Utah IV Arches Canyonlands

In und um den Arches und Canyonlands-Nationalpark bei Moab mit dem abenteuerlichen Shafer Trail und Long Canyon im gemieteten Jeep.
Natural Bridges sowie über den Moki Dugway und die Piste ins Valley of the Gods.
Dieser Bericht steht im Zeichen des Gigantischen und ein wenig Abenteuer, er ist dieses Mal etwas länger…

Vorheriger Reisebericht: Colorado

Utah-Berichte:
Utah I mit Snow Canyon, Zion, Bryce Canyon
Utah II mit Escalante National Monument
Utah III mit Capitol Reef, San Rafael Desert und Goblin Valley

03.11.2017 – Potash Road und Shafer Trail – 25 (120 ) km

Wie im Vorbericht bereits geschrieben, sind wir nunmehr in Moab. Moab hat sich zu einer richtigen Stadt vor allem mit touristischer Infrastruktur entwickelt. Hier finden sich jede Menge Hotels, Campgrounds und für alle möglichen Freizeitunternehmungen. Den Flat Sands Campground sollte man sich wegen der grandiosen Panoramen nicht entgehen lassen! Das ist eigentlich eine Spielwiese für OffRoader, da von hier etliche Trails durch die Walachei führen.

Gestern schon hatten wir für heute gleich einen Jeep gemietet (ca. 260,- Dollar/Tag mit allen Versicherungen). Pünktlich um 8:00 konnten wir unseren Jeep übernehmen.

Nördlich von Moab geht es in die asphaltierte Potash Road die sich am Colorado entlang schlängelt. Im Licht der Morgensonne sah der Canyon einfach nur traumhaft aus.

Nach ca. 20 km geht sie in den Shafer Trail über, der sich abenteuerlich auf das Plateau des Canyonlands Nationalpark hoch windet. Die sich öffnende Landschaft mit all den Canyons, Bergen und Abbrüchen ist mit Worten nicht zu beschreiben, so gewaltig, dass sie auf mich schon beängstigend wirkte.

Shafer Trail

Shafer Trail

Vor Wochen hatten wir ein Pärchen mit MAN-Expeditionsmobil getroffen, die den Shafer Trail gefahren sind und meinten, den könnten wir auch mit unserem Bimobil fahren 😉
Wir dachten aber, es ist bestimmt entspannter, den Shafer Trail mit einem kleinen Auto zu befahren, Gott sei Dank!

Mit unserem Bimobil dort lang zu fahren, das geht definitiv nicht!
Gleich am Anfang waren einige steile Auswaschungen und Stufen zu meistern. Das wäre weder mit unserem Überhang, Bodenfreiheit, noch mit unseren Zwillingen gegangen.
Der Trail ist als 4×4 Trail ausgeschrieben und wenn die Amis das so schreiben, dann meinen die das auch so, also mit richtig Cleareance und echtem 4×4 😉

Später windet sich der Shafer Trail in engen humpeligen Kurven mit starkem Gefälle an Felswände entlang. Immer wieder mit tiefen Spuren und Absätzen. Einige Felswände ragten in ca. 3,20 Höhe tief in den Fahrweg hinein. Ein Fahrfehler und es geht hunderte Meter im freien Fall in die Tiefe.

Canyonlands

Canyonlands

Musselman Arch

Musselman Arch

Wir trafen ein schweizer Pärchen mit Toyota Landcruiser und kleinem Aufbau, damit stellt der Shafer Trail kein Problem dar. Mit einem kleinen Expeditions Mobil auf Basis Iveco ginge es wohl auch, wenn das Fahrwerk mit den größeren Reifen wegen der “Cleareance” modifiziert ist. Mit dem 12 Tonner MAN ging es wegen der Bodenfreiheit auch, nur frage ich mich, muss ich alles machen, was vielleicht möglich ist? Neben den erwähnten Hindernissen ist die Straße wirklich “dirt” und sehr eng. Mir würde so etwas keine Freude bereiten und mir wäre weder der Verschleiß noch das Risiko eine solche Unternehmung wert. Da muss man schon voll auf Abenteuer stehen und in Kauf nehmen, sein Wohnmobil zu versenken.
Schaut euch das Video an, da möge jeder sein Urteil selbst bilden.

