OsmAnd Maps Navigation

Nein, das ist kein Werbe-Bericht… 😉
Seit nun rund vier Jahren bin ich mit dem kostenlosen maps.me und PocketEarth auf meinem Tablet oder Phone unterwegs, bisher für mich das beste Gespann für die Planung und Navigation. Maps.me ist ein ganz einfaches Navi und PocketEarth bietet mit der Wikipedia-Anbindung und Höhenlinien schier unendlich viele Informationen.
Beide waren auf unseren Reisen schlicht nicht mehr weg zu denken!

Osmand-Maps

OsmAnd-Maps

Maps.me findet einfach alles, vom Briefkasten, Läden, Sehenswürdigkeiten u.s.w. und die Navigation ist wirklich einfach. Grundlage sind hier wie bei PocketEarth die OpenSource-Karten von OSM wo einfach alles verzeichnet ist. Die App wurde immer weiter entwickelt, aber leider nur in Bezug auf Werbung, das Navi selber wurde vernachlässigt. Konfigurationen sind immer noch nicht möglich und die Navigation wurde immer schlechter, in Südeuropa eher kurios zu nennen, was mich zunehmend nervte. Also musste etwas Anderes her…

OsmAnd Maps Navigation

Auf die kostenlose Navi-App für Android und iOS bin ich eher durch Zufall gestossen. Auch OsmAnd Maps baut auf die OSM-Karten auf, d.h., man hat weltweit Zugriff auf gefühlt unendlich viele Informationen. Dazu Wanderwege, selbst in den entlegensten Gebieten der Welt. Für Wohnmobil-Fahrer kommt noch etwas hinzu: Auch die Beschränkungen für LKW aus dem separaten OSM-Datensatz sind enthalten!

Erste Erfahrungen mit OsmAnd Maps

Die Karten erinnern an die Generalkarten, falls sich noch jemand erinnert. Sie sind sehr übersichtlich und angenehm für das Auge. Bestimmte POI wie Geschäfte, Sehenswürdigkeiten oder Tankstellen sind farblich unterschiedlich. Insbesondere die Wohnmobil-Stellplätze sind schnell auszumachen. Da die Karten sehr aufwändig sind, sind sie auch entsprechend schwer. Wer ganz Europa herunter lädt, ist locker mit ca. 10GB dabei. Man kann sich bei Bedarf auch auf einzelne Länder beschränken.

Die Suchfunktion arbeitet einfach grandios und man findet einfach alles. Auch GPS-Daten der unterschiedlichen Formate können eingegeben werden.

Es gibt einen Auto-, Fahrrad- und Fußgängermodus. Im Auto-Modus kann man zwischen schnellster und ökologischer Route wählen und seine Daten wie Fahrzeuggewicht oder Höhe eingeben. Zusätzlich noch wie in Navis üblich, Fähren, Mautstraßen, Autobahnen oder unbefestigte Straßen ausschließen.

An den Routen gibt es nichts auszusetzen nur im ökologischen Modus muss man mal aufpassen, dass man nicht wegen einer Abkürzung auf eine Ministraße geleitet wird.
Besser ist es, immer die schnellste Route zu wählen und bei Bedarf mal ein Zwischenziel zu setzen.

Wie bereits schon immer geschrieben habe, mit der Beachtung von Höhe und Gewicht haben alle Navis so ihre Probleme, das liegt schlicht an dem unvollständigen Datenbestand. Das Gewicht findet bei der Navigation oft keine Beachtung, nur bei den Höhenbeschränkungen scheinen die Daten vollständiger zu sein und das Navi findet die richtige Route. Nachteilig finde ich, dass man nicht erkennen kann, warum das Navi einen Haken schlägt, die Höhen- oder Gewichtsbegrenzung wird im Navi leider nicht angezeigt.

Man kann unendlich viele Favoriten anlegen und diese mit unterschiedlichen Farben in Gruppen anlegen. Die Favoriten können im GPX-Format im- und exportiert werden.

Touren können getrackt und ebenso exportiert werden.

Die Anzeige kann individuell angepasst werden. Möglich sind Blitzer, die Geschwindigkeit, Ankunftszeit, halt alles, was man von einem Navi erwartet. Ebenso kann zwischen 2D und 3D umgeschaltet werden.

Die App ist recht rechenintensiv, auf meinem mittlerweile 6 Jahre alten iOS-Tablet dauert der Start der App über eine Minute. Ebenso dauert die Routenberechnung für ca. 100km schon mal eine Minute, längere Routen entsprechend noch länger. Beim Scrollen und setzen eines Wegpunktes hakt es meist. Wenn es dann läuft, hakt aber nichts und eine Routenneuberechnung geht recht flott, zumindest 1 Mal… 
Dass das Navi recht viel arbeitet, erkennt man an der Temperatur meines alten iOS-Tablet, das recht heiß wird. Mehr als eine Routen- oder Neuberechnung schafft es nicht, dann stürzt es ab. Wenn die Sonne von vorne auf das Armaturenbrett fällt, kann sich das Navi ebenso plötzlich und unerwartet abmelden.
Nur auf auf neueren Geräten läuft es recht flott und so, dass man damit arbeiten kann.

Zusätzlich und dies sind ebenso wieder ein paar GB mehr, kann man sich die Höhenlinien und die Wikipedia, die sich beide als sehr nützlich erwiesen haben, herunter laden.

Preise

  • Die Navi-App ist kostenlos
  • Ein Kontinent 3,45€
  • Ganze Welt 6,99€
  • Höhenlinien 1€
  • Wikipedia 1€

Fazit

Die Preise für die Karten und Overlays empfinde ich eher als Dankeschön für die Entwickler.

Die Möglichkeit, Fahrzeugdaten eingeben zu können, finde ich recht hilfreich, was sich auch in der Praxis bewährt hat, auch wenn es gerade in Bezug auf das Gewicht nicht ganz sauber arbeitet. Es ist jedenfalls nicht schlechter als das, was viele sauteure Wohnmobil-Navis bieten. Der Datenbestand halt…

Dadurch, dass ich hier Höhenlinien und die Wikipedia einbinden kann, macht es maps.me oder anderes Navi und PocketEarth eigentlich völlig überflüssig. Auch wenn die Datenmenge bei OsmAnd deutlich höher ist, ist es immer noch weniger als diese Beiden zusammen.

OsmAnd Maps hat sicher einige wie oben beschrieben Macken, unterm Strich ist es für mich aber das beste, dazu kostengünstige Navi gerade für Wohnmobil-Fahrer, zumindest wenn man neuere Hardware verwendet. Insbesondere für Reisende, die ein Land zu Fuß oder per Fahrrad egal wo auf der Welt entdecken wollen, kann es ein nahezu unverzichtbares Werkzeug in nur einer App sein.

Auf alten Geräten ist es für mich allerdings auf Grund seiner Rechenintensivität und den damit verbundener Langsamkeit mit Abstürzen nahezu unbrauchbar.

Die App ist in den jeweiligen Stores zu erhalten, Infos und Bilder auf der Website >

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