Reifenumrüstung für den 5T-Sprinter 4×4

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Reifenumbau Sprinter

Originalbereifung

War das ein Drama, Problem gelöst, Aktualisierung Oktober 2016.

Der Bericht ist neu verfasst und beschränkt sich nunmehr lediglich auf die Lösung.
Alternativ gibt es hierzu die Lösung mit dem Iglhaut  Allrad und dem SuperSingle für um 40.000 Euronen.

Eigentlich ging es uns für unseren USA-Trip lediglich um die Umrüstung des Sprinters auf 215/85/16, da die serienmäßigen 205/75/16 in den USA nicht zu bekommen sind. Ursache ist, dass der Sprinter in den USA mit den 215 Cargo-Reifen läuft. Hintergrund ist einfach, dass wir Reifenschäden eingeplant haben, da die Reifen im leichten Gelände einer höheren Belastung ausgesetzt sind.

Das Problem wurde nun nach über 6 Monaten Gedoktere bei den unterschiedlichsten Mercedes LKW Stationen gelöst.

Realisiert hat das nun die Firma ORC (OffRoadCenter) GmbH in Holzgerlingen. War nicht ganz billig, die Kosten für die Umrüstung mit Felgen, Flansche, Reifen mit Ventilverlängerung, TÜV-Gutachten und Anpassung für das Steuergerät bei Mercedes sowie die Halterung des Reserverades lagen bei um 3.300,- Euro.
Wer einen Umbau plant, sollte den Geschäftsführer von ORC, den Herrn Altschäffl kontaktieren, da er mit der Materie und Problemstellung vertraut ist.
Hier ebenso einen Dank an das ganze Team! Das ganze ORC-Team ist freundlich, hilfsbereit und lösungsorientiert! Alleine die Frickelei mit der Reserveradaufnahme, die Alträder wurden kostenfrei nach Hause geschickt…

Gutachten

Gutachten

Technische Hintergründe und warum sich der Umbau auch lohnt, auch wenn man nicht gerade in die USA möchte

In den USA läuft der Sprinter mit 215/85/16er Reifen auf der sog. 6J NAFTA-Felge mit anderer Einpresstiefe und Cargo-Bereifung.
Im Netz zu lesende Lösungen mit jener NAFTA-Felge kann man getrost vergessen, da Mercedes diese Felge in Europa nicht mehr ausliefert.

Sprinter Reifenumrüstung

Flansch

Mercedes bietet aber trotzdem ein Lösung an, ein dickerer Flansch und eine verstärkte 5,5J Felge sind regulär über jede Mercedes-Vertretung zu beziehen.
Die Felgen sind auf einen Flansch montiert. Da der 215er Reifen breiter ist, ist dieser Flansch ca. 1,5 cm dicker, dazu kommt, dass die neue Felge einen anderen Lochkreisdurchmesser hat. Damit wird gewährleistet, dass der Abstand zwischen den Zwillingen ausreichend groß ist. Dieser Flansch muss auch an den Vorderrädern montiert werden, damit die größere Spurbreite zu den Hinterrädern wieder stimmt und das ESP arbeiten kann.

Sprinter Reifenumrüstung

Anpassung Steuergerät

Nur so nimmt der TÜV in Holzgerlingen den Umbau ab was auch durchaus Sinn macht. Im Netz zu lesende Umbauten unter Degradierung des ESP machen auch für mich keinen Sinn. Keine Ahnung wie die durch den TÜV gingen.

Die Daten zur Umstellung sind bereits auf Grund des USA-Marktes im Steuergerät hinterlegt. In einer Mercedes-Werkstatt wird durch Code-Umstellung eine Tachoangleichung und Anpassung des Motormanagements vorgenommen.

Eigentlich könnte nun alles in Butter sein, wäre da nicht das Abgas…

Was hat das Abgas mit den Reifen zu tun? Ganz einfach, die Drehzahlen ändern sich, die größeren Räder (ca. 6cm im Durchmesser) haben eine andere “Hebelwirkung”, die Gänge verlängern sich.

