Bretagne

Von der Normandie kommend von St. Malo entlang der wilden Steilküsten der Bretagne und malerischen historischen Altstädten.

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06.10.2018 – Le Minihic – 80 km

Der heutige Tag war von Schmuddelwetter geprägt, so sind wir ein paar Kilometer weiter nach Le Minihic, nördlich von St. Malo gefahren. Hier befindet sich ein kostenloser Stellplatz mit einer tollen Aussicht über das Meer (GoogleMaps). Ein Rundweg von ca. 1 km führt zum Pointe de la Varde mit Aussicht auf St. Malo. Die alten Fort-Anlagen sind leider nicht zu besichtigen.
Eigentlich ist das nur ein Parkplatz, wo das Übernachten scheinbar geduldet wird. Unglaublich, was hier selbst bei diesem stürmischen Schmuddelwetter los war.
Der Sturm wurde immer heftiger, so standen wir denn hier die Nacht ganz alleine. Kein Wunder, das war ein fast unerträglicher Lärm vom Regen und dem Sturm im Bimo. In der Dunkelheit wollte ich aber nicht noch auf Stellplatzsuche gehen. U. ist auf der Toilette von der Schaukelei fast Seekrank geworden 🙂

Pointe de la Varde

Pointe de la Varde Stellplatz

Hier ganz in der Nähe befinden sich auch die Skulpturen von Rotheneuf, die ein Künstler am Strand in den Fels gehauen hat, skurril und sehenswert. Bei dem Schmuddelwetter hatten wir da keine Lust mehr drauf, wir kennen sie ja schon und sind noch frisch in der Erinnerung. Wer sie nicht kennt, sollte da unbedingt hin.
Ebenso hatten wir bei dem Wetter St. Malo mit seinen Befestigungsanlagen und der Altstadt ausfallen lassen. St. Malo ist wirklich sehenswert, aber das durften wir beim letzten Mal schon bei Orkan erleben, bei dem jetzt schmuddeligeren Wetter wollten wir uns das nicht noch einmal antun.

07.10.2018 – Saint Suliac – 16 km

Saint Suliac liegt ca. 10 km südlich von Saint Malo an der La Rance und soll zu den schönsten Orten der Bretagne gehören. Hier befindet sich ein Stellplatz ohne VE, eigentlich aber nur eine Wiese am Ortsrand. Hier standen wir geschützt vor dem Sturm, das Wetter wollte auch nicht wirklich besser werden.

Saint Suliac

Saint Suliac

Saint Suliac- La Rance

Saint Suliac- La Rance

08.10.2018 – Dinan – 25 km

Heute stand der Besuch der historischen Altstadt von Dinan mit der noch nahezu vollständig erhaltenen Stadtmauer an. Die mittelalterliche Altstadt ist ein unbedingter Tipp!

Dinan-Basilika

Dinan-Basilika

Dinan-Gassen

Dinan-Gassen

Dinan-Kleiner Marktplatz

Dinan-Kleiner Marktplatz

Dinan-Schleuse bei Lahon

Dinan-Schleuse bei Lahon

Zwei Stellplätze mit VE gibt es hier. In Lahon für 5 Mobile und kostenlos. In Dinan unterhalb der Brücke nett am Fluss gelegen auf einem schiefen Platz von 19:00 bis 9:00 Uhr kostenlos, dann 0,50€/Stunde. Beide sind recht eng und nur für Wohnmobile bis 8m geeignet. Jetzt im Oktober war aber ausreichend Platz vorhanden.

09.10.2018 – Cap Frehel – 42 km

Cap Frehel mit seiner Steilküste und den berühmten Leuchttürmen ist ein unbedingtes Muss auf einer Bretagne-Reise. Bei Sturm branden die Wellen meterhoch gegen die wild zerklüftete Steilküste. Der ganze Küstenabschnitt lädt zu Wanderungen auf einfach nur tollen Wanderwegen ein.

