Ilsenburg – Harz

Ilsenburg

Hexen in Ilsenburg

Der malerische Ort Ilsenburg liegt im Nordosten des Harzes. Der große Wohnmobil-Stellplatz der auch für Dickschiffe geeignet ist, mit VE, Strom und Sanität befindet sich am Eingang des Ilsetales von wo aus man gleich seine Spaziergänge und Wanderungen unternehmen kann. Ohne die Kurtaxe wäre der Platz mit 8,- Euro (Stand 2016) inkl. Gutscheinheft für einige Attraktionen sogar günstig, so ist es halt ein wenig teurer.
Ebenso ideal ist der Platz für Hunde und Kinder, beide haben hier ausreichend Auslauf. Für Kinder und solche, die es geblieben sind, bietet sich zudem der nahe gelegene Kletterpark an, dessen Parcours durch die Baumwipfel führt.
Vorsicht ist bei Nutzung eines Navis geboten, das führt einen stumpf durch den engen Ort. Die Ausschilderung ist salopp gesagt, schlicht fürn A…
Das war mit unserem Panzer fast schon ein kleines Abenteuer, also vorher die Karte anschauen. Wenn man rein kommt links, dann die Nächste rechts und immer gerade aus, nicht durch den Ort!

Keinesfalls sollte man aber einen Gang durch den Ort auslassen, ebenso wenig den leicht ansteigenden Spaziergang (ca. 9 km hin und zurück) durch das Ilsetal an der Ilse entlang bis zu den Ilsefällen. Nun ja, einen richtigen Wasserfall darf man sich nicht vorstellen, es fällt eher auf 500m in Terrassen hinunter 😉
Der Weg führt durch das relativ enge Tal der Ilse. Da hier nichts aufgeräumt wird und die Natur sich selbst überlassen bleibt, hat man den Eindruck, durch einen Märchenwald zu laufen. Sogar einen Salamander hatten wir entdeckt!

Wir waren sogar noch mutiger und hatten die 10 km Aufstieg zum Brocken gewagt. Die letzten 3 km waren für mich die Hölle. Seit über einem Jahr kein Sport mehr getrieben und dann diese Steigung. Hier durften wir mal erleben, was 17% Steigung so auf Dauer sind 😉
Dafür wurden wir mit Sonne, Schnee, Aussicht und tollen Wolkenformationen entlohnt. Eigentlich wollten wir mit der Brocken-Bahn runter nach Wernigerode und dann mit dem Taxi zurück nach Ilsenburg. Das hätte auch über 3 Stunden gedauert und in Anbetracht der 70,- Euro für uns beide wurde ich mutig und wir beschlossen, den Weg wieder runter zu laufen.
Kann ja nicht so schwer sein, geht ja bergab 😉
Pustekuchen, die Bremserei war fast schlimmer und als wir nach 3 Stunden am Stellplatz angekommen waren, waren wir so was von fertig. Jeder Knochen tat weh und um 21:00 Uhr lagen wir in der Kiste. Ich war sogar zu Müde zum Bier trinken und das will was heißen 😉

Video-Clip, ca. 8:30 – Ilsenburg, Mopedtour, (Schnee-) Wanderung Brocken mit Salamander

Ebenso ideal ist der Ort für Motorradfahrer, da der Harz mit den supergeilen Strecken direkt vor der Türe liegt. Motorradfahrern muss ich ja nicht die Vorzüge des Harzes diesbezüglich erklären, gell?

Auch ansonsten gibt es noch so einiges zu bewundern oder unternehmen: Der Miniaturenpark “Kleiner Harz” oder das Luftfahrtmuseum in Wernigerode, ne Trabi-Rundfahrt durch den Harz oder der Besuch der Rübeländer Tropfsteinhöhlen.

Doch, war ein schönes Pfingst-Wochenende, auch wenn die Knochen weh taten 🙂

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2 Kommentare

  1. wir waren vor 2 Jahren vor der großen Überschwemmung da, war wunderschön und konnte sich noch mit einer netten Kassiererin unterhalten. Da wir den Brocken kennen und ich noch die öde Panzerstraße lange vor dem Gipfel in Erinnerung hatte, sind wir lieber Richtung Wernigerode und Harzburg gelaufen. Auch schön, immer durch den Wald

  2. Ein sehr schönes, aussagekräftiges Bild hast du ausgesucht. 😀

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