Aber es ist doch bereits alles im Steuergerät für den US-Markt hinterlegt?

groessenunterschied

Größenunterschied Foto: D. Deter

Richtig, aber Mercedes hat keine Abgastests für den Europäischen Markt mit den 215/85er Reifen durchführen lassen, warum auch, es werden ja nur die 205/75er montiert.
So muss bei einer Umrüstung grundsätzlich eine Abgasuntersuchung mit Einzelabnahme durchgeführt werden und die kostet um die 2.000,- Euro.

Die kann man umgehen, wenn sich der Abrollumfang um nicht mehr als 8% erhöht. Rechnet man den mal in unserem Fall aus, ist erklärt, warum man den Umbau ohne Abgasgutachten in DE grundsätzlich nicht durch den TÜV bekommt 😉
Der Firma ORC liegt ein Schreiben vor, wo ihrem Reifen ein größerer Abrollumfang von 7.8% bescheinigt wird, welches vom TÜV in Großherlingen anerkannt wird.

Der Reifen Cooper AT3 Discover

AT3 Profil

AT3 Profil Foto: D. Deter

Den von ORC verbauten hatte ich schon vorher nach lesen etlicher Tests, auch von Privatpersonen auf amerikanischen Seiten im Visier.
Das Profil ist nicht so aggressiv wie von einem Bridgestone Goodrich und ähnelt eher dem Vanco4Season mit seinen Fahreigenschaften auf der Straße. Der oft verwendete Goodrich ist mehr für das Gelände und Pampe geeignet, aber mit Nachteilen auf der Straße.  Bei Nässe ist der Goodrich IMHO mit Vorsicht zu genießen, ich erinnere mich an mein Sprinter-Training, wo der Hymer die Übungen nicht geschafft hat. Die Überlegungen sind eh egal, da es den BF Goodrich nicht für den 5T-Sprinter gibt (Stand 03/2018).
Der Cooper Discoverer ist ein wirklicher AllTerrain-Reifen, auf trockener und nasser Straße ebenso wie im leichten Gelände. Bei Matsche soll der auch fast dem Goodrich das Wasser reichen können. Auf Sand sogar besser, da ein grobstolliges Profil hier eher nachteilig ist. Klar, er kann in keiner Disziplin etwas wirklich gut und zeigt seine Stärken im (leichten) Gelände. Ein Kompromiss-Reifen für Leute, die sich öfter in solchem befinden und auch einen stabileren Reifen benötigen.
Nachtrag 03/2018: Der Cooper hat nun in den USA ca. 3.000 km teils übelste Pisten mit Steinen ohne Platten überstanden.

Meine ersten Erfahrungen nach gut 1.000 Kilometern:
Das Fahrverhalten erinnert an den Vanco4Season, eigentlich kein Unterschied, erst recht auf trockener Fahrbahn. Der
Cooper fährt sich genau so komfortabel, wenn nicht sogar einen Tick komfortabler als der Vanco. Auch auf nasser Straße habe ich nichts Negatives bemerken können, auch kein Aufschwimmen bei tiefen Pfützen. Wobei, ich fahre auch recht defensiv und kam noch nicht in Bereich, wo ich mal heftig in die Eisen gehen musste. Der Cooper ist durch “Singen” ab 80 km/h etwas lauter, aber nicht störend.
Der Cooper AT3 Discover ist ein Ganzjahresreifen mit MS-Kennzeichnung.  Im Schnee und auch bei Matsche hatte ich beste Erfahrungen.

Durch den erhöhten Abrollumfang müssen die Gänge im Gebirge mehr gezogen werden.
Die Drehzahl vermindert sich um ca. 150 UPM bei gleicher Geschwindigkeit zu vorher und die Gänge werden länger. In Bezug auf die Beschleunigung habe ich zumindest bei dem V6 keinen Unterschied feststellen können.
Die Spannbreite beim Spritverbrauch erhöht sich dadurch. Im Gebirge fängt die Kiste durch das Hochziehen der Gänge das Schlucken an, auf gerader Strecke wird der Sprinter richtig sparsam. Ich habe gerade Rekorde gebrochen, im Gebirge knapp 18 L/100km, auf gerader Strecke knapp 12 L/100km voll beladen und 1.000 kg Anhänger bei 95 echten Km/h.