Im Jeep hat das so richtig Spaß gemacht und teils konnte/musste ich die “Cleareance” mit Freude ausreizen.

Zurück sind wir durch den Long Canyon. Dieser enge verwundene und traumhaft schöne 4×4-Trail verbindet die Canyonlands Parkroad mit der Potash Road am Colorado.

OffRoad Training

OffRoad Training

Long Canyon

Long Canyon

Wer als Expeditionsmobil-Fahrer meint, dort hinein zu müssen, hat verloren!!
Am Ende, bzw. am Anfang der Serpentinen blockiert ein riesiger Felsbrocken den Weg und macht ihn eng. Die Durchfahrtshöhe beträgt hier ungefähr 2,5m bei ca. 2m Breite, gleichzeitig ist eine üble Stufe mit Auswaschungen zu überbrücken. Dann heißt es kilometerweit rückwärts zurück fahren 🙂

Abends war ich ziemlich kaputt, aber was für ein saugeiler Tag, das schreit nach Wiederholung!

Genächtigt hatten wir dieses Mal auf dem Hal Canyon Campground, unmittelbar am Colorado, toll!

Der Clip zum Jeep-Abenteuer, ca. 6:30 min

04.11.2017 – Glory Morning Arch und Fisher Towers – 83 km

Zunächst sind wir den 7km Negro Bill Canyon Trail mit dauernden Bachquerungen zu der Glory Morning Arch gelaufen, eine der größten der USA.

Glory Morning Arch

Glory Morning Arch

Da es noch relativ früh war, sind dem am Colorado entlang zu den Fisher Towers gefahren. Der Canyon des Colorado erinnerte etwas an das Monument Valley, so muss es dort vor Millionen Jahren mal ausgesehen haben.

Colorado Valley

Colorado Valley

Bill Canyon Trail

Bill Canyon Trail

Zu den Fisher Towers

Zu den Fisher Towers

Die Fisher Tower sind riesige skurrile Felsnadeln, die an der Abruchkante stehen geblieben sind. Das Colorado Valley und überhaupt die ganze Landschaft waren wieder so erdrückend gigantisch. Dazu kam, dass es über Tag recht wolkig und nun die Sonne heraus gekommen war und für eine traumhafte Beleuchtung gesorgt hatte.

Fisher Towers

Fisher Towers

Weil es so schön war, sind wir noch ein Stück in die z.Zt. leider gesperrte La Sal Loop Road eingebogen. Die Blicke auf den La Sal und das Castle im Valley waren in diesem Licht gigantisch.

LaSal

LaSal

Übernachtet hatten wir wieder auf dem Hal Canyon Campground

05.11.2017 – Corona Arch – Arches Nationalpark – 100 km

Wir sind rund 30 km den Colorado entlang wieder in die Potash Road und hatten uns auf dem Campground Williams Bottom niedergelassen. Dies ist auch der Stützpunkt für die nächsten 3 Tage.

Von hier aus sind wir ein paar Kilometer weiter und zum Corona und Pinto Arch gelaufen (7km) oder eher geklettert 🙂
Tolle Panoramen auf die Felsen und dem Colorado und man kann hier sehr gut erkennen, wie die Arches entstehen.

Corona Panorama

Corona Panorama

Corona Arch

Corona Arch

Anschließend hatten wir die Gunst der Nachmittagssonne genutzt und sind noch einmal in den nahen Arches Nationalpark gefahren.
Alleine wenn man nach kurzem Aufstieg dort herein fährt, zieht es einem glatt die Schuhe aus.

