Georgia

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In den Sümpfen (Swamps) Georgias im Okefenokee Wildlife Refuge und mit den Alligatoren auf Du und Du. Das war schon aufregend, den riesigen Alligatoren so nahe zu kommen, also in freier Wildbahn.
Von dort noch einmal einen Zipfel Florida an die Atlantik-Küste in den Fort Clinch State Park bei Fernandia Beach.

Vorheriger Reisebericht: Florida

23. – 24.03.2018 – Okefenokee Wildlife Refuge mit Stephen Collins Foster State Park – 187 km

Von Manatee Springs aus ging es schnurstracks Richtung Norden in den Stephen Collins Foster State Park der im Okefenokee Wildlife Refuge in den Swamps (Sümpfen) am Suwanee River liegt.
Mit Glück hatten wir hier den Campground für zwei Tage ergattern können. Mal wieder ein paar Tage kein Stress mit der Campground-Suche 😉
Apropos Campground, da wir gestern Internet hatten, konnten wir noch einige Plätze für die letzten zwei Wochen vor der Abgabe des Bimos buchen. Im Moment ist es im “Norden”, bzw. Virginia, noch recht ungemütlich, so war noch einiges frei. An die Preise hatten wir uns nun auch gewöhnt, wobei es nördlich noch einen Tacken teurer wird. Die paar Tage hatten so viel gekostet, wie wir sonst in zwei Monaten ausgegeben hatten. Na egal…

Alligator Bootshaus

Alligator Bootshaus

Alligator am Campground

Alligator am Campground

Der Stephen Collins Forster State Park ist eine unbedingte Empfehlung! Die Landschaft mit den Sümpfen ist einfach toll. Ein kleiner Trail führt in den Swamp den wir auch sogleich gelaufen sind. Man kann hier zu fairen Preisen Kajaks (30,- Dollar/Tag) oder auch ein kleines Motorboot (60,- Dollar/4 Stunden) mieten und zig Kilometer in die Swamps fahren.
Gleich bei der Ankunft schwammen die Alligatoren und Schildkröten herum. Schade, hier wären wir gerne länger geblieben…

Swamp Trail

Swamp Trail

Am ersten Abend hatten wir an einem Ranger-Programm mit Himmelsbeobachtung teilgenommen und konnten auch ein Foto durch das Teleskop schießen. Schiet Technik, das Bild von Ulrike mit dem Eierphone war besser, als es mir mit meiner sauteuren Spiegelreflex möglich war. Die kleine Linse des Eierphones ist für das kleine Okular einfach besser geeignet, als das dicke Objektiv meiner Sony.
(Foto: Ulrike Scharrer mit iPhone)

Mond

Mond

Für den Folgetag mieteten wir uns ein Kanu, einfach weil es leiser ist als so ein knatternder Außenborder. Das war auch bei den zig, teils riesigen Alligatoren die überall rumlungerten oder wir nah vorbei paddelten viel spannender. Besonders der eine Große, dem wir wohl zu nahe gekommen waren und sich plötzlich zu uns in Bewegung setzte. Da wurde uns in unserer Blechschüssel schon mulmig.
Eine Kanu-Tour durch diesen grandiosen Swamp sollte ein Muss sein.

Warnung

Warnung

Swamp

Swamp

Suwanee Swamp

Suwanee Swamp

Sumpfschildkröte

Sumpfschildkröte

Nickerchen

Nickerchen

Grinsemaul

Grinsemaul

25.03.2018 – Fort Clinch State Park – 175 km

Auch hier konnten wir vor ein paar Tagen mit Glück einen Restplatz buchen.
Der Fort Clinch State Park liegt auf Amelia Island, ca. 50 km nördlich von Jacksonville am Atlantik, der letzte nördliche Zipfel Floridas. Eigentlich ist es mit dem Fort, dem Sund mit dem Moor und dem Atlantik ganz hübsch hier. Alleine die Zufahrt zum Campground mit den Moor-Bäumen und den herabhängendem Moosen, einfach nur toll. Ok, passt zum Wetter 😉
Innerhaln einer halben Stunde fiel die Temperatur von 25 auf 15 Grad und es pladderte junge Hunde. Wir konnten uns nur noch im Bimo eingraben. Nichts gegen einen Regenspaziergang, aber es schüttete dermaßen und die Sicht ging Richtung fast null.
Also machten wir so sinnvolle Dinge wie Kuchen backen, Brotteige auf Vorrat vorbereiten, lecker Kochen (Hackbällchen in Tomatensoße mit Auberginen und Zucchini) und uns beim Lesen entspannen…

26.03.2018 – Fernandina Beach – 18 km

Gott sei Dank hatte es aufgehört zu regnen, aber es war dunkel grau und so richtig stürmisch. Es blieb daher bei dem Versuch eines Strandspaziergangs.

