Colorado

… vom Colorado National Monument über den Scenic Bayway Hwy. 141 durch den Unaweep Canyon, die Sewewup Mesa am Sal Gebirge vorbei nach Moab.

Vorheriger Reisebericht: Utah III Capitol Reef, San Rafael Desert, Goblin Valley und Little White Horse Canyon

29.10.2017 – Grand Junction – 240 km

Über die Interstate 70 sind wir heute recht zügig nach Grand Junction in Colorado gefahren. Dies ist seit Wochen und für die nächste Zeit die größte Stadt. Dies bedeutete richtig Einkaufen bis der Froster, Kühlschrank und Zwischenboden platzte. Eigentlich wollten wir auch in eine Laundry, aber Grand Junction ist keine Studentenstadt. Die einzig gefundene Laundry hatte für immer geschlossen.

Das Internet beim Walmart, wo wir auch nächtigten war wieder mal gruselig, bis auf ein paar Mails abrufen ging gar nichts.
Hier ereilte mich auch die traurige Nachricht, dass mein bester Freund mit 63 Jahren verstorben war. Gut dass er die gleiche Einstellung zum Leben hatte wie ich und schon seit Jahren immer die Zeit für sich genommen und nie etwas aufgeschoben hatte. Trotzdem, zu früh und für mich unsäglich traurig…

30.10.2017 – Colorado National Monument – 58 km

Vom Walmart aus sind wir in das Colorado National Monument mit den Erosionen, teils wie im Bryce und auch Arches nur in klein, aber doch wieder ganz eigen, den Scenic Drive gefahren.
Die Tunnel sind mit einem hohen Wohnmobil schon abenteuerlich, da man ziemlich in der Mitte fahren sollte. Die Ränder sind nur ca. 3m hoch.

Cookofens

Cookofens

Colorado National Monument

Colorado National Monument

Uta Canyon

Uta Canyon

Genächtigt hatten wir auf dem dortigen Campground, wo mittlerweile gähnende Leere herrschte. Hier hatten wir noch einen kleinen Rim-Walk gemacht, einfach nur eindrucksvoll!

Campground Panorama

Campground Panorama

31.10.2017 – Grand Junction – 39 km

Zunächst sind wir für ein vernünftiges Internet zur Library, war aber auch nichts. Wir hatten dann durch Zufall einen Waschsalon, sogar mit Internet, gefunden. Hier standen wir den ganzen Nachmittag während die Waschmaschine lief, hatten unsere Tablets aktualisiert, Mails abgerufen und unsere Blogs gepflegt.
Da es so spät wurde, hatten wir kurzerhand wieder beim Walmart genächtigt.

01.11.2017 – Highway 141 zum The Ball Park – 146 km

Über den Hwy. 141 fuhren wir durch die Grand und Sewewup Mesa am West Creek, Dolores und San Miguel River in einem Bogen entlang grob Richtung Moab. Wir wollten ja in Grand Junction auch nur richtig einkaufen, waschen und mal wieder ins Internet.
Ein Blick auf die Wetterkarte sagte uns auch, dass wetterbedingt eine weitere Erkundung Colorados zum jetzigen Zeitpunkt keinen Sinn mehr macht.

Völlig zu unrecht liegt dieser Scenic Byway abseits der Touristenströme und findet in Reiseführern keine Erwähnung.
Die Landschaft erinnerte mit seinen Canyons zunächst an das Zentralmassiv in Frankreich. Von der Ansiedlung Gateway aus windet sich der Dolores durch steil abfallenden roten Sandstein, einfach nur gigantisch der Canyon!
Überall gehen Wege zu anderen Canyons oder auf das Hochplateau ab, die man mit dem richtigen Fahrzeug erkunden könnte.

Hanging Flumes

Hanging Flumes

Grand Mesa

Grand Mesa

Dolores Canyon

Dolores Canyon

Ca. 15 km vor dem Abzweig auf den Hwy. 90 nach Moab befindet sich der tolle, am Fluss gelegene freie Campground (kein Wasser, keine Toiletten, keine Entsorgung, aber Feuerstellen und Bänke) “The Ball Park” wo wir auch gleich blieben. Das war wieder Lagerfeuerromantik pur.

Lagerfeuerromatik

Lagerfeuerromatik

02.11.2017 – Flat Sands, Moab (Utah) – 165 km

Nachdem wir auf den Hwy. 90 abgebogen waren, änderte sich wieder laufend die Landschaft. Hinter dem Paradox-Valley ging es hinauf auf das Plateau der Black Ridge, dahinter wieder runter auf den Hwy. 191 Richtung Moab.

Paradox Valley

Paradox Valley

Hier steuerten wir erst mal einen Vermieter für Jeeps an wo wir dann glücklich einen ergattern konnten.
Niedergelassen hatten wir uns auf den Campground Flat Sands, eine Spielwiese für OffRoader. Ein traumhafter Platz mit grandiosen Panoramen.
Das war es denn mit Colorado, leider viel zu kurz.

Zu Colorado:
Colorado ist ganz anders, kaum dass man über die “Grenze” gefahren ist. Im westlichen Teil versammeln sich die höchsten Berge mit um 4.000m und Passstraßen der USA. Landschaftlich mag das wie in Ouray sogar an die Schweiz erinnern. Von Wald Hochgebirge und alpinder Tundra findet man jegliche Landschaft vor.
Wintersportler kommen hier voll auf ihre Kosten. Die vielen Trails, Pisten und Passstraßen zu Sehenswürdigkeiten sind jetzt im November jedoch kaum noch ohne Schnee zu befahren, denn der Winter naht. In den Hochlagen herrschten schon jetzt Nachts teils Temperaturen weit jenseits von -10 Grad und es liegt der erste Schnee.
Mal davon abgesehen, dass der Sprinter Tage in dieser Höhe nicht überstehen würde 😉
Im Sommer könnte man sich in Colorado locker mindestens 4 Wochen aufhalten.

Der Clip mit allen Bildern bis hierher, ca. 5:30 min

Gefahrene km: 26.243
Gelaufene km: 896

Nächster Reisebericht: Utah IV Mit Arches und Canyonlands und der Shafer Trail-Tour im gemieteten Jeep (Bericht ab Ende Nov.)

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