Bowtie Arch

Bowtie Arch

Double Arch

Double Arch

Park Avenue

Park Avenue

Turret Arch

Turret Arch

Nur mal gucken wollten wir und es wurden einige Stunden daraus. Wir sind noch den kurzen Walk um die “Windows” und den Double Arch gelaufen.
Für uns ist der Arches der schönste Nationalpark von allen. Er vereint nahezu alles, was man in den anderen Parks auch so vorfindet. Grandiose Panoramen die an den Grand Canyon oder Bryce erinnern und skurrile Steinformationen. Überhaupt, man glaubt, sich in einer Fantasy-Welt zu befinden, fehlen nur noch die Raumschiffe, Elfen oder Dinosaurier…

Wanderbekanntschaft

Wanderbekanntschaft

06.11.2017 – Arches: Fiery Furnace und Delicate Arch – 94 km

Fiery Furnace ist eine mehrfarbige skurrile Felsformation die teils an eine Science Fiction Stadt erinnert. Das ist eher ein Irrgarten und Spielplatz für große Kinder. Hierin kann man sich hervorragend verlaufen, deshalb ist für das Betreten eine Permit vorgeschrieben. Im Visitor Center bekommt man eine Einweisung und Verhaltensregeln. Für die rund 6 km rauf und runter mit Kletterei benötigten wir um die 4 Stunden.
Für die Kletterei sollte man fit und nicht übergewichtig sein, sonst passt man nicht durch die Spalten 🙂

Zu den Fotos: Die Bilder in der Fiery Furnace sind allesamt mit 14mm Weitwinkel (ohne Crop) gemacht, anders wären die Szenen nicht zu erfassen gewesen.

Fiery Furnace

Fiery Furnace

Krabbeln

Krabbeln

Sonne im Furnace

Sonne im Furnace

Wo ist der Trail

Wo ist der Trail

Weil uns anschließend danach war, Kinder können ja nicht aufhören, sind wir noch zum Delicate Arch gefahren. Hier wagten wir noch die 5 km mit ca. 180 Höhenmetern zum Arch. In der Spätnachmittagssonne sah der Arch mit dem Panorama einfach nur toll aus.

Wolf Ranch

Wolf Ranch

Delicate Arch

Delicate Arch

07.11.2017 – Arches: Devils Garden – 86 km

Im Devils Garden unternahmen wir den 12 km-Loop zu den Arches Tunnel-, Pine Tree, Landscape, Double O- und Private Arch.
Für den Hike sollte man schon fit, schwindelfrei und trittsicher sein, denn ein wenig abenteuerlich ist er schon. Aber absolut lohnenswert! Man hat ja nicht nur die Arches, sondern der Trail führt über und zwischen die Felsformationen hindurch.

Devils Garden Trail

Devils Garden Trail

Difficult

Difficult

Gratwanderung

Gratwanderung

Landscape Arch

Landscape Arch

Im Laufe des Tages zogen Wolken auf und es hatte sogar etwas geregnet. Da sind wir noch zu dem Delicate Arch Overlook gefahren und ich rannte förmlich den Berg hoch. Das hatte sich aber so was von gelohnt, der sonnenbeleuchtete Delicate Arch mit Regenbogen und dunklen Wolken im Hintergrund.

Delicate Regenbogen

Delicate Regenbogen

Die Sonne war nun unter gegangen, aber beim unteren Teil der Park Avenue musste ich noch einmal anhalten. Das war wie in einer Fantasy-Landschaft, fehlten nur noch die 2 Monde und die Raumschiffe 😉

Arches Sonnenuntergang

Arches Sonnenuntergang

08.11.2017 – Canyonlands Mesa – 37 km

Das Himmel war wieder blau, aber kalt. Mehr als 6 Grad wurde es am Tag nicht. Aber Sonne piekste immer noch dermaßen, dass ich mich im T-Shirt in den Liegestuhl fletzen konnte.
Wir beschlossen, einen Faultag einzulegen und fuhren hinauf auf die Canyonlands Mesa. Das Hochplateau ist durchzogen von (Schotter-)Wegen wo sich etliche Dispersed Campsites befinden.
Wir hatten einen Platz mit herrlicher Aussicht gefunden. Den Sonnenuntergang hatten wir glatt verpennt (Mittagsschlaf) und konnten nur noch den Restschein genießen. Aber toll so ein Faultag…

Lichtspiel

Lichtspiel

09.11.2017 – Canyonlands National Park / Upheavel Dom – 70km

Zunächst sind wir als Abstecher zum Dead Horse Point gefahren, aber 15 Dollar um einmal über die Kante zu schauen waren uns zuviel. Vor allem, da der Canyonlands National Park voll von den Aussichten ist.
So sind wir in den Canyonlands National Park zum Willow Flat Campground gefahren und hatten uns dort gleich für zwei Tage eingenistet.

