim Schreiben drückte sich die Sonne weiter durch und ich erst mal die Hummel ausgepackt, ich finde, die Welt sieht von oben einfach anders aus. Ich Blödmann hatte auf Kamera gedrückt, nicht auf Video, so kann ich leider kein Video einstellen, Manno…

Wider jeder Erwartung und und Wetterbericht war das Wetter am nächsten Tag einfach nur Spitze! Also die Ducati gesattelt, noch einen Tag geblieben und eine kleine Tour über das Weserbergland gedreht. Ist schon ein komisches Gefühl, hinten drauf zu sitzen, aber U. kann das ja… 🙂

On Tour
On Tour

Wieder Bad Salzuflen

Das Wetter war nun schon fast bestehend schön, trocken und die Sonne lugte ein wenig durch das Grau. Die nächsten Tagen sollten ja wieder platschnass werden, also entschossen wir uns, wieder nach Bad Salzuflen zu fahren um die Therme mit dem Solebad zu besuchen, welche meinem kaputten Flügel zuvor so gut getan hat.
Ich musste wieder das BiMo bewegen, während U. sich auf die Ducati geschwungen hat und dorthin die Kurven kratzen durfte. Nein, es kam kein Neid auf… 😉
Abends hatten wir dann unseren neuen Schnellkopftopf ausprobiert, Gulasch in 35 Minuten und das fast ohne Energie und geschmacklich ein Hammer!

Am nächsten Morgen erst mal ins Solebad, es war wieder mal herrlich! Mittags sind wir dann weiter nach…

Stolzenau an der Weser

U. wieder mit der Ducati ich mit dem BiMo…
Liest man bei Promobil, sind die Kritiken über den Stellplatz teils recht mies. Ich verstehe das nicht, der ist mehr als preisgünstig, direkt an der Weser gelegen und nichts mit Staub. Klar, von der Hauptstraße dringt etwas Lärm rüber, aber weniger am Wochenende und hält sich auch so eher moderat.
Unmittelbar am Stadtzentrum gelegen lädt der zu einem kleinen Spaziergang ein und ist ein idealer Startpunkt für Radtouren.

Stellplatz Stolzenau Weser
Stellplatz Stolzenau Weser

Stellplatz Stolzenau Weser

U. hatte sich eine Schraube in den Reifen gefahren und nix davon gemerkt 🙂
Als wir die Ducati auf den Träger geschoben hatten, war der Reifen Platt. Gott sei Dank ist nichts passiert, das hätte auch übel enden können. Spricht auch für den Reifen mit guten Notlaufeigenschaften!

Schraube im Reifen
Schraube im Reifen

Am nächsten Tag ging es dann wieder Richtung Heimat…
Gut getimt, Nachmittags ging wieder der Pladder los.

Auch wenn das Wetter nicht immer prall war, war aber eine nette 1 1/2 Wochen Tour.
Ich schicke jetzt U. arbeiten, packe das BiMo und fahre wieder nach Bad Salzuflen um meinen Flügel zu regenerieren…

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