Sturm

Sturm

Statt dessen sind wir im Park den kleinen Magnolia Trail gelaufen, der durchs Moor und einem wahrhaften Dschungel führt. Gerade bei diesem Wetter sah das einfach nur märchenhaft toll und ein wenig gespenstisch aus. Leider blieben die Alligatoren aus, die fehlten echt.

Magnolia Trail

Magnolia Trail

Moordschungel

Moordschungel

Anschließend hatten wir uns die nahe Historical Town Fernandia Beach angesehen. Nicht nur die Wohngegenden im Südstaatenstil sahen toll aus, auch die Innenstadt mit den Geschäften und restaurierten Gebäuden verströmte ein tolles Flair.

Muschelbeton

Muschelbeton

Oldtimer

Oldtimer

Veranda Schmuck

Veranda Schmuck

Warten auf Futter

Warten auf Futter

Am Hafen warteten die Pelikane bei einem Seafood Laden auf Futter 🙂
Die zitterten dermaßen, ich glaube, die suchten hinter dem Gebäude Schutz vor dem Sturm, warm war es heute mit 14 Grad auch nicht gerade.
Wer in die Gegend kommt, Fernandia Beach und der Fort Clinch State Park sind ein unbedingter Besuch wert!

Grimmig

Grimmig

Rastplatz

Rastplatz

Genächtig hatten wir an einer Boat Ramp bei Old Fernandia (30.695872,-81.458676), paradoxerweise nur 200m vom Campground entfernt. Keine Ahnung ob man hier stehen darf, Verbotsschilder stehen hier jedenfalls keine, nur im Boot darf man nicht nächtigen. Im Sommer dürfte hier richtig was los sein und ich verstehe auch nicht, wie solch eine Anlage mit sauberen (Flush-)Toiletten, riesigem Pavillion und der aufwändigen Ramp kostenlos sein kann.

Hafen Impression

Hafen Impression

27.03.2018 – Carlucci Sisters Creek – 137 km

Das Wetter war wieder nett und was macht man nicht alles für ein Brot. Das Roggenmehl war alle und sind wir gut 60 km zu einem Whole Food nach Jacksonville gefahren. Hier mussten wir quer durch die Downtown. Mit einem Wohnmobil zwischen die Häuserschluchten mit den Wolkenkratzern hindurch, mit den Ampelketten und engen Straßen war das schon spannend und interessant. Wir waren aber auch wieder froh, uns durch die Spaghettiknoten wieder in Freie manövriert zu haben. Was hatten wir früher eigentlich ohne Navi gemacht? 😉

Boat Ramp Carlucci

Boat Ramp Carlucci

Jacksonville

Jacksonville

Zurück ging es wieder die Küste über die Inseln mit den Sumpfgebieten entlang Richtung Norden.
Beim Huguenot Memorial Park hatten wir einen Stopp eingelegt und einen ausgiebigen Strandsppaziergang unternommen. Der Strand ist auch befahrbar, was ich aus den bereits erwähnten Salzgründen auch hier nicht gemacht hatte. Laufen ist eh gesünder…
Hier gab es auch einmal einen Campground, den ein Hurricane leider eingeebnet hat. Auch ansonsten befindet sich der park in einem desolaten Zustand, an dem niemand mehr was macht.

Zufahrt Huguenot

Zufahrt Huguenot

Huguenot Sundseite

Huguenot Sundseite

Hugenot Strand

Hugenot Strand

Wiederum ca. 5 km südlich befindet sich beim Carlucci Sisters Creek eine hübsche Boat Ramp (30.39734,-81.459116) mit einem Boardwalk wo wir uns für die Nacht niedergelassen hatten.
Ich denke mal, dass das ok war, jedenfalls hatten wir kein “no overnight parking” ausgemacht. Auf dem Boardwalk genossen wir dann einen tollen Sonnenuntergang in den Sümpfen.