Cap Frehel

Cap Frehel

Cap Frehel-Alter Leuchtturm

Cap Frehel-Alter Leuchtturm

In Plèvenon gibt es einen großen kostenlosen Stellplatz mit VE (GoogleMaps), sogar mit Picknick-Tischen und einer E-Auto Ladestation. Sportliche können von hier aus eine Wanderung an der Küste entlang über das Fort Latte zum Cap Frehel unternehmen und die Halbinsel umrunden. Das sind so 15 Kilometer, wir hatten dafür bei heute schönstem Wetter unsere Fahrräder genommen und immer wieder kleine Spaziergänge über die wunderschöne Steilküste unternommen.

Plèvenon-Stellplatz

Plèvenon-Stellplatz

Cap Frehel-Steilküste

Cap Frehel-Steilküste

Cap Frehel-Neue Leuchtürme

Cap Frehel-Neue Leuchtürme

Es hat sich in den letzten Jahren viel verändert, nicht immer zum Besten. Etliche Zufahrten und Parkplätze sind für Wohnmobile gesperrt. Dort wo sie noch parken dürfen, müssen sie aber ab 22:00 den Platz verlassen. Das Parken am Cap Frehel ist auch nicht mehr kostenlos, für Wohnmobile kostet es z.Zt. 5,- Euro.

10.10.2018 – Etables-sur-Mer – 69 km –

Heute hielten wir spontan bei Etables-sur-Mer an der D786 bei einem Picknick-Platz an und genossen den warmen Sommertag mit einem Strandspaziergang bei herrlichem Wetter zum nahen Ort Portrieux.

Portrieux-Strand

Portrieux-Strand

Wahrscheinlich ist das Übernachten hier nicht erlaubt, aber egal, die Aussicht auf das Meer war so toll, dass wir nicht weiter fahren wollten.

Etables sur Mer-Meerblick

Etables sur Mer-Meerblick

Etables sur Mer-Strand

Etables sur Mer-Strand

12.10.2018 – Kermouster – 40 km

Dies ist ein kleines Nest an an der beginnenden Cote Granit Rose. Rote Steine und kleine Inseln reichen weit in das Meer hinein. Die Gezeitenunterschiede sind hier extrem groß, manchmal bis zu 12m! Das Wandern bei Ebbe zwischen den Felsen und Inseln ist faszinierend, fast surrealistisch. Aber aufpassen!!! Das Wasser kommt sehr schnell und man sollte die Zeiten der Gezeiten im Kopf haben! Das Meer ist bei Ebbe nicht immer zu sehen und wenn dann plötzlich das Wasser kommt, kann es zu spät sein und man hängt auf einer Insel fest.

Kermouster-Stellplatz Panorama

Kermouster-Stellplatz Panorama

Ziel war hier ein kleiner, traumhaft schöner kostenloser Stellplatz ohne VE unmittelbar am Meer (GoogleMaps). Man steht hier im völligen Nichts mit einer grandiosen Aussicht auf das Meer, bzw. Watt! Drei Wohnmobile können hier gut stehen, zur Not auch 5.

Kermouster-Stellplatz vom Meer aus

Kermouster-Stellplatz vom Meer aus

Kermouster-Stellplatz

Kermouster-Stellplatz

Heute am Freitag genossen wir ein tolles Lachs-Frühstück mit Sekt, hielten einen Mittagsschlaf und ich stapfte dann bei Sonnenschein durch das Watt.
Es war schon beeindruckend, wie schnell das Meer wieder die Bucht füllte.

Frühstück

Frühstück

13.10.2018 – Gouffre – Treguir – 45 km

Das Naturschutzgebiet bei Gouffre mit den runden Granitfelsen der Granit Rose und den Kiefern ist ein besonderes Highlight. Ob bei Flut oder Ebbe, jedesmal zeichnet sich ein anderes grandioses Bild.

Le Gouffre

Le Gouffre

Le Gouffre-Brandung

Le Gouffre-Brandung

Das zwischen zwei Felsen erbaute Haus „Le Maison du Gouffre“ ist eine beliebte Fotoattraktion.

