Vorbereitung USA-Reise 2017

Bild USA 2017

USA 2017 – 2018

Aktualisierungen:
2016-11-05  Reiseplanung, Krankenversicherung, Ausrüstung Wohnmobil, Transport
2017-02-16 Zoll, weitere Lösung für längeren Aufenthalt
2017-02-24 Führerschein, Zulassung, Banken, Kreditkarten
2017-03-28 Wichtig: KFZ-Versicherung
2017-04-11 Wichtig: Zollvorschriften Kfz

Vorwort

Nachdem wir uns nach Zusammentragen der ersten Fakten ob der generellen, insbesondere finanziellen Machbarkeit für unsere USA-Reise entschieden hatten, begann das weitere Zusammentragen von Informationen und Planen. Hier sollte man sehr frühzeitig beginnen! Visabeschaffung, Krankenversicherung, Transport u.s.w. erfordern eine lange Vorlaufzeit der Planung.
Ich schreibe mal im Präsenz-/Past-/Future-Wirrwar, da der Bericht bis zu unserer Abfahrt wahrscheinlich noch laufend ergänzt wird/wurde, bitte Nachsicht…  🙂
Die erste Phase dient alleine dem Zusammentragen weiterer Informationen, wir besuchen Foren, liehen uns etliche Reiseführer aus und besuchen spezielle Webseiten. Hierbei ziehen noch einige Wochen ins Land. Der Übergang zur Phase zwei, des Aktivwerdens ist dann fließend. Die hier aufgeführten Punkte sind dann auch nicht chronologisch. Ich begann schon im Februar 2016 mit diesem Bericht und der wurde/wird laufend ergänzt und erweitert  🙂
Ebenso finden sich hier Tipps allgemeiner Natur, über die Verschiffung des eigenen Wohnmobils in die USA, Besonderheit USA und was es zu Hause oder sonstwie vielleicht zu regeln gibt wenn man länger unterwegs ist.
Es finden sich im Netz viele Reiseberichte mit Verschiffung in die USA, aber selten mit Informationen, worauf man wirklich achten sollte. Gerade was die Einreise nach Kanada betrifft und mit dem Zoll gibt es einige wichtige Änderungen!

Reiseplanung

Geplant ist eine Umrundung des nordamerikanischen Kontinents. Von Halifax zum Yellowstone, in den Norden zum Yukon, Alaska, wieder Richtung Süden nach Vancouver, die üblichen Canyons, Baja California, noch mal in die Canyons und wieder zurück. Ob Baltimore oder Halifax, ist noch nicht klar.
Da der Umfang zu groß ist, ist die Tourenplanung ausgelagert und unter Tourplanung zu lesen.

Versicherungen

Kfz-Versicherung

Hier gibt einige Dinge zu beachten: Unsere Haftpflichtversicherung und auch die Kasko gelten auf dem amerikanischen Kontinent nicht! Es muss also für diesen Zeitraum eine separate Versicherung abgeschlossen werden.
In Deutschland gilt die Haftpflichtversicherung für das Fahrzeug. Damit ist das Fahrzeug versichert – unabhängig davon, wer das Fahrzeug fährt. Die USA und Kanada kennen diese Regelung nicht: Hier wird nicht das Fahrzeug versichert, sondern der jeweilige Fahrer. Zumindest sind Ehegatten grundsätzlich mitversichert.
Ebenso wenig gibt es dort die hohen Deckungssummen wie hier, dafür sind die Versicherungen aber deutlich teurer! Dies hängt natürlich auch damit zusammen, dass Ausländer unbeschriebene Blätter sind und die Kilometerleistung höher ist. Damit steigt natürlich auch das Risiko für die Versicherungen. Überhaupt muss eine Versicherung auch anerkannt werden und meistens benötigt man eine echte Adresse in den USA.

Z.Zt. gibt es kaum eine Möglichkeit, von hier aus eine KFZ-Versicherung für die USA abzuschließen, der gute Herr Nowag ist leider verstorben und letzte Woche (12. KW 2017) dann die Nachricht, dass Progressiv keine europäischen Wohnmobile mehr versichert! Erst wurde immer gesagt, dass erst 4 Wochen vorher versichert werden kann und dann wird ohne Vorwarnung/Mitteilung der Service eingestellt. Sind wir nur durch Zufall hinter gekommen und hätte fürchterlich ins Auge gehen können 🙁
Progressive kündigt/widerruft sogar bestehende Verträge! Gerade erhielt ich eine Mail: “Progressiv hatte uns zuerst zugesagt und dann im Nachhinein  die Versicherung gecanceled.” Ganz schlimm, diese Globetrotter befinden sich bereits in Kanada!
Auf panamericana.info ist zu lesen und auch Telefonate mit Dienstleistern besagen, dass auch die anderen Versicherungen ihre Leistungen eingestellt haben.

Bis auf Seabridge (gleich Thum) ist es nicht mehr möglich, sein Wohnmobil in den USA zu versichern!

Alternativ könnte man auch in Baltimore anlanden und erst einmal einen amerikanischen Führerschein machen, dann wird es vielleicht günstiger. Man bräuchte aber eine echte! amerikanische Adresse. Ob das dann auch in Bezug des Aufwandes wirklich günstiger ist (Führerschein, Hotelkosten, Wohnung, Zeitverlust), ein unbeschriebenes Blatt ist man ja ebenso, sei mal dahin gestellt.