Am Upheavel Dome hatten wir eine Wanderung unternommen und an unserem Campground die Aussicht beim Sonnenuntergang auf die Canyons genossen. Der Sternenhimmel war wieder so was von grandios…

Sternenaufgang

Sternenaufgang

Sonnenuntergang Canyonlands

Sonnenuntergang Canyonlands

Shafer Panorama

Shafer Panorama

Mesa Arch

Mesa Arch

10.11.2017 – Canyonlands / Neck Spring und Grand Overlook – 37 km

Heute sind wir den 10km Neck Spring Trail gelaufen. Im Canyon, oben herum, ein wenig klettern, vorbei an Dokumente früherer Besiedlungen und sogar ein Hirsch mit Familie hat sich unscheu blicken lassen.

Wildlife

Wildlife

Shafer Switchback

Shafer Switchback

Anschließend sind wir noch zum Grand Overlook gefahren. Der Anblick auf die Canyons in Canyons kann man fotografisch nicht festhalten, zu gewaltig ist der Anblick.

Grand Overlook

Grand Overlook

11.11.2017 – Horse Thief, Canyonlands Plateau – 43 km

Schönes Wetter und Wochenende, da sind wieder alle Amerikaner unterwegs. Vorher etwas unternehmen und dann auf Stellplatzsuche gehen? Selbst die Dispearsed Campgrounds sind belegt. So sind wir ein wenig spazieren gefahren und hatten uns wieder auf dem Plateau im “Horse Thief” niedergelassen. Ein wenig spazieren über dem Plateau, Mittagsschlaf, Brot und Kuchen backen, einfach relaxen…

12.11.2017 – Moab

Heute war wieder Einkaufs- und Waschtag, das Bimo vor Allem mal wieder etwas säubern. Dann Tanken, Ver- und Entsorgen…
Bei der Maverick Tankstelle kann man nicht nur entsorgen, sie haben sogar Winterdiesel!
Genächtigt hatten wir wieder auf Sand Flats.

13.11.2017 – Creek Pasture Campground – 185 km

Wir sind die 191 südlich Richtung Monticello. Nach ca. 30 km rechts auf die CR 133 abgebogen und zum Needles Overlook gefahren. Das sind ca. 30 km oneway, aber wir wollten noch einmal das grandiose Panorama der Canyonlands von oben genießen. Das kann man auf einem Foto gar nicht erfassen, dazu braucht man eine Großbildleinwand 😉

Needles Overlook

Needles Overlook

Auf dem Weg zum Hwy. begegnete uns eine Herde Antilopen. Jetzt war der Eindruck perfekt, dass wir uns in Namibia befinden 😉

Antilopen

Antilopen

Wieder zurück auf die 191 und nach ca. 10 km ging es auf die 211 am Newspaper Rock vorbei Richtung Canyonlands Nationalpark mit dem Needles District.

Newspaper Rock

Newspaper Rock

Kurz vor dem Park sind wir auf dem hübschen Creek Pasture Campground im Indian Creek Valley hängen geblieben, der imense 5 Dollar kostete.

