Utah Capitol Reef

… Capitol Reef, San Rafael Desert, Goblin Valley und Little White Horse Canyon

Vorheriger Bericht: Utah II Escalante National Monument

22.10.2017 – Cedar Mesa / Capitol Reef – 27 km

Die Beschreibung zur Burr Trail Road bis hierhin findet ihr ja im Vorbericht. Nachdem wir ja spontan entschieden hatten, in dieser tollen Gegend eine Nacht in der Wildnis zu verbringen, ging es heute in das Capitol Reef. Zuvor mussten wir die engen Serpentinen mit dem steilen Abstieg absolvieren.

Serpentinen

Serpentinen

Kehre

Kehre

Abstieg

Abstieg

Abfahrt ins Valley

Abfahrt ins Valley

Zwar ist die Piste relativ gut, aber die 5 Tonnen drückten schon gewaltig. Mit der Untersetzung hatte ich wenigstens ein wenig Motorbremse und so tuckerte ich den Hang hinunter.
Ich, denn Ulrike war das nicht geheuer, wirklich schwindelfrei ist sie nicht und so nah am Abgrund zu sitzen ist nicht ihre Welt. Sie ist dann die 1,5 km zu Fuß gegangen 🙂
Der Abstieg ist weniger abenteuerlich als er aussieht, wegen der Aussicht wäre ich aber auch lieber zu Fuß gegangen.

Unten sind wir dann in die Notom-Bullfrog Road Richtung Norden zum Hwy. 24 (50km) und Haupteingang zum Capitol Reef abgebogen. Die Piste ist weniger komfortabel und nahezu ein einziges sandiges Waschbrett.
Die straßenführung ist aber geil und führt durch ein farbiges Tal mit den irrsten Gesteinsformationen.

Da uns auch diese Landschaft mit den Panoramen so gut gefiel, stoppten wir halber Wege auf der free Campsite Cedar Mesa in der Wildnis, von wo wir noch den 8km Red Canyon Trail gelaufen sind.

Red Canyon

Red Canyon

Campground Abendstimmung

Campground Abendstimmung

23.10.2017 – Capitol Reef – 52 km

Wir sind die traumhafte Notom-Bullfrog Road weiter Richtung Norden zum Capitol Reef. Wider Erwarten waren die letzten ca. 20 km gut asphaltiert.
Die Zufahrt zum Capitol Reef hatte uns wieder die Sprache verschlagen.

Vom Campground aus hatten wir noch einen kurzen aber steilen 2,5 km Gang entlang des Freemont River zu dem Aussichtspunkt gemacht. Einfach grandios…

Wildlife am Campground

Wildlife am Campground

Capitol Reef

Capitol Reef

24.10.2017 – Capitol Gorge – 30 km

Ob der Eindrücke der letzten Tage und endlich einen staubfreien Platz zu haben, hatten wir beschlossen, hier ein paar Tage Urlaub zu machen 😉
Ganz relaxt die Gegend erkunden, das Bimo zu entstauben, alles wieder fetten, aus einem HT-Rohr ein Tool zum Öffnen des Wassertanks zu basteln um ihn zu reinigen und die Eindrücke der letzten Tage einfach mal sacken zu lassen.

HT-Rohr

HT-Rohr

Spät Nachmittags sind wir den Scenic Drive gefahren, also das ist schon imposant ander Abruchkante vorbei zu fahren. Vom Parkplatz am Ender asphaltierten Straße aus geht eine Piste ca. 3,5 km durch den Capitol Gorge, also das war wirklich der Hammer, mit so etwas hatten wir gar nicht gerechnet. Durch die enge Schlucht zu fahren, hatte schon fast etwas beängstigend.
Die Fahrt hindurch sollte man sich keinesfalls entgehen lassen!!

Capitol Scenic Bwy

Capitol Scenic Bwy

Capitol Gorg

Capitol Gorg

An die Längenbegrenzung von 27 ft. sollte man sich schon halten, da der Weg teils recht eng und kurvig wird. Mietmobilen bleibt der Weg meist verschlossen. Ansonsten lässt er sich recht gut fahren, wenn auch holprig.

Von dort hatten wir noch durch die Schlucht einen kleinen Gang zu den Water-Tanks gemacht, das sind Pools einer Wash in der Schlucht.

25.10.2017 – Grand Wash / Cassidy Arch – 11 km

Heute sind wir ca.2 km in die ebenso humpelige mit Absätzen versehene Grand Wash Road um von dort die Wanderungen zu den Narrows in der Grand Wash und den Aufstieg zu der Cassidy Arch zu unternehmen.