Aktualisierung Febr. 2017
Der Cooper im Schnee

Warum ist eine Umrüstung auch ohne geplanten USA-Aufenthalt zu empfehlen

  • Klar, die Optik, die Räder sehen nicht mehr so verloren aus und haben eine dem Fahrzeug entsprechende Dimension.
  • Gewinn an Bodenfreiheit um ca. 3cm, die müssen allerdings bei der Höhe einkalkuliert werden.
  • Der Cooper AT3 Discover hat eine höhere Traglast und und ist gegenüber eines Vanco deutlich robuster, gerade im Bereich der Flanken. Dazu kommt eine bessere Traktion auf pampigen Wegen
  • Der Abstand zwischen den Zwillingen ist deutlich größer, die oft vorhanden Steine auf Feldwege können sich nicht mehr so leicht festsetzen.
    Sicher kann es auch hier passieren, aber die Steine der entsprechenden Größe sind nun leichter erkennbar und können umfahren werden.
  • Der Vanco4Season gab in der Flanke recht deutlich nach, der stabilere Cooper ist da steifer. Das unangenehme Schwanken des Sprinters wird dadurch leicht vermindert. Im leichten Gelände schaukelt der Sprinter etwas weniger, ebenfalls wenn man sich im Fahrzeug bewegt.

Fazit

Wer nur auf Asphalt oder in Europa unterwegs ist, für den wird sich ein Umbau kaum lohnen.
Wer aber mal den Asphalt verlassen möchte, dafür ist der 4×4 ja eigentlich da, für den lohnt sich der Umbau ob der Vorteile insgesamt allemal und ist eigentlich ein Muss. Mir ist es eigentlich ein Rätsel, warum Mercedes diese Reifendimension nicht auch in Europa für die 5T-Sprinter vertreibt und hier Unterschiede zum amerikanischen Markt macht.

Wer einen Umbau plant, sollte das auch zeitnah machen, wer weiß, ob der zukünftig noch so möglich sein wird. Die Abgasvorschriften werden immer restriktiver, selbst ORC äußert da Bedenken.

Sprinter Reifenumrüstung

Vorderrad

Sprinter Reifenumrüstung

Zwillinge

 

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48 Kommentare

  1. Es war schon immer etwas teurer einen besonderen Geschmack zu haben.😉😉😉
    Und wer nicht in die Norm passt, der darf sich mit der Bürokratie herumschlagen. Sonderwünsche bleihen nur einigen Wenigen, wirklich “wichtigen” Menschen vorbehalten. Alle anderen haben sich dem Primat der Effizienz zu unterwerfen.
    Wo kommen wir da hin, wenn da jeder Sonderwünsche hätte. Kunden sind dazu da, um zu konsumieren – Umsatz und Wachstum zu geneieren damit die Wirtschaftsmaschine läuft. Da stören solche wachstumshemmenden Sonderwünsche nur.
    TTIP wird das schon richten. Aber bitte daran denken: keine Sonderwünsche und keine Extrawürste, die die Bürgerverwalter nicht genehmigt haben. 😨

  2. Wozu braucht ihr denn in den USA den dt. TÜV?
    Man kann sich ja alles auch kompliziert machen…

    • a) Die Versicherung zahlt im Falle eines Unfalles nur bei einem im Heimatland ordnungsgemäß zugelassenen Fahrzeug.
      Dazu gehört auch der TÜV.

      b) Ich will die Bereifung auch später weiter fahren, da sie für meine Bedürfnisse (z.B. mehr Bodenfreiheit, passendere Reifen) besser geeignet sind.

  3. Super Beitrag. Termin bei ORC wird gemacht. Ich bin gespannt was bei deinem Test mit den neuen Reifen im Gelände raus kommt. Und wie immer bitte mehr Bilder :-).