Haus zwischen den Felsen

Haus zwischen den Felsen

Die Zufahrt ist recht eng und es gibt nur wenige Parkmöglichkeiten für Wohnmobile, so hatten wir auf dem Schulparkplaz in Plougrecant geparkt. In den Ferien und am Wochenende darf man hier auch übernachten. Von hier aus hatten wir denn eine kleine Radtour am Meer entlang nach Gouffre unternommen und sind dort ein wenig gelaufen. Zum Übernachten sind wir aber die rund 6 km nach Treguir zurück gefahren, wo sich an der Guindy ein sehr schöner Stellplatz ohne VE befindet. In der Saison ist hier Kuschelcamping angesagt, jetzt stehen hier nur ein paar Wohnmobile herum, über Tag war sogar alles frei. Man merkt, die Saison ist vorüber, am Strand, an den Sehenswürdigkeiten und auf den Stellplätzen geht es deutlich entspannter zu als noch vor zwei Wochen.

Treguir-Stellplatzaussicht

Treguir-Stellplatzaussicht

Das Wetter hatte umgeschlagen und es pladderte Endlos. Diese Zeit nutzten wir denn mit Waschen und um das Bimo mal wieder richtig von innen sauber zu machen.

16.10.2018 – Ploumanac`h – 30 km

Über Lannion und Lesteven mit dem Planetarium, dem gallischen Dorf und der riesigen Telstar Radio-Schüssel…

Lesteven-Telstar

Lesteven-Telstar

… sind wir zum Stellplatz in Tregastel, gleich neben Ploumanac`h gefahren. Die letzten Tage hatte es nur gepladdert, die wir nur verfault hatten.

Tregastel

Tregastel

Der Stellplatz in Tregastel kostet 8,- Euro (nur EC oder KK) und hat eine gute VE. In der Saison ist das ein Sardinendosenplatz für 50 Wohnmobile mit viel zu engen Stellplätzen. Jetzt außerhalb der Saison standen hier 6 Wohnmobile womit wir gut leben konnten.
Er ist aber auch mit einem Wohnmobil die einzige Möglichkeit, die lanschaftliche Sehenswürdigkeit Ploumanac`h zu besichtigen, da das Parken für Wohnmobile nahezu überall verboten ist, geschweige das Übernachten. Es gibt nur einen Parkplatz für Wohnmobile, kostet 4,- Euro und dürfte in der Saison hoffnungslos überfüllt sein.

Tregastel-Bucht

Tregastel-Bucht

Von hier aus unternahmen wir mit der Umrundung der grandiosen Halbinsel einen 10 km Spaziergang an der Cote de Granit Rose mit den runden Granitfelsen. Ploumanac`h ist ebenso ein Highlight, dass bei einem Bretagne-Besuch nicht fehlen darf!

Granit-Rose

Granit-Rose

Ploumanac`h-Küste

Ploumanac`h-Küste

Ploumanac`h-Leuchtturm

Ploumanac`h-Leuchtturm

Ploumanac`h-Wasserkapelle

Ploumanac`h-Wasserkapelle

Es hat schon seinen Grund, warum Dieter Hallervorden hier einen ebenso traumhaft schönen 2.-Wohnsitz eingerichtet hat.

Hallervordens-Zweitwohnung

Hallervordens-Zweitwohnung

17.10.2018 – Trefeuntec – 140 km

Das Wetter war wieder schmuddelig und so sind wir für uns unendlich viele Kilometer in das südwestliche Department Finestere Gefahren. Die hübsche und malerische Stadt Camaret hatten wir ausfallen lassen, da wir hier schon mehrmals waren und Wochen verbracht hatten. Für erfahrene und seefeste Taucher ein Highlight mit fantastischen nahezu einmaligen Fisch- und bewuchsreichen Tauchgründen. Tauchen an 30m hohen Felsnadeln im Kanal, wo die Strömung nur so pfeift…

Trefeuntec-Stellplatz

Trefeuntec-Stellplatz

So sind wir ein Stück weiter zu der Häuseransammlung Trefeuntec, als Ort kann man ihn kaum nennen. An einer engen Bucht befindet sich ein Parkplatz (GoogleMaps)  mit toller Aussicht auf das Meer, wenn es denn da ist. Von hier aus kann man Wattwanderungen oder durch die Dünen unternehmen. Hier ist nichts, aber wirklich gar nichts. Eine Wohltat, wieder in die Ferne Blicken zu können und keine Menschen.

