Reisebericht Utah V

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Unser letzter Utah Reisebericht…
Die Faszinierende Landschaft im Cottonwood Canyon auf der humpeligen Cottonwood Road und endlich, nach dem dritten Anlauf, hatte es auch mal mit dem Zion National Park geklappt.
Inden Red Cliffs bei St. George dann eine unverhoffte Überraschung, die uns umgehauen hatte.

Vorheriger Reisebericht: Arizona mit Horseshoe Bend, Lake Powell, Petrified Forest, Sedona, Grand Canyon, Sunset Crater und Antelope

Utah-Reiseberichte:
Utah I mit Snow Canyon, Zion, Bryce Canyon
Utah II mit Escalante National Monument
Utah III mit Capitol Reef, San Rafael Desert und Goblin Valley
Utah IV mit Arches und Canyonlands-Nationalpark

16.12.2017 – Cottonwood Road – 168 km

Wir sind den Hwy 89 weiter Riching Kanab getuckert. Hier und da hatten wir einen Stopp eingelegt. Leider waren die versprochenen Hoodoos schon nicht mehr da, wegerodiert. Die Landschaft war mit ihren Farben und Strukturen aber trotz allem eine Wucht.

Am Hwy89

Am Hwy89

Ca. 25 km hinter unserem Übernachtungsplatz geht es rechts in die Cottonwood Road Richtung Kodachrome ab. Zunächst war ich skeptisch, aber die Road lässt sich recht gut befahren. Nur mit einem europäischen Standard-Wohnmobil und insbesondere Frontantrieb würde ich hier nicht unbedingt lang fahren wollen. Teils geht es durch sandige und steile Washs oder über richtig steile Hügel.

Cottonwood Canyon

Cottonwood Canyon

Cottonwood Road

Cottonwood Road

Wash

Wash

Die Cottonwood Road führt durch den Cottonwood Canyon und einer pitoresken Landschaft, die alle 5 km wieder anders ist.
Da wir unbedingt nach Kanab wollten, sind wir wieder umgekehrt und schon hatten wir wieder eine andere Sichtweise.

Paria River

Paria River

Hier hatten wir uns denn auch einen tollen Übernachtungsplatz gesucht (27.166403, -111.912665) und gefunden.

Cottonwood Boondocking

Cottonwood Boondocking

17.12.2017 – Kanab – 109 km

Gestern war es ja recht grau,heute nach bibberkalter Nacht hatten wir wieder einen kitschig blauen Himmel.
So hatten wir beschlossen, die Cottonwood Road wieder hinein zu fahren und einige Trails zu laufen.
Abenteuerliches Klettern, über die gefrorenen Creeks laufen und selbst einen Weg finden, das war spannend heute.

Eisfluss

Eisfluss

Aber das hatte sich wieder so was von gelohnt, Landschaften und wieder Hoodoos wie aus einem Traum.

Gegenlicht Hoodoo

Gegenlicht Hoodoo

Turtle Monster

Turtle Monster

White Hoodoos

White Hoodoos

Anschließend sind wir nach Kanab und ausnahmsweise mal auf einen privaten Campground gefahren.
Morgen wollen wir an der Lotterie für den Zugang zu den Coyote Butts teilnehmen, da heißt es früh aufstehen.

18.12.2017 – Zion National Park – 86 km

Lotterietag…
Zunächst hatten wir Hoffnung, nur ca. 50 Leute hatten sich im Visitor Center eingefunden. Da nur 20 Leute/Tag in den Canyon hinein dürfen, standen die Chancen nicht schlecht. In der Saison schlagen ansonsten teils um 300 Leute auf und stehen sich Stunden die Beine in den Bauch, um einen der begehrten 20 Plätze zu ergattern.
Aber was war, plötzlich tauchte eine Herde Asiaten Teenies auf und die Chancen sanken erheblich. Mit unserem Glück bei Lotterien war schon absehbar, dass wir nicht gezogen werden würden, so war es dann leider auch.
Überhaupt, es ist Nebensaison und eigentlich recht ruhig, aber überall Horden von Asiaten und dann meist Pupertiere oder in den frühen Zwanzigern. Wo haben die Kinder eigentlich die Kohle her um sich solche Reisen leisten zu können und dann in diesen Massen 😮