Boat Ramp Fernandia

Boat Ramp Fernandia

Carlucci Sonnenuntergang

Carlucci Sonnenuntergang

28.03.2018 – Fernandia Beach – 50 km

Wir tuckerten bei herrlichstem Wetter wieder gemächlich Richtung Norden nach Fernandia Beach zum Walmart. Nur ein paar Kilometer weiter geht es links zu der ehemaligen Kingsley Plantation. Der Besuch war recht interessant und auch beklemmend. Was sich die “Herrenrasse” damals so geleistet hat, das steht den Sauereien eines Adolf kaum nach. Das sah der damalige Besitzer wohl auch so, heiratete eine Schwarze und haute dann mit ihr in die Karibik ab.
Eingebettet ist die ehemalige Plantage in einer Traumhaften Landschaft. Alleine die Zufahrt durch den Dschungel auf dem Feldweg hatte etwas abenteuerliches. Das Bimo hätte kaum höher oder breiter sein dürfen.

Dschungelpfad

Dschungelpfad

Kingsley Plantation

Kingsley Plantation

Pfau

Pfau

Zufahrt Kingsley Plantation

Zufahrt Kingsley Plantation

Dann noch einen Stopp an einer Day Use Area im Big Talbot Island State Park, wo wir den ganzen Nachmittag u.A. mit einem Strandspaziergang verbrachten.

Am Strand

Am Strand

Bei Sonnenuntergang sind wir dann zum kleinen Walmart in Fernandia Beach.

29.03.2018 – Brunswick – 167 km

Weiter ging es Richtung Norden am Atlantik entlang.

HighWay-Bridge

HighWay-Bridge

Jekyll Island hatten wir ausgelassen, nur der Zutritt zu der Ferieninsel sollte 10 Dollar/Tag Eintritt kosten. Möchte man dort auf dem Campground, kommen noch einmal 45,- Dollar hinzu. Das war es uns nicht wert. War aber schon zu erahnen, alleine die Zufahrt verriet keine arme Gegend 😉
Wir legten dann einen Stopp beim Fort Frederica bei Brunswick ein. Es steht eigentlich kaum mehr etwas, aber mittlerweile ist das ein wunderschöner Park mit altem Baumbestand, der wie Lametta von Moosen behangen ist…

Fort Frederica

Fort Frederica

Moosbäume

Moosbäume

Straßenvögel

Straßenvögel

Anschließend sind wir noch zum Beach und hatten einen Spaziergang unternommen. Durch den hübschen Ort mit den Holzvillen sind wir dann zum nahen Walmart in Brunswick zum Übernachten gefahren.

Strandkunst

Strandkunst

Von Jacksonville bis Savannah ist die Campgroundsituation recht mager. Oft sind das RämmiDämmi-Platze oder mit allem Pipapo und von daher recht teuer. Preislich ist unter 35,- eher 50,- Dollar nichts zu bekommen. Selbst wenn wir auf einen solchen Platz gewollt hätten, es war eh alles ausgebucht.

Das Video inkl. Bildern zum Reisebericht, ca. 8:52 min

30.03.2018 – Walmart Brunswick – 0 km

Was für ein gruseliges Wetter, es schüttete wie aus Eimern. Da der Platz hier beim Walmart mit viel Grün grün gar nicht so übel ist, vor allem bei dem Wetter wo es eh nicht hell wurde, sind wir einfach stehen geblieben und faulten herum. Dank Internet wurde es auch nicht gar so langweilig und wir konnten einiges erledigen.
Bei diesem Walmart ist es so, dass die Wohnmobile in einer bestimmten Ecke zu stehen haben. Wir hatten uns ohne jemanden zu belästigen oder Parkraum unnütz zu verschwenden anderweitig ins Abseits gestellt und nahmen auch nur eine Parklücke ein. Die herumfahrende Security hatte uns gestern auch in Ruhe gelassen. Spätnachmittags schlug dann heute eine mufflige Security-Dame auf, gab uns zu verstehen, dass ich hinter ihr her fahren solle (alleine hätte ich das ja auch nicht geschafft) und wies uns einen Platz zu, wo all die Dickschiffe standen.
Sinnvoll wäre zumindest eine Parklücke gewesen, nein, wir söllten uns längs hinstellen, so dass wir sechs Parklücken in einem Bereich wo auch Kunden parken in Beschlag genommen hatten. Logik und Sinnhaftigkeit ist den Amerikanern ja scheinbar eh fremd, hier im Osten wird es gefühlt besonders schlimm, wie wir ja nun mehrfach kopfschüttelnd feststellen durften.