Trefeuntec-Bucht am Stellplatz

Trefeuntec-Bucht am Stellplatz

Trefeuntec

Trefeuntec

18.10.2018 – Pointe du Van – 44 km

Die Küste des unteren Fingers der Halbinsel, das Cap Sizun, besteht größtenteils aus einer schroffen Steilküste. Zunächst wollten wir am Pointe de Brezellec (GoogleMaps) stehen bleiben. Hier bietet sich ein grandioser Ausblick auf die Steilküste. U. hat aber ein Problem mit der Höhe, ihr war das nicht geheuer, dazu das Geheule vom Wind, sie sackte förmlich in sich zusammen. Ich fand das einfach nur geil dort… 🙂

Brezellec-Stellplatz

Brezellec-Stellplatz

Brezellec-Stellplatz Aussicht

Brezellec-Stellplatz Aussicht

Da man seine Frau nie unglücklich machen sollte, sind wir ein paar Kilometer weiter zum Pointe du Van gefahren, auch hier haben ein paar Wohnmobile (kostenlos) Platz. Hier steht man ein paar hundert Meter von der Küste ab und auch geschützter vom Wind. Der Pointe du Van ist weniger schroff als der Pointe du Raz, aber nicht weniger schön, für uns sogar schöner da die Wege unsprünglicher und mehr Bewuchs vorhanden ist. Ein kleiner Spaziergang über die Dünen und erst recht der Sonnenuntergang ist schlicht traumhaft.

Pointe du Van

Pointe du Van

Pointe du Van-Sonnenuntergang

Pointe du Van-Sonnenuntergang

Chapelle Saint They-Sonnenuntergang

Chapelle Saint They-Sonnenuntergang

Von hier aus kann man auch hoch und runter an der Steilküste entlang 6 km einfache Strecke zum bekannten Pointe du Raz laufen. Wir hatten da lieber unsere Bikes ausgepackt und bei herrlichstem Wetter die kleine Halbinsel inkl. Pointe du Raz mit dem Rad erkundet. Am Pointe du Raz gibt es für 15,- Euro ohne VE auch einen Stellplatz auf einen tristen Parkplatz, nur Parken kostet 6,50 Euro. Ist halt wegen seiner schroffen Schön- und Bekanntheit ein Rummelplatz mit Andenkenläden und Futterbuden, da kann man es ja verlangen. Jetzt im Oktober war es jedoch schön leer.

Pointe du Raz

Pointe du Raz

Zwischen beiden Punkten liegt eine Bucht, wegen der hohen Brandung ein beliebter Tummelplatz für Surfer. Bei uns kamen die Wellen leider aus der falschen Richtung…

20.10.2018 – Saint Guénolé – 60 km

Der Fischerort Saint Guénolé (GoogleMaps) liegt ca. 30 km Luftlinie südwestlich von Quimper am Atlantik. Das Wetter scheint wirklich zu spinnen, über 20 Grad im Oktober in der Bretagne und die nächsten Tage soll es sogar so bleiben. Am nördlichen Ortsrand befindet sich ein einfacher und nichtssagender typischer Sardinen-Stellplatz ohne alles, kostet 4,- Euro, eigentlich, wenn denn jemand kassieren kommt. Aber man steht hier ruhig und mit dem Rad gibt es einiges zu entdecken, wie einer der höchsten Leuchtürme Europas, der ewig lange Sandstrand mit den Strandseglern, der Pointe de la Torche, das Schiffsmuseum in Guivines und der malerische Ort Guivines an sich.