Indian Creek Valley

Indian Creek Valley

Creek Pasture Campground

Creek Pasture Campground

Wir dachten, es muss doch mal ruhiger werden, weit gefehlt, wir konnten die letzte Site ergattern. Jetzt sind wenig Wohnmobile, insbesondere die Leihmobile unterwegs, jetzt sind es Wanderer, Biker und Kletterer mit PKW und Zelt. Und das bei den nächtlichen Temperaturen…

14.11.2017 – Canyonlands / Needles District – 22 km

Wir sind die paar Kilometer weiter auf den Squaw Flat Campground im Canyonlands Nationalpark (Needles), einen der schönsten Campgrounds auf den wir bisher überhaupt waren, gefahren. Eingerahmt von pilzartigen skurrilen Felsen, viel Platz und sogar Toiletten mit Spülung und Waschgelegenheit im festen Haus. Was war? Jede Menge freie Sites! Die Kletterer mögen wohl die 20 Dollar für die Site nicht ausgeben, nun, ein wenig “alternativ” sahen sie ja schon aus 😉

Squaw Flat Campground

Squaw Flat Campground

Von hier aus sind wir den ca. 13 km langen gleichnamigen Trail gelaufen. Er führt durch eine Fantasy-Landschaft wo eigentlich nur noch die Dinosaurier fehlten (ich wiederhole mich). Am Umkehrpunkt mussten wir über einen abenteuerlichen Grat mit traumhafter Aussicht auf die Felsgebilde klettern.
Dieser Trail gehört mit dem im Fiery Furnace (Arches) zu den Top Ten der Wanderungen, die wir je irgendwo gelaufen sind.

Trailhead

Trailhead

Squaw Flat Trail

Squaw Flat Trail

Squaw Flat Panorama

Squaw Flat Panorama

Nachmittagslicht

Nachmittagslicht

15.11.2017 – Canyonlands / Pothole Point und Slickrock – 30 km

Heute hatten wir es etwas ruhiger angehen lassen und sind nur einige kleinere Trails wie Pothole Point, Slickrock und an der Cave Spring mit den alten Zeugen vergangener Besiedlungen und Petroglyphen gelaufen sowie an einigen Overlooks entlang spaziert.

Cave Spring

Cave Spring

Cave Spring Trail

Cave Spring Trail

Slickrock Trail

Slickrock Trail

Im Anschluss sind wir noch zum Sonnenuntergang durch den Big Spring Canyon gefahren. Eine mit Gefällen und Serpentinen toll durch die Landschaft geführte leicht abenteuerliche Piste.
Für Wohnmobile über 7m (erlaubt sind 6,5m) und Fronttriebler ist die Piste nicht geeignet.

Abendstimmung

Abendstimmung

Big Spring Canyon Road

Big Spring Canyon Road

Für uns unverständlich ist, dass die Meisten die Gegend um Moab mit Canyonlands (wenn überhaupt) in 2 – 4 Tagen abreißen. 12 Tage waren wir nun hier und mit einem Jeep hätten wir noch eine Woche dran hängen können 🙂
Leute mit kleinen Reisemobilen wie Landcruiser oder kleineren Expeditionsmobilen können sich hier richtig austoben.

Clips und Bilder bis hierher, ca. 18:30 min

16.11.2017 – Comb Wash Road – 146 km

Grauwetter und zwei Regentropfen hatten sich auch verirrt.
Wir sind über die Manti-LaSal (2.700m) und Monticello auf der 191 weiter Richtung Süden und Natural Bridges. Vor 5 Jahren hatten wir von der Manti-LaSal eine herrliche Aussicht, heute sah bei dem Grau alles nur trostlos aus.

Vom Hwy. 95 geht die Comb Wash Road ab, an der sich etliche Dispearsed Campgrounds befinden. In dieser unwirklich erscheinenden Welt, wo die Bäume Nachts herum zu laufen scheinen, hatten wir unser Lager aufgeschlagen.
Ich suchte uns einen Platz, wo wir auch noch nach Regen heraus kommen konnten, da der Himmel nicht gerade nach Trockenheit aussah. Wenn es geregnet hat, hilft hier kein Allrad mehr, nur noch ein riesen Trecker.