Krankenversicherung

Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt nur bedingt und wenn, dann wird oft nur ein Teil ersetzt. Die Privaten beschränken sich auch nur auf Europa und Reisekrankenversicherungen sind zeitlich begrenzt. Ärgerlich ist, dass eine Krankenversicherung in Deutschland weiter bestehen bleiben muss (Versicherungsvertragsgesetz – VVG) weil wir ja in Deutschland weiterhin unseren Wohnsitz haben, auch wenn diese für uns nicht zahlen muss.

In den Fällen, wo eine gesetzliche Krankenversicherungspflicht besteht, sollte man unbedingt mit seiner Krankenversicherung sprechen! Manch eine setzt die Beitragspflicht für den Zeitraum des Auslandsaufenthalt aus!
Die günstigste ermittelte Reise-Krankenversicherung bietet die HUK an, dazu mit guten Leistungen. Die AVB sind zudem gerade in Bezug auf einer Vorerkrankung kundenfreundlicher als die z.B. vom ADAC. Sicherlich zahlt keine Versicherung im Ausland für eine Erkrankung, die schon in Deutschland bestand. Bei der HUK ist das aber kundenfreundlicher ausformuliert, bei den Anderen gerät man schnell in die Beweispflicht. Die HUK versichert bis zum Lebensalter von 69 Jahren zu einem Beitrag von nur 1,30 Euro/Tag. Positiv ist eine Kooperation mit einer amerikanischen Gesellschaft, über die die Leistungen abgerechnet werden. D.h., man braucht nicht in Vorleistung zu treten. Nachteil bei der HUK, sie versichert nur für ein Jahr, keine Verlängerung möglich!
Ebenso günstig ist die Hanse Mercur. Nur etwas teurer ist der ADAC, hier ist aber wie bei den Anderen eine Verlängerung bis 5 Jahre möglich.

Wissen sollte man, dass die Versicherungen vor Reiseantritt abgeschlossen werden müssen. Eine Ausnahme bietet alleine Mawista, die ist allerdings wirklich teuer.
Infos mit Kontaktmöglichkeiten zu den Versicherungen findet ihr auf panamerikana.info.

Schutzbrief

Schutzbriefe gelten meist nicht in den USA. Krankheitsfälle sind mit der Reise-Krankenversicherung abgesichert. Für große Mobile über 3,5 T gibt es für Europa eh nur eine sinnvolle Versicherung und die Tritt halt nur für Schadenfälle in Europa ein. Wir haben den Schutzbrief gekündigt…
Eine eventuelle Ersatzteilbeschaffung ist mit unserem lokalen 🙂 abgeklärt.

Wohnmobil

Ausrüstung

Wie schon im Bericht spontane Entscheidung unter Wohnmobil erwähnt, haben Amerikaner eine andere Vorstellung von Luxus, nur selten sind Kassetten oder Gasflaschen anzutreffen. Entsprechend schwierig ist die Versorgung und Chemie in der Toilette ist verpönt und oft verboten zu Entsorgen. Die hier gemachten Vorschläge beruhen auf 2 Reisen mit Wohnmobilen in die USA.

Es sollte eine 2. Kassette dabei sein und es ist ratsam, sich Gastankflaschen verbauen zu lassen. Wer genug Platz hat, Amerikanische sind größer, man kann sich auch Flaschen in den USA oder Kanada kaufen und mittels Adapter an seine Leitungen anschließen.
Beim Strom ist zu bedenken, dass das Stromnetz in USA 110 V hat. Wer nicht autark ist, bzw. Landstrom benötigt, benötigt einen Transformator 110V – 220V oder löst das Problem mit einem kleinen Generator, bei den Amerikanern völlig normal. Manche Ladegeräte in unseren Wohnmobilen und auch für Laptop etc. kommen auch mit den 110 V zurecht, aber Achtung! Das Netz in den USA hat 60 hz und nicht wie bei uns 50 hz, manch ein Gerät macht da die Grätsche! Versuchen über Landstrom kann mans, dazu benötigt man aber einen Adapter. Der Landstrom sieht meist so aus: electrical.about.com/…/CampingElectricalConnections.
Am Besten ist, man hat alles auf 12 V und LED umgerüstet, hat einen Absorber Kühlschrank und viel Solar auf dem Dach und benötigt keinen Landstrom, ist also energetisch Autark. Alleine deswegen, da auf vielen Plätzen in den Parks keine Versorgung gegeben ist.

Mit Fäkal- und Gastank sowie energetisch autark ausgerüstet, kommen auch für uns ein paar Kleinigkeiten dazu, Ausrüstung, die dabei sein sollte:

    • Beil und Säge
      Grillen gehört zum Standard, es befinden sich fast immer Feuerstellen auf dem SP und oft darf man sich sein Holz sammeln.
    • Klapp-Spaten
      Um sich evtl. aus einer blöden Situation zu befreien.
    • Elastisches (kinetisches) Abschleppseil
      Für den Fall der Fälle und die Zugkraft sollte mindestens doppelt so groß wie das zGw des Wohnmobils sein.
    • Für die USA entsprechender Anschluss für den Wasserschlauch, der auf die dortigen Wasserhähne passt.
      Zur Not soll man einen Gardena-Anschluß höflich aber bestimmt auch darauf bekommen, aber das Gewinde ist dann hin und für die 5 Euro für einen Anschluss, den man auch hier bekommt, gehe ich keine Experimente ein.
    • Ersatzteile
      Sprinter haben in den USA eine andere Ausführung und Ducs sind exotisch, wir werden zumindest einen Dieselfilter und Wasserabscheider einpacken und uns angeschaut, wie man diese selber wechseln kann. Diese Teile bekommt man kaum in den USA oder nur sehr schwer.
    • Gängiges Werkzeug, wie Akkuschrauber, Drehmomentschlüssel für den Reifenwechsel, Inbus, Torx…
      Kann auch nützlich sein, sein eigenes Werkzeug für Werkstätten dabei zu haben, da die USA andere Maße haben und deshalb nicht immer helfen können.
    • Brauchbares und einsatzbereites Reserverad
      Überhaupt sollten die Reifen neuwertig sein, sie unterliegen auf Schotterpisten einem höheren Verschleiß und unsere Reifengrößen mit Tragkraft sind nicht immer zu bekommen.
      Gut ist es, gleich ein zweites Reserverad mitzunehmen oder zumindest einen neuen Reifen. Um so wichtiger, wenn eure Reifengröße in den USA nicht zu bekommen ist!
    • Tire-Moni
      Haben wir für uns gestrichen. Grund: Die stehen zu weit aus dem Reifen heraus. Die Gefahr, sich das Ventil im Matsch oder bei Steinen abzureißen, sind zu groß. Wir haben nun praktische Ventilverlängerungen und das Prüfen der Luft stellt kein Problem mehr dar, das kann man auch öfter machen.
    • Kompressor
      Da wir etliche Schotterstrecken und auch mal sandige Pisten befahren werden, kann es sich empfehlen, Luft abzulassen um für bessere Traktion zu sorgen. Allerdings muss die Luft ja auch wieder rein…
      Recht zufrieden bin ich mit dem Mannesmann-Kompressor, zumindest für ca. 0,5 Bar reicht er halbwegs, man kann ja einen Kaffee dabei trinken. Wenn wir unsere Tauchausrüstung mitnehmen, werde ich mir einen Adapter für meine Tauchflasche basteln, geht dann schneller und Komfortabler.
    • OBD-Adapter
      Für die Diagnose bei einer Panne unerlässlich. Die USA-Stecker passen nicht in unsere Fahrzeuge.
    • OBD-Diagnosegerät
      Falls es mal länger über 3.000 m gehen soll und das Fahrzeug nicht mehr anspringen will haben wir uns für unseren Sprinter ein OBD-Gerät von MB II iCarsoft zugelegt, hiermit können alle Motor- und Fahrzeugdaten sowie Zustände ausgelesen und Fehlercodes gelöscht werden. Das kann einen zumindest von einem hohen Berg retten…
    • Inspektion, technische Vorbereitung
      Da unsere Fahrzeuge in den USA eher exotisch sind und Werkzeuge mit unseren Maßen nicht immer vorhanden sind, sollte auf der Reise keine Inspektion anfallen und zuvor zu Hause durchgeführt worden sein.
      Fahrzeuge wie MB-Sprinter oder auch Iveco mit Rußpartikelfilter sind nur bis Höhen bis 2.500 – 3.000m tauglich. Auch wenn es mal darüber geht, können die überbrückt werden, wenn es anschließend wieder tiefer geht. Wer vor hat, auf diesen Höhen sein Wohnmobil abzustellen, zu Nächtigen oder länger auf diesen Höhen verweilen will, unbedingt mit der Werkstatt sprechen, dass das Fahrzeug entsprechend vorbereitet wird. Hier ein paar hilfreiche Infos: bremach-reisemobile.org/…/
    • HAWE-POWERmatik  GENIAL!!
      Ein Aufsatz um Radmuttern zu lösen. Weder schleppe noch kaufe ich einen riesigen Drehmomentschlüssel zum lösen der Radmuttern. Der Bericht dazu…
    • TÜV
      Das Wohnmobil sollte bei Heimkehr noch TÜV besitzen. Eine Heimfahrt zum Wohnort ohne TÜV ist nicht zulässig, nur die Fahrt zum nächsten TÜV.
    • Adapter zum Füllen des Gastanks oder Gastankflasche an LPG-Tankstellen und einen Betankungsfilter, z.B. zu besorgen bei wynen-gas.de/
      Zwar ist in den USA auch der ACME-Adapter wie in Deutschland üblich, aber auch ebenso der DISH-Anschluss. Dazu einen Betankungsfilter! Ist ja auch nützlich für Europa…
    • Ersatzkennzeichen, unsere deutschen exotischen Kennzeichen werden schnell als Trophäe geklaut. Montieren sollte man die Duplikate ohne Stempel. Wenn die Original-Kennzeichen weg sind, hat man nur teure Rennerei. Günstige Kennzeichen gibt es auf kennzeichen.de, die sind auch richtig flott in der Lieferung.
    • Bei Sprinter: Die 205er Reifen sind in den USA nicht erhältlich! Dort läuft der Sprinter auf 215/85/16!
      Wenn man nicht gerade mehrere Reifen mitnehmen will, empfiehlt sich eine Umrüstung. Lest dazu meinen Bericht Reifenumrüstung Sprinter 4×4.
      Das ist kein versenktes Geld, die Reifengröße mit der großen Auswahl halte ich auch insgesamt für besser.
    • Navigationsgerät
      Ich verwende mein kostenloses Scout oder maps.me, die als Navigationsgerät völlig ausreichend sind und viele POIs beinhalten. Vorteil ist hier, dass sie offline arbeiten und die 10 Euro bei Scout für die Karten (Weltweit) kann ich mir gerade noch so leisten 😉
      Bei maps.me, sind die Karten sogar vollständig kostenlos. Wer ein Apple-Gerät besitzt, sollte unbedingt auch PocketEarth installieren, arbeitet auch offline, hat eine Wikipedia-Anbindung und schlicht genial, ersetzt nahezu jeden Reiseführer. Unabdingbar für Reisende!
    • Schneeketten
      Hier und da wird uns bestimmt der Schnee erwischen. Grundsätzlich werden wir die nicht benötigen, wie unsere Winter Testfahrt gezeigt hat. Aber bei steilen Bergabfahrten oder bei Eis bringt einem selbst der Allrad nichts. Dazu kommt, dass auf etlichen Strecken wie bei uns im Winter Schneeketten vorgeschrieben sind.
      Also haben wir uns welche besorgt, Tipps und Infos im Artikel “Welche Schneeketten“.
    • Brot backen lernen 🙂