Saint Guénolé -Hafen

Saint Guénolé -Hafen

Eine Minute zu Fuß vom Stellplatz entfernt befindet sich die schroffe Felsküste, woran sich die Atlantik-Wellen brechen. Bei schönem Wetter ist das ein Traum, insbesondere bei mildem Wetter mit einem Glas Wein in der Hand den Sonnenuntergang zu betrachten. Der halbe Ort war an diesem Tag am Strand, kein Wunder, auch mir wird dieser Sonnenuntergang ewig im Gedächtnis haften bleiben.

Guénolé-Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Brandung

Brandung

Brandung im Gegenlicht

Brandung im Gegenlicht

Wir genossen das wunderbare Wetter und blieben noch einen Tag, sattelten die Bikes und radelten am Phare d`Eckmühl vorbei durch die Dünen nach Guivines. Hier besuchten wir den Schiffsfriedhof und bummelten durch den Ort.

Chapelle de la Joie

Chapelle de la Joie

Kervrat

Kervrat

22.10.2018 – Pont L`Abbé – 15 km

Pont L`Abbé soll eine schöne Altstadt besitzen, also war dies unser nächstes Ziel. Die Altstadt ist in der Tat ganz nett, aber verglichen mit einigen anderen Orten nicht unbedingt eine Besichtigung wert.
Der Stellplatz im Ort war durch einen kuriosen Markt belegt. Vom Traktor oder anderen Landmaschinen, Kräne, über Autos, Neue wie Oldtimer über landwirtschaftliche Produkte sowie Lebensmittel gab es hier alles zu kaufen.

Chateau Pont L`Abbé

Chateau Pont L`Abbé

Reneault-Mignonnete

Reneault-Mignonnete

Tiger-Duck

Tiger-Duck

Da der Stellplatz ja belegt war, nächtigten wir beim Leclerc, der einen richtigen Wohnmobil-Park mit VE besitzt. Hier kam wieder Walmart-Feeling auf, sogar Internet gibt es hier. Dazu eine Lavanderie und eine große Hunde-Waschbox mit großer Wanne und Fön 🙂

23.10.2018 – Concarneau – 40 km

Ein Stück weiter die Küste herunter liegt Concarneau. Concarneau ist schon etwas größer, mit einem relativ großen Hafen und vor allem der Ville Close.

Concarneau

Concarneau

Die Ville Close, auf einer kleinen Insel gelegen, war eine ehemalige Abtei. Eine Stadtmauer umgibt die Insel und es führen nur zwei Straßen durch die malerische Altstadt.
Es hat so etwas wie der Mont St. Michel, nur in klein. Überall Andenkenläden und Kunsthandwerk. Ich möchte hier nicht in der Saison durch laufen, selbst jetzt war ein reger Betrieb. Trotzdem, es hatte was und es ist ein unbedingter Tipp!

Ville Close-Rue Vauban

Ville Close-Rue Vauban

Ville Close Art

Ville Close Art

Südlich des Zentrums von Concarneau befindet sich ein Stellplatz mit VE. Soll eigentlich 4,- Euro kosten, aber es kam niemand zum Kassieren und ein Parkautomat war auch nicht vorhanden.
Der nette Stellplatz (GoogleMaps) liegt an einem kleinen Park und direkt am Meer. Von hier aus kann man in einem Kilometer Entfernung mit einer Fußgängerfähre zur Ville Close übersetzten.
Wenn das Wetter passt, kann man nur ein paar Schritte vom Stellplatz entfernt beim Bier oder Wein einen grandiosen Sonnenuntergang bewundern.

Concarneau-Sonnenuntergang

Sonnenuntergang am Stellplatz

24.10.2018 – Trévignon – 12 km

Ein Stück weiter liegt Trévignon mit einem hübschen kostenlosen Stellplatz an den Dünen und Nahe am Meer.

Trevignon-Stellplatz

Trevignon-Stellplatz

Von hier aus unternahmen wir einen Spaziergang in den Ort und Abends genossen wir wieder einen traumhaften Sonnenuntergang.

