Die Tücken der Online-Welt

Wie war das früher als Reisender? 🙂
Um auf seinen Reisen flüssig zu bleiben, hatte man entweder Bargeld welches man an jeder Grenze tauschen musste, oder Reise- bzw. Travellerchecks dabei. Innerhalb Deutschlands reichte dann auch das Postsparbuch. Die späteren Eurochecks, EC- und Kreditkarten waren schon ein Fortschritt.
Kontaktaufnahmen nach Hause waren nur per Brief, Postkarte oder R-Gespräche möglich.

Heute ist es da schon einfacher, wir verwalten unsere Konten online, überall kann man auf einfachste Weise zahlen und Bargeld ist fast überflüssig geworden. Das Bankkonto wird online verwaltet, Rechnungen erhält man online und die Kontakte werden mit den unterschiedlichsten Programmen oder Apps gepflegt.
Fast die gesamte Bürokratie kann man online regeln. Gerade als Dauerreisender eine einfache und praktische Onlinewelt, also wenn alles funktioniert.
Was ist, wenn nicht? Schnell hat man sich ins digitale Aus geschossen, was bei Dauerreisenden wie uns schlicht übel enden kann.
Was ist passiert?

Verloren im Internet
Foto u. EBV: DigiMik Michael Scharrer

U. hatte sich ein neues iPhone zugelegt und ich bekam dann ihr Altes. Nun galt es,  die Telefonnummern bei den Banken und Facebook zu Ändern.

Zum Online-Banking benötigt man eine Secure-App und diese muss für ein bestimmtes Gerät freigeschaltet sein. Dazu benötigt man einen Freischaltcode.
Dazu rief U. die Sparda-West an und hier schlug ihr die geballte Inkompetenz und Dummheit entgegen. An statt die Überweisung des Freischaltcodes anzuleiern, sperrte die Dame kurzerhand das Konto und schickte ne neue PIN für das Online-Banking zum Steinhaus! Hallo?!
Bemerkt hatten wir das nur, weil sich U. kurz danach einloggen wollte. Ein neuerlicher Anruf führte zu nichts, die Sperrung konnte nicht aufgehoben werden. Was wäre gewesen, wenn wir uns in Portugal oder sonst wo befunden hätten? So waren es „nur“ 70 km für nichts und wieder nichts. Hätte diese Hippe nur halbwegs Ahnung gehabt, hätte sie auch erwähnen können, dass wir das Prozedere ganz einfach online hätten durchführen können, nur geht das nicht per App, sondern über den Browser.
Sicherlich hätten wir das auch in Erfahrung bringen können, wenn wir uns über Browser eingeloggt hätten. Aber wenn wir schon anrufen, erwarten wir eine kompetente Antwort. Ein „Loggt euch im Brower ein…“ hätte schon gereicht. Wenn wir das erst tausende Kilometer entfernt bemerkt hätten, nicht auszudenken…
Richtig lustig war dann eine Mail der Sparda-West, es läge eine Mitteilung im Postfach und U. solle sich einloggen, auh Mann…

War das nicht schon genug, ging es noch weiter…
U. wollte ihre hinterlegte alte Telefonnummer bei Facebook löschen. Ein Klick und der Account war gesperrt 😮
Was war passiert? Facebook hatte eine SMS mit TAN an die nicht mehr existierende Telefonnummer geschickt, was ja nicht fruchten konnte. Schwups, war das Konto gesperrt.
U. musste dann das Konto mit Scannen des Personalausweises wieder frei schalten lassen.

Die Programmierer der LzO bestehen wohl auch nur aus Pfeifen. Ist die Web-Oberfläche und die App eh nicht wirklich nutzerfreundlich, bekommen die hochbezahlten Programmierer die Technik nicht in den Griff. Seit Monaten funktionierte die Banking-App nicht mehr, stürzte sofort ab. Ok, nicht schlimm, weil wir darüber eh nichts machen, dient nur der Übersicht. Ich konnte mich ja immer noch über den Browser einloggen.
Ich wollte aber wieder die App nutzen, siehe da, die LzO hat ne ganz Neue. Also die installiert, stürzt auch nicht ab…
Aber Einloggen ging nicht, plötzlich brauchte ich eine PIN, die ich natürlich nicht habe. Auch über den Browser war kein Einloggen mehr möglich. Ein Anruf bei der LzO und auf der gegenüberliegen Seite fühlte ich das freundliche Mitleid. Das Online-Banking muss neu eingerichtet werden war die Antwort. Klar, die PIN geht natürlich wieder zum Steinhaus…
Vorher kein Hinweis, dass sich etwas geändert hat, nichts, hört einfach alles auf zu Funktionieren.

Was ist, wenn einem der Mist tausende Kilometer entfernt passiert? Wir können nicht einfach mal so zum Briefkasten fahren.
Tja, so schnell kann man sich ins Abseits schießen. Ich stelle mir gerade vor, ein Terrorist würde das Rechenzentrum in die Luft sprengen, da wäre man auf einem Schlag arm wie eine Kirchenmaus.
(Sorry für die erregte Wortwahl, aber wir hatten echt die Hasskappe auf)

Eins haben wir aber nun gelernt: Wenn man ein neues Gerät hat, erst mit dem Alten alles neu einrichten, dann mit dem Neuen das Alte löschen.

Selber nach den Lösungen suchen, meist finden sich die Infos auf den Websites und nur dort die Änderungen vornehmen. Muss man erst einmal den Service anrufen, wirds nur schlimm!

An dieser Stelle aber auch ein Dankeschön an den kompetenten Menschen von der Sparda-West, der das Erforderliche angeleiert hatte, ebenso an die nette Dame der LzO.

Und hier ein Tipp für Dauerreisende: Richtet euch ein Konto mit Kreditkarte bei der DKB ein!!
Die beste App zur Verwaltung des Kontos, wo man wirklich alles managen kann! Dazu kostenlos und Barabhebungen kosten weltweit auch nichts!

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