Follow me

Follow me

Der Spruch hätte zwar von mir sein können, aber er kam von einer Amerikanerin die meinte: “Gestern war ein Mann unterwegs, heute eine Frau und wenn man Frauen eine Uniform verpasst…”
Dass Mufflon brauchte das wohl auch, ist ja auch frustrierend, die ganze Nacht im Auto auf dem Parkplatz um den Walmart zu kreisen.

Dickschiffe

Dickschiffe

31.03.2018 – Altamaha Park – 34 km

Nur etwas weiter nordwestlich liegt der urige an den Swamps des Altamaha River gelegene, der mit 23,- Dollar vergleichsweise recht günstige, gleichnahmige Park. Eigentlich ist das nur ein kleiner Campground wo sich die einheimischen hin verirren, weniger die Touristen.
Alleine der Shop mit der Rezeption, die urig verschrobenen Locals und die Meth-Kisten hatten etwas. Hier kommt man dem normalen Volk wahrlich nahe.

Altamaha Campground

Altamaha Campground

Methküche

Methküche

Was ich nie erwartet hätte, hier die besten sanitären Anlagen anzutreffen, die wir bisher in den USA und Kanada angetroffen hatten. Groß, geräumig, optisch ansprechend und fast heimelig.
Hier heißt es denn auch nicht Restroom oder Comfort Station, sonder Bathhouse.

Alte Eisenbahnbrücke am Campground

Alte Eisenbahnbrücke am Campground

Altamaha Swamp

Altamaha Swamp

Einen kleinen Walk durch die Swamps hatten wir wegen der Black-Flies abgebrochen, unerträglich.

01. – 2.04.2018 – Savannah – 147 km

Die Fahrt führte durch weite Sumpflandschaften hindurch wo der Modergeruch ins Bimo drang.
In Savannah wollten wir am Visitor-Center übernachten, aber die Apps sind nicht mehr aktuell, Übernachten geht nun nicht mehr.
Satt dessen sind wir dem Hinweis im Visitor-Center gefolgt und hatten unser Lager auf einer Wiese am Trade & Convention Center auf dem Hutchinson Island gegenüber der Altstadt aufgeschlagen. Die Übernachtung kostet hier zwischen 0 und 30 Dollar (bei Veranstaltungen), da nichts los war, standen wir hier kostenfrei.
Von dort geht auch eine (kostenlose!) Fußgängerfähre zum Centrum, sehr praktisch. Die hatten wir auch gleich genutzt und die Altstadt von Savannah erkundet.

Blick vom Stellplatz

Blick vom Stellplatz

Containerschiff

Containerschiff

Savannah Skyline

Savannah Skyline

Die Altstadt gilt als eine der Schönsten der USA. Stimmt, mit den alten restaurierten teils historischen Gebäuden, den vielen grünen Squares, überhaupt das viele Grün, und dem Flair insgesamt, insbesondere bei diesem schönen warmen Wetter ist die Altstadt echt ein unbedingter Besuch wert.
Imposant, wenn die riesigen Containerschiffe quasi durch die Stadt fahren.

Boutique

Boutique

Historic

Historic

Kunstwerke

Kunstwerke

Savannah-Cotton

Savannah-Cotton

Am folgetag nutzten wir den DOT. Das ist ein kostenloses Shuttle-System mit Bussen wo man beliebig im 10min-Takt ein und Aussteigen kann.
Wir ließen uns bis ans andere Ende der Altstadt fahren und liefen dann kreuz und quer durch die Altstadt.

Relax

Relax

Am nächsten Tag ging es noch mal kurz in ein Wildlife-Refuge, dann waren wir auch schon in Süd Carolina. Tschüß Georgia, tschüß Sümpfe und mit Savannah eine tolle Stadt!

Das Savannah-Video, ca. 5 min

Nächster Reisebericht: Süd Carolina

Gefahrene km: 41.763
Gelaufene km:    1.717

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2 Kommentare

  1. Viola Höweler

    Wieder ein grossartiger Bericht mit sehr schönen Fotos!

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