Trevignon-Küste

Trevignon-Küste

Was hatten wir nur ein Glück mit dem Wetter, Südfrankreich und Spanien saufen quasi ab, an etlichen Orten in Europa fällt der erste Schnee und wir genießen bei ca. 20 Grad bei herrlichstem Wetter die Sonne.

Maler im Sonnenuntergang

Maler im Sonnenuntergang

Maler im Sonnenuntergang

Maler im Sonnenuntergang

Nach dem Sonnenuntergang folgte dann der Mondaufgang. Heute war Vollmond, das sah schon imposant aus!

Mondaufgang

Mondaufgang

Fast überall in Europa ist schlechtes Wetter mit Regen und es wird kalt.
Überall? Nein, nicht überall…
Ein kleiner Zipfel, ganz im Westen Frankreichs wehrt sich Dank eines Zaubertrankes mit Wärme, klarem Himmel und Sonne gegen die Übermacht des Schmuddelwetters.
So genossen wir einen weiteren warmen Tag mit einem Spaziergang an der Küste, Faulenzen in der Sonne und wieder einen grandiosen Sonnenuntergang.

Eiland an der Küste

Eiland an der Küste

26.10.2018 – Lorient – 50 km

Die Geschichtsträchtige Stadt Lorient mit den alten deutschen U-Boot Bunkern liegt an der Mündung des Le Blavet. Die U-Boot Bunker wurden aus Geldmangel in den letzten Jahrzehnten vernachlässigt und sind heute nur bedingt touristisch genutzt. Die Stadt wurde damals ziemlich ausgebombt und hat eigentlich nicht viel zu bieten.
An der Hafeneinfahrt gibt es einen netten kleinen Stellplatz ohne VE, hier besteht der Reiz daran, dass man direkt am Wasser steht und den Schiffen zuschauen kann.

Lorient-Hafeneinfahrt

Lorient-Hafeneinfahrt

27.10.2018 – Ile de Quiberon

Eigentlich war das mal eine Insel, bis durch Sandablagerungen eine Halbinsel entstanden ist. Quiberon selbst hat bis auf einen Herrensitz kaum etwas zu bieten.
Etwas nördlich befindet sich ein unhübscher Stellplatz für 100 Wohnmobile mit VE für 6,50 Euro, VE kostet extra. Jetzt zu dieser Zeit geht es, da ist nicht so viel los.
Man befindet sich nah am Meer, von hier gehen Wanderwege ab und steht etwas windgeschützt, von daher ist er schon empfehlenswert.

Quiberon-Chateau

Quiberon-Chateau

Wunderschön ist die Landschaft, die von Dünen, langen Stränden und einer schroffen Felsküste, der „Wilden Küste“ (Cote sauvage) geprägt ist. Wer die Bretagne besucht, sollte die Cote sauvage auf der Ile de Quiberon auf keinen Fall auslassen!

Brandung bei Sonnenuntergang am Stellplatz

Imposant wird es, wenn der Wind aus West stürmt und die Dünung des Atlantiks gegen die Felsküste brandet. Das Foto ist beim Stellplatz aufgenommen.

Brandung bei Sturm

Brandung bei Sturm am Stellplatz

29.10.2018 – Locmariaquer – 35 km

Auf der nächsten Halbinsel befindet sich Locmariaquer, die vor allem wegen der eindrucksvollen Monumente aus der Megalithzeit bekannt geworden ist.

Locmariaquer-Altes Herrenhaus

Locmariaquer-Altes Herrenhaus

irgendwie erfüllt es einen mit Ehrfurcht, wenn man vor rund 6.000 Jahren alten Bau- und Kunstwerken steht.