  4. Hallo
    Danke für den tollen Bericht !!
    Unsere Versuche mit Oberaigner und unserem wohnmobil Hersteller Robel die Reifenumrüstung hinubekommen, scheiterten leider an fehlende Kooperationsbereitschaft von Oberaigner 🙁
    Im Moment sind wir also noch mit den normalen 205/75 R16 unterwegs.
    3300,-€ sind halt schon ein stolzer Preis aber die Cooper AT3 würden mir halt auch schon sehr zusagen.
    Ich werde mal mit ORC kommende Woche telefonieren 😉

    gruss
    Rainer

    • Moin Rainer,
      ich muss da mal die Firmen in Schutz nehmen. Es fehlt nicht am Willen, eher an den fehlenden Kontakten.
      LG Michael

      • Hallo Michael
        So nun haben wir auch die Reifenumrüstung über ORC hinbekommen und den Cooper AT3 montieren lassen.
        Hat alles sehr gut funktioniert geklappt und ich bin zufrieden.:-)
        Jetzt muß das ganze nur noch auf der Zulassungsstelle in die Papers eingetragen werden und dann können wir hier einen großen Haken dran machen 😉
        Danke nochmal für den Super-Tipp !!

        LG
        Rainer

    • Hast du bei Oberaigner den Allrad nachrüsten lassen ? Wenn ja,welchen und wie teuer? Gab es Probleme oder funktioniert alles wie gewünscht .

  5. Ich nuss da noch mal was fragen. Haben Deine Reifen auch die Schneeflocke. Also auch für Winter geeignet?

    • Der Cooper Discoverer hat die M+S-Kennzeichnung, damit genügt er (noch) den gesetzlichen Bestimmungen für den Winter. Eine Schneeflocke wird er auch nicht bekommen, es sein denn, es kommt ein völlig neuer Reifen auf den Markt.
      Das ist ein Kompromiss-Reifen, der auf der Straße nicht an einen reinen Straßenreifen heran kommt. Im Winter besser als ein Sommerreifen ist, aber nicht an einen richtigen Winterreifen heran kommt.
      Mal sehen, vielleicht bekommen wir ja mal Schnee oder in den USA, werde dann berichten.
      Im Modder spielt er als All-Terrain seine Stärken aus. Wie gesagt, ein Kompromiss für Leute, die vielleicht 10% auf Piste oder unwegsam unterwegs sind und einen stabileren Reifen benötigen oder pampige Strecken geplant sind.
      Wenn wir aus den USA zurück sind, werde ich wieder den Vanco4Season (mit Schneeflocke) montieren mit dem ich bisher sehr gute Erfahrungen auch auf pampiger Wiese und Waldboden sowie Schnee gemacht habe und hier in Europa nicht die Strecken wie in den USA fahren werde.

  6. Hallo,
    es gibt von Cooper als spez. Winterreifen diesen hier:
    Cooper Discoverer M+S LT215/85 R16 115/112Q 10PR bespikebar.
    Ich habe inzwischen ebenfalls die Cooper Discovierer A/T3 von ORC montieren lassen. Bin sehr zufrieden mit diesen Rädern bzw. Reifen.
    Muss jetzt sehen, wie ich die “alten” los werde.

  7. Wo und wie bekomme ich denn zuverlässig heraus, welche Reifen man in den USA für den Sprinter kaufen kann?

    • Moin,
      das ist die Größe, auf die ich umgerüstet habe, das ist die Serienbereifung des US-Sprinters, die gibt es in jedem WalMart, andere Größen gibt es nicht 🙂
      Wenn Du mir nicht glaubst, dann besuche einen MB-Händler, das ist dann zuverlässig.

      Besuche mal amerikanische Seiten von Reifenhändlern und du wirst feststellen, dass unsere europäische Serienbereifung nirgendwo erhältlich ist.