Transport

Hier haben wir uns für SeaBridge entschieden, da im Netz nahezu nur Gutes zu lesen ist. Das Unternehmen verfügt über sehr viel Erfahrung, bietet Lösungen aus einer Hand und ist auch sonst bei Problemen behilflich.
Die Transportversicherung haben wir allerdings über die Ergo abgeschlossen, da sie deutlichst günstiger ist als über Seabridge. Sie deckt dazu auch Vandalismus, Feuer und Wasserschäden ab.
Ein unmittelbarer Kontakt mit der Versicherung lief sehr freundlich und kundenfreundlich ab. Eine einmonatige Verlängerung (ohne Aufschlag) des Vertrages war gar kein Problem.

Visa

Einreiseerlaubnis Kanada

Man benötigt seit März 2016 auch als Nichtvisum-Land für Kanada eine elektronische Einreiseerlaubnis (eTA: Electronic Travel Authorization). Sie kann einfach online beantragt werden und gilt dann fünf Jahre oder bis Ende der Gültigkeit des Passes. Infos und Beantragung >

Visum USA

Dies gestaltet sich etwas schwieriger. Benötigt wird ein Nicht Einwanderungsvisa für Touristen (B-2) mit dem Online Antragsformular DS 160. Alle Infos hierüber unter https://de.usembassy.gov/de/visa/tourismus-und-reisen/
Man wird zu einem Interview geladen und hier sollte man sich gut vorbereiten und seine Gründe, bzw. Tourenplanung darlegen können. Das Visum gilt dann für 10 Jahre. Letztendlich trifft aber die Entscheidung über den Aufenthalt der Homeland Security Beamte bei der Einreise. In der Regel sind 6 Monate möglich. Vor daher ist es wichtig, auch hier die Planung glaubhaft und auch die finanzielle Absicherung (Belege) darlegen zu können. Hier ist es dann u.U. möglich, auch eine Einreisegenehmigung für 12 Monate zu erhalten. Da wir von einigen Fällen gelesen hatten, hoffen wir das mal für uns auch.
Der sonst übliche ESTA Antrag entfällt weil die Einreise über Kanada auf dem Landweg erfolgt.
Wichtig: Eine Einreise nach Kanada oder Mexiko gilt nicht als Ausreise aus den USA. Wenn alle Stricke reißen, werden wir wohl ne Woche Urlaub auf Jamaika machen und das Wohnmobil unterstellen 🙂

Das Wohnmobil und der Zoll in den USA

Das Wohnmobil wird in den USA zur vorübergehenden Zollgutverwendung abgefertigt und darf grundsätzlich für maximal 1 Jahr in den USA verbleiben und MUSS dann wieder ausgeführt werden!
In Foren ist oft zu lesen, dass manche Reisenaturen ihr Wohnmobil abstellen und für einige Monate zurück nach Deutschland fliegen. Manche schaffen es auch, nach wiederholten Einreisen aus Kanada oder Mexiko wieder eine Aufenthaltsgenehmigung für ein weiteres halbes oder ganzes Jahr zu bekommen und sind so teils mehrere Jahre auf dem nordamerikanischen Kontinent unterwegs. Der genehmigte Aufenthalt als Reisender und der Zoll bezüglich des Wohnmobils sind aber zwei unterschiedliche Paar Schuhe!
Auch haben pfiffige Naturen ihr Uraltmobil einfach verschrottet, auch das ist eine Entnahme aus der vorübergehenden Zollgutverwendung und es fällt Zoll an!

Verstöße gegen die Zollbestimmungen stellen aber eine Straftat dar und können durch erhöhten Zoll und Strafen ein tiefes Loch ins Sparbuch reißen!
Der Zoll richtet sich zudem nach dem Wert bei der erstmaligen Einfuhr, nicht was das Wohnmobil nach Jahren in den USA wert sein könnte!

Sicherlich wurde bisher nicht wirklich nach der Dauer des Aufenthalts bei der Ausreise gefragt, ein pfiffiger Zöllner könnte aber einfach mal nach den Verschiffungsbelegen fragen, schon hängt man am Fliegenfänger. Ich kann deshalb von einer Trickserei in der Form nur abraten, abgesehen davon, dass die nun schwieriger geworden ist.
Seit November 2015 werden die Kraftfahrzeuge, auch die der Touristen, bei der Einfuhr elektronisch erfasst, ein zusätzliches Risiko. Bei der Ausfuhr ist so der Aufenthalt des Fahrzeuges in den USA genau feststellbar.
Aktualisierung 04/2017: Beim verschiffen in Hamburg haben wir Sonja & Klaus von  sk-unterwegs.de getroffen, die 18 Monate auf dem nordamerikanischen Kontinent unterwegs waren.
Es ist wohl in der Tat so, dass auf die Vorschriften mehr geachtet wird!