Grand Wash

Grand Wash

Cassidy Arch

Cassidy Arch

Die Wanderung zu den Narrows war schlicht erschlagend und die Wanderung zu der Arch bot auf dem steilen und abenteuerlichen Weg wieder Farben und Panoramen…

Vor 5 Jahren waren wir ja schon einmal im Capitol Reef und es hat bei mir eine Erinnerungslücke hinterlassen. Damals war wir auch nur den Scenic Drive gefahren, weil es so heiß war. Den Park muss man erlaufen und die humpeligen Wege fahren um die Schönheit zu erfassen!

26.10.2017 – Temple Montain (San Rafael Desert/Swell) – 106 km

Zunächst sind wir Morgens an den bunten Felsformationen die paar Kilometer zur Hickory Bridge gelaufen, eine recht große Arch.

Hickory Bridge

Hickory Bridge

Dann ging es den Hwy. 24 vorbei an Tafelbergen, bzw. Abrüchen und Canyons und skurrilen Landschaften grob weiter Richtung Moab. Einige Berge erinnerten eher an Burgen oder Städte als an Berge.

San Rafael Desert

San Rafael Desert

Castle

Castle

Ca. 30 km hinter Hanksville geht es links in die Temple Montain Road. Die sind wir durch bis zum Temple Montain und hatten hier genächtigt. Überall finden sich hier Plätze um einsam zu stehen.
Das ganze Gebiet ist durchzogen von Wegen und Pfaden, ehemalige Minenstraßen, ein Paradies für Jeeps, evtl. kleines! Ex-Wohnmobil oder ATV, um diese grandiose Landschaft zu erkunden.

Temple Montain

Temple Montain

Boondocking Temple Montain

Boondocking Temple Montain

27.10.2017 – Little Wild Horse und Bell Canyon – 27 km

Der Little Wild Horse Canyon wird zu einem Slot aus rotem Sandstein mit Formen wo sich der Herr Colani offensichtlich seine Anregungen geholt hat.

Little Wild Horse Canyon

Little Wild Horse Canyon

Little Wild Horse Slot

Little Wild Horse Slot

Der Bell Canyon ist dagegen völlig anders, er führt durch eine bunte und wilde Felslandschaft mit Löchern wie in einem Schweizer Käse.

Bell Canyon

Bell Canyon

Hier in der Nähe befindet sich übrigens auch das Goblin Valley, eine kleine rote Sandsteinlandschaft, oder eher Modder, wo die Erosion gnomähnliche Gestalten und überall kleine Canyons geformt hat. Wer das noch nicht gesehen hat, sollte sich das nicht entgehen lassen, liegt ja quasi auf dem Weg!
Auch sollte man hier als Urlauber nicht einfach gehetzt weiter fahren und sich z.B. den Little White Horse und Bell Canyon ansehen. Die Landschaft ist hier einfach zu schön.

Genächtigt hatten wir in der Wüste an der Little Wild Horse Road auf Dispersed Campsites (die Road und die Gegend sind voll davon) mit einem Weitblick und Panorama, ein Traum. Im Rücken Berge und ebenso wie im Goblin Valley rote Sandstein-Gnome. Danke, dass wir so etwas erleben durften!

Boondocking Panorama

Boondocking Panorama

Abendpanorama

Abendpanorama

28.10.2017 – Goblin Valley- 18 km

Mehr Zeit als vor fünf Jahren ließen wir uns mit dem Goblin Valley und wanderten fast bis zum Ende des Parks.
Richtig ausgewiesene Trails gibt es hier nicht, die muss man sich selber suchen. Da das Goblin Valley mit seinen Gnomen ein wahrer Abenteuerspielplatz ist, artete unsere Wanderung mit der Kletterei auch zu einem kleinen Abenteuer aus wo wir uns fast verklettert hatten.

Goblin Duck

Goblin Duck

Goblins

Goblins

Goblin Valley

Goblin Valley

Goblin Wuff

Goblin Wuff

Anschließend sind wir wieder zurück in die Wüste zu den Campsites, dieses Mal an einem von Goblins bewachten Platz 😉

Boondocking mit Goblins

Boondocking mit Goblins

Das war es zunächst einmal mit Utah, es folgte ein Abstecher nach Colorado.

Der Clip mit allen Bildern bis hierher, ca. 15:55 min

Gefahrene km: 25.595
Gelaufene km: 880

Nächster Bericht: Colorado

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