  8. Sieht toll aus ! Ist bestimmt fasst ideal, mir aber zu teuer. Halte es aus meiner Praxis auch für nicht superwichtig…wenn ich sehe, mit was für Autos viele Extremreisende unterwegs sind!…da haben teilweise die ganzen Fahrzeuge nicht viel mehr gekostet als euer Reifenumbau. Und die kommen auch gut weiter, auch ohne Elektronik…manchmal auch wegen ohne Elektronik.
    Habe mich manchmal schon gewundert!

    • Der Grund war ja in erster Linie die Verfügbarkeit in den USA, alles Andere ist nettes Beiwerk. Wobei, die 3cm mehr an Bodenfreiheit hab ich schon gemerkt…
      Aber stimmt, in der Regel eigentlich nicht notwendig…

  9. Hallo Mikesch, zunächst große Hochachtung für Deine vielen, spannend und interessant zu lesenden Berichte. Ich fahre auch ein Sprinter- Wohnmobil mit Werks-
    Allrad, und auf inzwischen 18.000 km (in neun Monaten) konnte ich auch Praxiserfahrung mit dem Allrad sammeln.
    Hauptunterschied unserer Fahrzeuge: Ich habe keine Zwillingsreifen hinten, und ich habe die von Dir ziemlich negativ bewerteten Goodrich A/T Reifen in 245x75x16 drauf. Um es gleich vorweg zu sagen: Ich bin von diesen Reifen begeistert. Auf Teerstraße sind sie gar nicht so laut wie befürchtet, auf Schnee absolut super (haben neben M&S auch das Schneeflockensymbol), und im “Gelände” ziehen und graben die den Sprinter vor allem durch tiefen Matsch und Lehm wie nichts. Wichtig ist, wie Du ja auch selbst bemerkt hast, auf dem Gas zu bleiben, damit die Elektronik ihre Arbeit tun kann. Und bei schwierigen bzw. steilen Passagen geht halt nichts über eine Getriebeautomatik.
    Beste Grüße und weiter viel Spaß
    Sigi

    • Moin Sigi,
      meine Erfahrungen sind ja die vom Sprinter Training und dass die Übungen damit nicht machbar waren.
      Vielleicht gibt es mittlerweile ja auch eine neue Serie, denn die damals hatten keine Schneeflocke.
      Werde mich später mal informieren, denn wenn es so ist wie Du schreibst, wären sie eine Alternative. Denn auf der Piste sind sie um längen besser als der Cooper, weil sich die Steine dort nicht so rein fressen.
      Danke für Deinen Kommi und liebe Grüße aus Moab, Mikesch

    • Hi Sigi,
      bei meinem USA-Aufenthalt hab ich mich noch einmal mit dem Thema befasst und in amerikanischen Foren gelesen, sowie mich mit Einheimischen unterhalten, da der Goodrich hier in den USA fast ein Standard-Reifen ist.
      Der KO2 ist wohl besser geworden, aber bei Nässe scheint er immer noch zu etwas zu schwächeln, insbesondere dann, wenn das Wasser tiefer wird. Das liegt wohl daran, dass er keine Silica-Mischung hat und wenn man sich das Profil beschaut, ist auch das klar. Ebenso ist er wohl auf Schnee, obwohl Schneeflocke, auch nicht so das Pralle, also laut den Leuten, mit denen ich gesprochen hatte. Die Amis sind aber meist auf auf Schotter und wirklich derben Roads unterwegs, da muss ein Reifen was aushalten.
      Gegenüber dem Cooper weist er eine höhere Stabilität auf, ist auf Schotter deutlich besser und auch die Steinchen setzen sich nicht so fest.
      Ich hatte den Goodrich wegen seiner Robustheit und verbesserter Fahreigenschaften ins Auge gefasst, da ich wohl doch auch in Europa mehr auf die Piste gehen möchte.
      Nur: In der Reifengröße 215/85/16 ist er für den 5T-Sprinter nicht zu haben!
      Liebe Grüße aus Florida, Mikesch

  10. Danke für den ausführlichen Bericht….. hast Du eine Teilenummer für Flansch und Felge? Möchte das auch gerne bei meinem Reisebus umsetzen der in Südafrika unterwegs ist. Vielen Dank ciao Gerd