Les Pierres-Plates

Les Pierres-Plates

Steinzeitliche Steinmetzarbeit

Steinzeitliche Steinmetzarbeit

Südlich von Locmariaquer befindet sich ein schöner kostenloser Stellplatz (GoogleMaps) an den Dünen direkt am Meer. Eigentlich braucht man den selbst in der Nebensaison kaum anfahren, da er wegen seiner Beliebtheit immer belegt ist.
Aber wir hatten wieder Glück und konnten den letzten Platz ergattern. Und klar, wir durften wieder einen grandiosen Sonnenuntergang genießen.

Locmariaquer-Sonnenuntergang

Locmariaquer-Sonnenuntergang

Es gäbe zwar noch vieles mehr der Bretagne zu bewundern, aber wir kennen sie ja schon und das Wetter wird langsam ungemütlich. So verließen wir die Bretagne wieder weiter auf dem Weg in den Süden.

Zum Schluß noch etwas Allgemeines zur Bretagne:
Die ganze Bretagne ist mit ihrer wilden Küste und manchmal riesigen Brandungswellen an den Steilküsten mit den Leuchttürmen sowie die bunten Granitmurmeln der Cote de Granit Rose, die etwas an die Alabama Hills oder den Joshua Tree in den USA erinnern, eine einzige Sehenswürdigkeit. Wer sich für Kirchen-Architektur interessiert, kommt hier voll auf seine Kosten. Selbst in den kleinsten Orten sind die Kirchen etwas Besonderes.
Drei Wochen kann man locker einplanen um wenigstens die nettesten Ecken und HighLights zu erkunden, dieser Bericht deckt lediglich einen kleinen Teil der Sehenswürdigkeiten ab. Monate könnte man hier verbringen…
Für uns natürlich subjektiv, hat die Bretagne einiges an Reiz verloren, da wir sie von früher kennen. Der Tourismus, insbesondere mit Wohnmobilen hat immens zugenommen und jene haben sich zu einer Seuche entwickelt. Die Folge sind teure kostenpflichtige Parkplätze, Sperrungen und manchmal ebenso teure und viel zu enge Wohnmobil-Stellplätze.
Kostenloses Parken im Gouffre, Point du Raz, Ploumanac`h u.s.w. ist nicht mehr möglich.
Selbst für das Besichtigen von Sehenswürdigkeiten, wie z.B. die Figuren, die ein Künstler am Strand in den Fels gehauen hat (Rotheneuf), kostet heute Eintritt. In der Saison dürfte auf der Halbinsel die Hölle los sein.

Ab Mitte September lässt der Tourismus langsam nach und ab 1. Oktober haben auch die meisten Camping-Plätze geschlossen. Gerade ab Oktober ist das Reisen deutlich entspannter, mit dem Wohnmobil muss man jetzt nicht mehr um jeden Platz kämpfen und überhaupt steht man den Wohnmobilen scheinbar toleranter gegenüber. Ebenso angenehm nun ist das Erkunden der nicht nur landschaftlichen Highlights.
Die meisten Ortschaften und viele Nebenstraßen sind für Fahrzeuge > 3,5 T gesperrt und die Nebenstraßen sind an sich sind recht eng. Am Besten kann man die Bretagne mit einem Kasten oder zumindest sehr kompakten Wohnmobil erkunden. Mit einem Kasten findet man gerade in der Nebensaison oftmals einen schönen Platz an der Küste zum Übernachten, da man nicht gleich so als Wohnmobil auffällt.

Nächster Reisebericht: Der Golf der Biscaya, französischer Teil >

Zum Abschluss noch eine Bildergalerie mit weiteren Eindrücken:

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4 Kommentare

  1. Sehr schöner Reisebericht und tolle Fotos! Werde ich für meine kommende Bretagne-Tour mit dem VW-Bus prima nutzen können. Vielen Dank und euch weiterhin gute Fahrt!

    • Danke Dir!
      Ein Bully ist wohl auch das richtige Fahrzeug für die kleinen Straßen. Vor allem ist das Parkplatzproblem geringer. Viel Spaß!

  2. Wie immer top! 2020 steht Bretagne auf dem Programm,.
    Vielen Dank für die vielen Tipps!
    VG Jörg.

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