Mit dem Wohnmobil länger als ein Jahr in den USA

Wenn beabsichtigt ist, die Waren, sprich Wohnmobil, definitiv wieder auszuführen, gibt es ein besonderes Verfahren. Hiernach ist eine Verlängerungsmöglichkeit des Einjahres-Zeitraumes auf maximal drei Jahre möglich.
Die vorübergehende Einfuhr  ist geregelt in der Temporary Importation under Bond – TIB, bzw. in Kapitel 98, Section XXII Subchapter XIII des US-Zolltarifs (HTSUS) , (articles admitted temporarily free of duty under bond – 9813).
Hier muss eine Sicherheit geleistet werden, die dann bei Ausfuhr des Wohnmobils wieder zurück gezahlt wird.
Allerdings greifen dann andere Vorschriften die das Leben schwer machen, das Fahrzeug muss nach einem Jahr nach amerikanischen Standards umgebaut werden, die Einhaltung von Abgasvorschriften nachgewiesen werden, was ein teures Unterfangen ist.

Grundsätzlich neige ich zu sagen, wer vor hat, über mehrere (mit Unterbrechungen) Jahre in den USA verbleiben zu wollen, sollte besser dort ein Wohnmobil erwerben. Der Aufwand für einen USA-Führerschein dürfte wohl deutlich geringer sein als die Problematiken mit dem Zoll, die Umrüstungsauflagen und der Ärger mit dem TÜV bei Rückkehr mit einem eigenen Wohnmobil.

Noch eine eventuelle Lösung

In Foren und dergleichen ist zu lesen, dass eine kurzfristige Ausfuhr nach Kanada oder Mexiko (NAFTA-Staaten) nicht ausreicht, um die Jahresfrist wieder aufleben zu lassen.
Man müsste demnach erst einmal weiter nach Belize oder Guatemala. Nur, darüber habe ich in den amerikanischen Zollvorschriften nichts gelesen! Es ist immer nur von der Ausfuhr aus den USA die Rede. Von einer Beschränkung bezüglich NAFTA-Staaten habe ich nichts gefunden, die ist ja auch nicht mit der EU vergleichbar, nur eine Handelszone. Eigentlich klar, nun spricht der Zöllner in mir 😉 

Bei der Einfuhr wird das Fahrzeug formell mit Antrag und elektronischer Erfassung zur vorübergehenden Zollgutverwendung abgefertigt. Die Ausfuhr hat ebenso wieder formell zu erfolgen.
Wenn dies nicht geschieht, ist das Fahrzeug auch nicht ausgeführt, auch wenn man sich mit dem Wohnmobil physisch in Kanada oder Mexico befindet. Daher wohl die Meinung, dass ein Grenzübertritt in diese Staaten nicht ausreicht. Spinnt man das weiter, reicht auch eine Fahrt nach Belize oder Guatemala nicht aus, wenn das Fahrzeug nicht formell ausgeführt wurde, es muss also formell ausgeführt werden.

In den Zollvorschriften ist eine Ausfuhr aus den USA von Fahrzeugen nach Kanada oder Mexico aber explizit vorgesehen, nur, sie muss formell geschehen! Dies geht auch nur an bestimmten Grenzübergängen zu bestimmten Zeiten über Spediteure. Solch eine Aktion kostet je Grenzübertritt z.Zt. für die USA so um die 200,- $, nochmals Gebühren für die Abfertigung in Kanada oder Mexico in gleicher Höhe und ist relativ aufwändig.
Fazit: Auch ein Export aus den USA nach Kanada oder Mexico mit Wiedereinfuhr lässt die Jahresfrist wieder aufleben, ist halt nur teuer und aufwändig. Lesestoff auf der US Customs Seite ->
Ob sich das lohnt, muss jeder für sich entscheiden, ich sehe das aber als die sinnvollste Möglichkeit an, um allen Widrigkeiten mit dem Zoll und anderen Vorschriften aus dem Weg zu gehen.
Hinweis: Dies ist meine Meinung und Interpretation zum gegenwärtigen Zeitpunkt nach bestem Wissen und Gewissen sowie stundenlangem lesen der US Zollvorschriften, den Sachverhalt werde ich vor Ort klären lassen und diesen Absatz zeitnah ergänzen / berichtigen.