    • Moin Gerd,
      wir befinden uns noch in den USA, ohne die Räder und die Flansche zu demontieren 🙂
      Das kann ich erst im Mai, dann kann ich in die Rechnung schauen. Ruf doch mal bei ORC an, die müssen das doch sagen können.
      Liebe Grüße, aus Texas, Michael

  11. Eine schnelle Frage, die aber für uns ganz wichtig wäre in der Beantwortung. War in der Auflastungsgenehmigung auf 5,3T ein Hinweis in welcher Reifenkombination?
    Vielen Dank für eine schnelle Antwort, ggf. auch über FB, da habe ich eine ähnliche Frage in das bimobil-Fan Forum eingestellt. Merci!

    • Moinsen,
      nein, denn für den Sprinter gibt es nur den 205er, so wie in den USA nur den 215er.
      Grüße aus NYC

      • Wäre logisch, wir haben die Genehmigung erhalten aber nur für 205 Reifen. Lief über bimobil die Anfrage. Wir haben aber schon die 215 drauf und wollen diese behalten, da große Reise außerhalb EU geplant, aber die 5T daher auch nicht reichen. Sehr unlogisch und unbefriedigend. Argument Mercedes: Das Fahrzeug würde sich bei anderen Reifen anders verhalten. Klar daher die besseren Reisen für die USA? Kaum zu glauben, was man da schreibt. Danke für die schnelle Antwort. Hatte die Auflastung bei Ihnen bimobil angefragt oder jemand anderes?

        • MB zickt fürchterlich herum, sogar Bimobil hat Probleme mit der Auflastung. Nachträglich gibt laut Hörensagen MB gar kein grünes Licht mehr für eine Auflastung.
          Für eine Umrüstung auf 215 gibt es schon gar keine Hilfe. MB müsste für die 215er ein Abgasgutachten erstellen lassen. Wofür? Da verdienen die nichts dran 😉

          Egal, im Gutachten steht kein Wort über die Bereifung, dafür gibt es ja den Eintrag über die Reifen, wo auch die Traglast eingetragen ist. Die reicht z.B beim Vanco gerade bis 5,3 T.
          Hab gerade den Post auf FB gelesen…
          Wie eine Auflastung auf 5,5T auf Serienfelgen möglich sein soll, ist mir schleierhaft. Weder die übliche Bereifung, noch die Felgen sind dafür ausgelegt. Ich glaub, Obereigner oder Iglhaut machen das mit deren Allrad, dann aber mit modifiziertem Fahrwerk und ganz anderen Reifen mit Single. Dann darf man aber nur noch 80 fahren, der Satz kostet um 8k.

          Mein HD420 ist etwas schwerer als Deiner. Mit Schneeketten, Gastank und richtig viel Gedöns komme ich auf 5T. Wenn Du wirklich mal etwas mehr hast, das interessiert außerhalb Europas kein Mensch.

          Dein Problem ist für die Auflastung, dass sich jeder mit MB auseinandersetzen muss, es sei denn, Du kennst eine Adresse von einer Firma, die einen Draht zu MB hat.

          • Danke, ich hoffte, dass bimobil den Draht hat, da ja etliche Fahrzeuge pro Jahr von Mercedes verbaut werden.
            Nun suche ich mal im realen und virtuellen Netzwerk nach Hilfe bzw. Kontakten zu Mercedes.
            5,5T geht meiner Meinung nach nur mit normalen Fahrzeug ohne Allrad, denn da hatte ich mich auch schon schlau gemacht. Bei uns sind die Gewichtstreiber KCT Fenster und viele kleine Änderungen, so summiert sich alles. Für Europa würde es wohl noch gehen, haben aber da 2 eBikes an Bord, die auch nicht leicht sind, aber für die lange Reise wird es durch Ersatzteile, mehr Kleidung etc. knapp. Bei 5,3 t würde alles locker passen. Danke noch einmal und viel Spaß in NYC. War früher meine Lieblingsstadt. Ist etwas in die Jahre gekommen, aber immer noch mit tollen Ecken. Allerdings mit WoMO spannend. Da sind wir nur einmal nach Manhattan, danach immer von Jersey mit dem Bus, Zug oder Fähre rübergefahren. Zuviel Verkehr in der City “and no Parking” 🙂

  12. Hallo Michael,

    ich bin dabei meinen Sprinter auf einen größeren Radsatz umzurüsten.