Comb Wash Abendstimmung

Comb Wash Abendstimmung

Comb Wash Road

Comb Wash Road

Prähistorische Behausungen

Prähistorische Behausungen

17.11.2017 – Natural Bridges Campground – 51 km

Stürmisches Grauwetter, so sind wir die paar Kilometer weiter zum Campground Natural Bridges. Bei diesem Wetter hatten wir eher Lust auf Sauna, so sind wir nur den 16km Scenic Loop gefahren und faulten wieder herum, Brot musste auch wieder gebacken werden. Der White Canyon sieht von oben mit den Bridges schon toll aus, wieder eine ganz andere Landschaft.

White Canyon

White Canyon

Anasazi Siedlung

Anasazi Siedlung

Abends fing es dann in der Tat an zu regnen und schneien, es wurde richtig stürmisch, dazu ging die Temperatur mit Frost in den Keller. Gute Entscheidung, den Dispearsed Platz zu verlassen!

18.11.2017 – Natural Bridges / White Canyon – 16 km (Loop Road)

Kalt wars, nach der Frostnacht ging die Temperatur am Tag nicht über 5 Grad, aber der Himmel war wieder wolkenlos und stahlend.
Leider verdunstete der Puderzucker in der trockenen Luft sehr schnell. Weiß auf rot, das muss doch toll aussehen.

Heute taten wir wieder etwas für unsere Figur und liefen die 15 km durch den manchmal abenteuerlichen White Canyon mit den Bridges.

White Canyon Trail

White Canyon Trail

Owachomo Bridge

Owachomo Bridge

Holes

Holes

Eis

Eis

Abstieg

Abstieg

19.11.2017 – Valley of the Gods mit Moki Dugway – 68 km

Vom Moki Dugway hatte ich ja schon einiges gelesen, wie abenteuerlich er sein soll und für Wohnmobile nicht unbedingt empfehlenswert er sei. Der ca. 3,5 km lange mit etwa 11% abfallende Moki Dugway ist kein Vergleich zu den Burr Trail Switchbacks. Eine gute breite Piste die mit jedem Fahrzeug zu befahren ist. Atemberaubend ist die Aussicht auf das Valley of the Gods und das nicht so ferne Monument Valley.

Moki Dugway Panorama

Moki Dugway Panorama

Fernes Monument Valley

Fernes Monument Valley

Hinter den Switchbacks sind wir in die Valley of the Gods Road abgebogen die interessant durch das gleichnamige Valley führt.
Das Valley of the Gods ist der kleine Bruder des Monument Valley mit ähnlichen Formationen, nur dass man hier alleine ist und keinen Rummel hat.
Hier sind wir auch gleich geblieben und hatten uns einen netten Platz gesucht. Diese Felsformationen sind einfach gigantisch, da kann man nicht einfach durch und weg. Den Sonnenuntergang und diesen Moment hatten wir bei einem Bier in uns hineingesogen.

Valley of the Gods

Valley of the Gods

Valley of the Gods Road

Valley of the Gods Road

Stellplatz Panorama

Stellplatz Panorama

Nachts klarte es dann noch einmal richtig auf und da musste ich wieder meine Kamera auspacken. Ich weiß, langsam wird die Milchstraße langweilig… 😉

Gods Nightsky

Gods Nightsky

Die an sich relativ gute Piste, von ein wenig Wellblech abgesehen, führt an einigen Stellen durch tiefe, sehr steile und tiefsandige Washs. Für frontgetriebene Wohnmobile und/oder mit langem Überhang ist die Piste nicht empfehlenswert, bzw. dürfte problematisch werden. An einigen Stellen spürte ich das Werkeln des Allrades unseres Bimos.

Clips, Luftaufnahmen und Bilder bis hierher, ca. 7:13 min

Gefahrene km: 27.393
Gelaufene km: 1.024

Nächster Reisebericht: New Mexico

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2 Kommentare

  1. Hallo, auch wenn ich hier (und auf dem Blog von Ulrike) nicht regelmäßig kommentiere, so lese ich doch immer fleißig mit und freue mich schon auf den nächsten Bericht. Großes Lob an Euch für die viele Arbeit – und vor allem für die absolut tollen Fotos.
    Wünsche Euch noch viele weitere unvergessliche Erlebnisse!
    Viele Grüße aus Berlin.

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