Sonstiges, Banken, Kreditkarten…

  • Navigation
    2012 war der erste Urlaub ganz ohne Karten oder Reiseführer in meinem Leben, auch USA im Wohnmobil übrigens…  🙂
    Das Werkzeug war mein Tablet, das diente Dank guter WLAN-Abdeckung zur Informationsbeschaffung, war Kommunikationsgerät und zudem Navigationsgerät.
    Als Navi die kostenlose App Scout, die Karten kosten, aber 10 Euronen für die ganze Welt sind ein Witz und die werden laufend aktualisiert. Viele POI wie CP, SP, Einkaufsmöglichkeiten oder sonstiges sind eingebaut.
    Das Navi an sich steht einem normalen Navigationsgerät in nichts nach.
    Richtig genial ist für Apple die kostenlose App  Pocket Earth  auf einem iPad. Taugt weniger als Navi, aber der Informationsgehalt ist schier unglaublich, ersetzt jeden Reiseführer!!! Sei es Stellplätze, Einkaufmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten und Dank Wikipedia-Anbindung immer mit Hintergrundwissen.
  • Kreditkarten – Notfallnummern
    Notiert euch die Notfallnummern der Kreditkarten oder EC-Karte zum schnellen Sperren bei Verlust. Nehmt mehrere Karten mit und  verteilt die auf mehrere Personen, dass bei Verlust immer noch eine vorhanden ist. Mir ist es auch schon passiert, dass urplötzlich eine Karte gesperrt wurde, weil die Sicherheitsmechanismen von VISA griffen. Ist mir einem Anruf zu regeln, aber erst mal gibt es weder Geld, noch kann man bezahlen. Noch ein Grund: Sollte einmal etwas passieren wie Verlust etc., so hat man noch eine Reservekarte und steht nicht ohne Geld da!
    Füttert euer Kreditkartenkonto mit Guthaben, damit ihr ohne Gebühren Barabhebungen an Automaten vornehmen könnt.
    Richtet gleichzeitig ein Limit ein, damit ihr bei Verlust oder Hack nicht in die roten Zahlen geraten könnt!!
    Achtet auf ausreichend Guthaben, wenn ihr mal ein Fahrzeug mieten wollt, es sollte so viel drauf sein, bzw. das Limit ausreichend bemessen sein, dass die Kaution gedeckt ist!
  • Banken
    Wir haben uns ein Girokonto bei der DKB eingerichtet, darüber laufen auch unsere (Haupt-)Kreditkarten. Vom normalen Giro-Konto wird per Dauerauftrag ein Betrag zum Leben überwiesen.  Von dem DKB-Giro wird dann Geld auf das jeweilige Kreditkartenkonto überwiesen. So ist auf unseren Kreditkarten immer ausreichend Geld und können auch normale Bankgeschäfte tätigen.
    Grund ist ebenso die Sicherheit bei einem WorstCase-Szenario.
    Auf den Kreditkarten-Konten ist immer genug Geld, aber auch ein Limit eingerichtet. Schlimmstenfalls ist erst mal das Geld auf einem Kreditkarten-Konto weg, aber können nicht in die Miesen rutschen, bzw. dass das Giro-Konto leer geräumt werden kann.Hier sollte man auf ein sicheres TAN-Verfahren achten: 
    a) das ChipTan-Verfahren, die TAN wird mit dann mit einem TAN-Generator generiert. Ist bei fast allen Banken erhältlich und ein sehr sicheres Verfahren. Klappt sogar mit dem SmartPhone!
    b) Banking und TAN-Verfahren über zwei unterschiedliche APPs, wofür wir uns entschieden haben, weil es die einfachste und komfortabelste Lösung ist, zudem z.Zt. mit das sicherste Verfahren.
    Grund: Das mTAN-Verfahren ist nicht möglich, da wir kein Telefon haben, bzw. nicht wissen, welche Nummer wir gerade haben. Wichtig ist, dass die Verbindung über ein offenes WLAN über eine sichere VPN-Verbindung statt findet!! Lest dazu meinen Artikel Sicheres Internet mit VPN
  • Internationaler Führerschein…
    Den braucht man eigentlich nicht. Aber welcher Polizist soll mit unserer Karte oder Lappen klar kommen, geschweige verstehen, was da drauf steht. Um einen unnötigen Aufenthalt zu vermeiden habe ich lieber einen internationalen Führerschein dabei.
    Aber Achtung: Den erhält man nur, wenn man im Besitz des neuen Scheckkarten-EU Führerscheines ist! Den muss man ansonsten zunächst einmal neu beantragen, also Zeit einplanen.
  • Internationale Zulassung…
    Auch die braucht man eigentlich nicht, aber auch hier, welcher Cop kann etwas mit unserer Zulassung anfangen. Erleichtert das Leben und 10 Euro sollte man auch noch haben 😉
  • Kopter, meist hässlich Drohnen genannt erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Wer eine solche hat, sollte den auch unbedingt mitnehmen, die Landschaften sehen selbst aus ein paar Metern Höhe einfach nur schöner aus, man gewinnt einen viel besseren Eindruck.
    Seit Dez. 2016 müssen Kopter in den USA registriert sein, an sich kein Problem, die 5 $ dürfte ja jeder übrig haben. Nur war es bisher nicht möglich, als Ausländer eine Registrierung vorzunehmen, da man eine amerikanische Adresse brauchte. Auch außeramerikanische Server wurden schlicht geblockt…
    Das ist jetzt aber vorbei, jeder kann sich online registrieren, auch Ausländer.
    Man erhält eine Genehmigung die man ausdrucken kann, am Besten, man laminiert sie ein, denn die muss immer mitgeführt werden. Auf dem Kopter bringt man einen Aufkleber mit der Registrierungsnummer an.
    Auf der Seite erhält man auch Informationen, wie und wo man fliegen darf. Die Regeln in den USA gleichen denen, wie sie auch in Deutschland gelten.
    Anmeldung: registermyuas.faa.gov

Was gibt es zu Hause zu Regeln

Wenn man wenigstens ein halbes Jahr oder gar ein Jahr und mehr unterwegs ist, sollte man auch hier Ballast abwerfen, vor allem, wenn der Geld kostet, denn nicht jeder gehört zu den Gutsituierten, die mal eben zigtausend Euro für solch ein Abenteuer auf den Tisch legen können.
Dass sich jemand um Haus und Hof mit Post kümmert, sehe ich einmal als obligatorisch an.