    Ich möchte einen Reifen mit höherer Traglast, da ich aber nur in Europa reise wäre mir ein 215/75 16 lieber, da habe ich mehr Auswahl.

    Ich habe alle Teilenummer für die Umrüstung bis auf die Felgen vorliegen, könntest du mir bezüglich der Felgen helfen ?

    Mit freundlichen Grüßen Axel

    • Moin Axel,

      es gibt eigentlich als Reifen für alles nur noch den Hancook und Nokian Rotiiva. Vom Cooper sind bestenfalls nur noch Restbestände zu bekommen, da der in DE wegen fehlendem Label nicht mehr eingeführt werden darf.
      Ob man echte MT oder eher Straßenreifen montieren möchte, ist eine Frage des Einsatzes. Ich habe mir nun die Rootiva (AT) als besten Kompromiss bestellt die vor allem auch eine hohe Traglast haben. Werde da später mal drüber berichten.

      Ich denke mal, dass dies die Teilenummern von MB sind, steht so auf der Rechnung.

      2 X Flansch M-9063301344
      2 X Flansch M-9063301346

      Felge: 1023381-SW

      Viele Grüße

      • Guten Morgen Michael,

        der Rotiiva wäre auch was für mich, ich habe nur etwas Sorge das er auf der Autobahn brummt und hart abrollt.

        LG Axel

        • Moin Axel,

          dann warte meinen Bericht ab. Ende Mai bekomme ich meine montiert.
          Allerdings soll gerade der Rotiiva recht ruhig sein. Glaubhaft, wenn man sich das Profil betrachtet. Auch der Cooper war nur unwesentlich lauter. Hancook dürfte lauter sein.
          Sorgen bereitet mir nur die Abfahreigenschaften der Vorderreifen, die an den Kanten schneller abfahren und zu einem Sägezahn führen. Das ist typisch für diese Reifen, schreibt auch Mercedes.
          Der Cooper wurde ab 20k schon lauter und musste nach 25k runter. Der Rotiiva soll da besser sein.
          Bei MT-Reifen soll das noch schlimmer sein.

          LG Michael

  13. Guten Morgen Michael, vielen Dank für die schnelle Bearbeitung meiner Anfrage.
    Ich beabsichtige einen 215/75 16 116 Reifen zu montieren, da ist die Auswahl größer.

    Laut TÜV Nord ist das eintragungsfähig, die Reifen müssen nur überall 1 cm Platz haben und der Tacho darf nicht zu stark abweichen.
    Diesen Reifen könnte ich jetzt auf die Orignalfelge montieren und zwischen die Zwillinge und unter die Vorderachsfelge eine Spurverbreiterung montieren.

    Diese bietet Meierfahrzeugbau an, hinten 50 mm vorne 20 oder 30 mm.

    Dennoch ist mir die Lösung mit den Radflanschen lieber, so wie ich dich verstanden haben sind die neuen Felgen auch stabiler.

  14. Noch eine Frage, passen die Serienfelgen auf den neuen Flansch ?

    Mit freundlichen Grüßen Axel

    • Moin Axel,
      nein, darum hatte ich die Teilenummer für die Felgen dazu geschrieben. Die Felgen sind stabiler und haben einen anderen Lochkreisdurchmesser passend zu den Flanschen.

  15. Hallo Michael,

    welchen Lochkreisdurchmesser haben die Felgen ?

    LG Axel

    • Moin Axel,
      keine Ahnung und bevor ich was Falsches sage oder falsch messe…
      Anhand der Teilenummer müsste Dir das aber jede MB Werkstatt sagen können.

      LG Michael.