  • Wer zur Miete wohnt, kann darüber nachdenken, sich von Ballast zu befreien, das Mietverhältnis kündigen und seine restlichen Möbel einzulagern. Hier hat man ein ungeheures Sparpotential!
    Sicherlich muss man wieder auf Wohnungssuche gehen, man hat mit seinem Wohnmobil ja erst mal ein Zu Hause. Allerdings tun sich dabei auch Probleme auf und man muss Kreativ sein. Lest dazu mal meinen Bericht Aussteigen und die Post.
    Das Einlagern kostet Geld, ebenso, wenn man mit den Transportkosten wieder irgendwo neu einzieht. Hier unbedingt eine Vergleichsrechnung der Kosten aufstellen!
  • Mit der eigenen Versicherung sprechen und den Vertrag für das Wohnmobil für die Zeit beitragsfrei ruhen lassen, so müssen hier dann keine Beiträge gezahlt werden. Allerdings geht das nur auf Kulanz unter Vorlage der Transport- und Versicherungsbelege. Wenn sie es nicht macht, zumindest eine vorhandene Kasko kündigen, ist dann wenigstens etwas.
  • Wer noch ein weiteres Fahrzeug hat, bei uns sind es die Motorräder, abmelden, spart Versicherung und Steuern. Das ist auch vereinfacht worden, der TÜV bleib erhalten und das Fahrzeug kann innerhalb des TÜV-Zeitraumes wieder problemlos zugelassen werden, ggf. also vorher zum TÜV. Wer sein Kennzeichen behalten möchte, bei der Abmeldung gleich wieder reservieren lassen!
    Der Versicherung das Vorhaben mitteilen, damit der Vertrag erhalten bleibt.
    Je nach Alter des Fahrzeuges kann man auch darüber nachdenken, es zu verkaufen.
  • Handy-, Telefon- und Internet-Vertrag kündigen…
    Die WLAN-Abdeckung in den USA ist hervorragend, sei es in Parks, Städten mit Cafes oder Einkaufszentren. Die Kommunikation findet nur per Mail, Messanger oder Skype statt.
    Mailabfragen, Bankgeschäfte oder alleine die Konto-Abfragen sollten nur über einen VPN-Tunnel erfolgen!
    Zusätzlich werde ich mir noch eine SIM besorgen, primär für Daten, aber auch, um mal telefonieren zu können, auch dazu später mehr.
    Telefonieren ist deshalb wichtig, falls man mal eine Panne hat oder bei Verlust einer Kreditkarte jene schnell sperren muss.
  • Zeitschriften und was es sonst noch so an Unnötigem gibt, kündigen!
  • Wenn es eh nicht schon so abläuft, alles was sonst noch so bezahlt werden muss, auf Einzugsermächtigung.
  • Bankmitteilungen oder von sonstigen Unternehmen so einrichten, dass die Mitteilungen per Mail erfolgen.
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15 Kommentare

  1. Hallo!
    Ich bin seit Juni 2015 in Nordamerika mit Womo unterwegs (Verschiffung über Halifax) und würde gerne länger bleiben. Wie und WO kann ich das verlängern lassen? Hast du nochmal ein paar Details für mich?
    Freue mich auf deine Antwort!
    Viele Grüße aus dem sonnigen Florida
    Simone

    • Moin Simone,
      bezüglich des Fahrzeuges blieb meine Frage vom Zoll bisher unbeantwortet. Kann man vielleicht wirklich nur beim Zoll vor Ort klären, teuer wird es auf jeden Fall, sofern sie sich darauf einlassen.
      Grundsätzlich muss das Fahrzeug nach einem Jahr raus aus dem NAFTA-Gebiet. Schummeln würde ich auch nicht mehr, das wäre mir mittlerweile zu riskant.
      Wenn ich neue Erkenntnisse erlange, werde ich die auf jeden Fall hier veröffentlichen.

      Viele Grüße und noch viel Spaß in der Sonne,
      Michael

  2. Hallo,
    wir waren schon etliche Male in USA und CDN (und auch in abgelegeren Regionen AUS und südl. Afrika)in WoMos unterwegs. Toilettenkassetten können problemlos in die an den meisten Campgrounds der National-, State- und Coutyparks vorhandenen dump oder sanitizing stations/points entleert werden.
    Die Verringerung des Luftdruckes ist nur bei Sand empfehlenswert, auf Schotter besteht die Gefahr, dass die Reifenflanken, die bei niedrigem Luftdruck seitlich über die Lauffläche deutlich herausstehen, durch scharfkantige Steine aufgeschnitten werden (kann sogar bei normalem Luftdruck passieren – also vielleicht eher höher als niedriger).
    Vielleicht solltet Ihr euch nach Reifen mit verstärkter Lauffläche und/oder Reifenflanke erkundigen – evtl. moderater Allterrain oder Geländereifen (auch wenn die auf der Strasse etwas lauter und in den Kurven “langsamer” sind).
    Ansonsten wünsche ich Euch viel Spaß!
    P.S. Der 4×4 Sprinter mit V6-Dieselmotor wird von MB in den USA und Kanada sehr wohl angeboten.

    • Moin Namensvetter,
      klar wird der Sprinter dort vertrieben, habe ja nichts gegenteiliges geschrieben. Es sollten nur einige Dinge bedacht werden. Den V6 wird es bald nur noch in den USA geben 😉
      Mit den Kassetten hast Du natürlich recht, geht schon. Ist halt nicht Amis und meine Welt 😉
      Mit den Reifen doktore ich immer noch herum. Die EU-Serienbereifung ist dort nicht zu bekommen, ebenso wenig eine sinnvolle A/T-Bereifung in der Größe. MB weigert sich im Moment schlicht, die NAFTA-Felge in der EU auszuliefern. Mit der stünden einem alle Möglichkeiten offen.
      Danke für deine Tipps!
      LG Michael

  3. Hallo, zur Entlastung der Reisekasse:
    Anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Landes hat sich die Nationalparkverwaltung dazu entschlossen, ein Jahr lang auf die Eintrittsgelder zu verzichten. Nur Gebühren für Campingplätze und geführte Touren müssen bezahlt werden, außerdem seien vielerorts unentgeltliche Touren oder interaktive Erlebnisse geplant, so teilt Parks Canada in einer Pressemitteilung mit.

  4. Zur Ergänzung Deiner Ausrüstung würde ich noch die “UNIKO 6 in 1” empfehlen, sie sind nutzbar als Anfahrhilfe, Auffahrtsrampe, Stützbock u.ä., sind einfach sehr vielfältig einsetzbar.

  5. hey, ich würde mich in die diskussion auch gerne einklinken. wir sind ab dem 04.05.17 mit unserem womo in kanada unterwegs, geplant war bis winter in kanada, dann überwintern in usa/mexiko (zusammen 12 monate) dann müssten wir es ja wieder ausführen – oder gilt 12 monate je land?? muss das womo dann zurück nach europa oder reichen auch ein paar tage in guatemala oder belize? wollen dann entweder wieder hoch und von kanada nochmal nach deutschalnd (berufliche gründe) oder halt wohnmobil unten lassen um von dort aus fligen um später unsere tour bis panama fortzusetzen. wäre für jede hilfe dnkbar 🙂

    • Willkommen im Club, an dem Datum können wir ja fast eine Karawane aufmachen, bzw. im Flieger ne Party steigen lassen… 😉
      Deine Frage beschäftigt uns auch, wir würden auch gerne länger verbleiben, da ein Jahr nahezu zu kurz ist.

      Danke Dir für Deine Frage, ich habe meinen Artikel noch mal erweitert, lese mal den neuen Absatz. Mit Sicherheit klären können wir das erst vor Ort.
      Weitere Lösung für Aufenthalt mehr als 1 Jahr

      LG Mikesch

      • 😀 leider fliegen wir über toronto und nicht direkt nach halifax, die party müssen wir also leider auf einen späteren zeitpunkt verschieben 😀
        laut unserem verschiffungsunternehmen wird es wohl nur schwierig wenn man über die usa einreist – da dort wie du schon in deinem beitrag ergänzt hast das fahrzeug ein- und auch wieder ausgeführt werden muss.
        wenn man über kanada einreist soll diese problematik wohl nicht gegeben sein, da es dort schlicht und einfach keinen interessiert. die berichteten mir von personen die 3-4 jahre in nordamerika unterwegs waren (verschiffung nach halifax und auch wieder von dort aus zurück)
        ich bin gespannt… haben diese woche endlich unser womo gekauft 🙂 wenn sich noch irgendwelche neuen infos auftun bitte bescheid geben.

        lg tobi und mo

  6. Moinsen,
    ein kleiner Schock! Durch Zufall haben wir im Netz erfahren und habe das nun auch schriftlich, Progressiv versichert keine europäischen Wohnmobile mehr!
    Unterm Strich bleibt wirklich nur noch Seabridge, Thum ist noch teurer. Das bedeutet nahezu doppelte Beiträge 🙁
    LG Mikesch

  7. Hallo Mikesch,
    lese aufmerksam seit geraumer Zeit mit….

    Wir sind nächstes Jahr dran 🙂

    Frage: Wie hast Du es denn jetzt mit der Kfz – Versicherung gemacht?

    Gruß,

    Freddy

    • Moin Freddy,
      über Seabridge, kannst Thum auch direkt kontaktieren. Seabridge scheint da nicht wirklich dran zu verdienen. Der Beitrag ist auf den Cent gleich.
      Grüße, Michael

  8. Ich bin gerade auf eure Seite gestoßen, und bin ganz begeistert!
    Dann habe ich gesehen, dass ihr schon unterwegs seid – ich bleibe also dran! 🙂

    Habt ihr irgendwo vielleicht auch eine Kostenaufstellung? Die konnte ich auf die Schnelle leider nicht finden (also mir geht es vor allem um die Drumherum-Kosten, wie Verschiffung, Versicherung usw. – bei der Reise könnte ich selbst kalkulieren).

    Ich wünsche euch eine wunderbare Reise!

    • Danke Dir Sabrina!
      Verschiffung mit drumherum wie Versicherungen lagen bei ca. 14.000. 7.500 Verschiffung hin und zurück, 5.000 Versicherung, die es leider nicht günstiger gibt. Natürlich bezogen auf unser Bimo.
      LG aus Kanada, Michael

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