  16. Ja, das tun sie auch und dort heißt es 6 x 205

  17. Danke, wenn du dabei bist messe doch bitte mal vom äußeren Felgenbett der Hinterachse bis zur Bremsscheibe.

    Ich habe da 49 Millimeter, dann müssten es bei dir 64 Milimeter sein.

    Denn ich habe durch die VB Vollluftfederung weniger Platz als du, bestelle ich jetzt alle Teile und der TÜV trägt es mir nicht ein, weil die Räder keine 10 mm Luft habe stehe ich blöd da.
    Dann ist es s wohl besser ich lasse die Umrüstung bei ORC machen, die sind mittlerweile bei 3.657,20 Euro mit Nokian Roviita AT. 🤭

    Danke noch mal LG Axel

    • Das mit dem Lochkreis scheint hinzukommen, wo da der Unterschied bei den Felgen sein soll, weiß ich nicht.
      Den Abstand hab ich versucht zu messen, klappte aber nicht wirklich, dazu müsste ich das Bimo aufbocken.
      ORC langt aber mittlerweile gut zu 😉
      Das Problem ist ja, dass dir kaum jemand den Umbau ohne Abgasuntersuchung abnimmt. Die Rotiiva haben sogar einen noch größeren Abrollumfang als die Cooper. So ist man auf die wenigen Umbauer angewiesen.

      • Hallo Michael,

        der Grund weshalb ORC ander Felgen verbaut hat ist die Einpresstiefe.
        Serie ist ET 111 und jetzt hast du ET 125,5.

        Wäre ORC bei der ET 111 geblieben würden sich die Reifen an der Hinterachse berühren.

  18. Das kannst du einfach messen stecke den schmalen Schieber einer Schieblehre bis zur Bremscheibe.

    Hier der Abrollumfang von den Nokia Reifen

    LT215/85 R16 115/112S Nokian Rotiiva AT
    Abrollumfang gemäß TRA: 2418,65

    LT215/85 R16 115/112S Nokian Rotiiva HT
    Abrollumfang gemäß TRA: 2397,3

  19. Noch eine Info für dich, falls dir die Gesamtübersetzung zu lang ist, bietet Igehaut eine kürzere an.

  20. Hallo, mit Interesse habe ich Eure fachmännische Diskussion bzgl. der Reifenumrüstung verfolgt. Nun erhoffe ich mir von Euch einen Tip.
    Meine Situation: ich habe ein Woelcke Wohnmobil auf einem Sprinter 416 4×4 BJ2005, aufgelastet auf 4,9 to, Zwillingsbereift hinten.
    Der Erstbesitzer hat sich den Wagen für eine Amerikareise bauen lassen und hatte vermutlich auch das Reifenthema im Kopf.
    scheinbar hat er leider nicht auf große Reifen gesetzt, sondern auf kleine: 195/70R15C. Resultat: es sieht ganz und gar nicht gut aus und mit den kleinen Reifen bin ich gefühlt auf Sand echt im Nachteil und habe auch keine große Bodenfreiheit. Aktuell sind Fulda Conveo Trac M+S Winterreifen drauf, was ich als Ganzjahresreifen auch nicht für sinnvoll erachte.
    Kann ich ohne die ganz teure Umbauaktion auf etwas größeres wechseln? (Es muss nicht mal Amerikatauglich sein :-))
    Gruß und lieben Dank
    Fritz

    • Moin Fritz,
      bis 4,8T ist auch eine vernünftige Einzelbereifung möglich, das ist der SuperSingle mit ich glaube 235 oder 265. Oder du rüstest wieder auf die normale Seriengröße zurück, das müsste ja auch 205/75/16 sein. Dürfte kein Problem sein, da das ja wieder ein Rückbau zur Serie ist wo die Daten vorliegen.
      So oder so müsste wohl das Steuergerät umprogrammiert werden, da der Abrollumfang u.U. größer werden wird. Vermute ich mal…
      Ich denke, bessere und sichere Auskünfte kann dir da der TÜV geben oder rufe mal bei ORC an.
      LG vom Mikesch

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