Asiaten Verlosung

Asiaten Verlosung

Merry Christmas

Merry Christmas in Kanab

Auf eine nochmalige Lotterie am nächsten Tag hatten wir keine Lust und so entschieden wir uns, nochmal in den Zion zu fahren.
Gen Westen Richtung Las Vegas führen zwei Strecken, eine unten herum, eine durch den Zion, unten herum ist natürlich schneller.
Bisher hatten wir mit dem Zion kein Glück, vor fünf Jahren war es zu heiß und vor zwei Monaten so voll wie auf dem Oktoberfest in München.
In der Tat, es war richtig schön leer. Auf dem Campground war ausreichend Platz und nur etliche Hartgesottene mit Zelt waren anzutreffen. Klar, Wohnmobile trifft man jetzt nicht mehr an. Die Pappschachteln sind nur mit immensem Energieaufwand zu beheizen und die Tanks sind bei Nachttemperaturen um -4 bis -8 Grad unbrauchbar.

Wir konnten dieses Mal sogar den Overlook-Trail laufen, da wider Erwarten der kleine Parkplatz vor dem Tunnel frei war.
Auf dem Campground hatten wir sogleich 2 Nächte gebucht, Morgen können wir zum ersten Mal im Zion einige Trails laufen 🙂
Alle guten Dinge sind halt drei…

Zion Overlook

Zion Overlook

Overlook Trail

Overlook Trail

Alkoven

Alkoven am Trail

19.12.2017 – Zion National Park – 31 km (loop)

Heute sind wir richtig gelaufen…
Von den Emerald Pools über den Kayenta Trail hoch oben auf Angels Landing und noch einmal ein Stück zu den Narrows.
15 km mit Höhenunterschieden von gut 500 m auf und ab sind für einen alten Mann wie mich schon anstrengend. Aber so lange ich noch Küken überholen kann 🙂
Es war eine nette Tour, vor allem die Kletterei auf den Angels Landing war klasse, die Keulerei nach oben über die steilen Serpentinen hatte sich schon gelohnt. Schwindelfrei und Trittsicher sollte man da schon sein, es geht teils über Slickrock an der Steilwand entlang, die 100m in die Tiefe führt. Am Übergang zum Angels Landing ist nur ein schmaler Pfad, links geht es dann ca. 300m senkrecht bergab.
Da Ulrike auf Kriegsfuß mit Höhen steht, ist sie das letzte Stück nicht mitgeklettert. Gut so, einige sind nicht so ehrlich mit sich und wagen den Aufstieg, einige Mädels hingen wimmernd in der Wand und ich hab das Eine oder andere Mal hilfreich unterstützt.

Aufstiegsstau

Aufstiegsstau

Kletterpartie

Kletterpartie

Pause am Abgrund

Pause am Abgrund

Serpentinenaufstieg

Serpentinenaufstieg

Switchbacks

Switchbacks

Es hätte richtig gut sein können, aber plärrende Bärenschrecks und schreiende Asiaten-Teenies gingen uns schon recht auf den Senkel. Überhaupt, Menschen über Menschen, selbst auf dem kleinen Gipfel von Angels Landing tummelten sich ca. 20 Leute.
Sollten wir noch einmal wieder kommen, der Zion ist für uns gestorben. Toll ist der Zion schon, aber kein Vergleich zu z.B. Arches und die Menschenmassen können einen die Laune verderben. Selbst jetzt im Dezember gleicht es einer Lotterie, einen Parkplatz zu bekommen.

Ausicht ist der Lohn

Aussicht ist der Lohn

20.12.2017 – Yant Flat – 80 km

Meine First Class Tripmasterin wieder… 🙂
Lass uns doch zu den Yant Flat fahren, eine Abbruchkante mit weißen, gelben und roten Gesteinsformationen die ein wenig an den Zion erinnerten.
Die liegen knapp nordöstlich von St. George und sind von der I 15 über die Oak Grove Road zu erreichen. Wenn bei den Amerikanern etwas schon “Road” heißt, dann ist das besser, wenn man ein hochbeiniges Fahrzeug mit zumindest Heckantrieb hat, so auch hier… 😉
Steil bergauf, bergab und mit Serpentinen, geschwungen führt sie durch eine traumhafte Landschaft mit tollen Panoramen.
Nach einem Gang zu der Kante hatten wir uns an der Oak Grove Road ein tolles Plätzchen für die Nacht gesucht und klar, auch gefunden.
Dies ist National Forest Gebiet, hier finden sich etliche Übernachtungsplätze.

Nachtlager

Nachtlager

Oak Grove Road

Oak Grove Road

Senke

Senke

Yant Flat Aussicht

Yant Flat Aussicht

Der Wetterbericht: Wolkenlos, Temperaturen von +13 bis knapp 0 Grad Nachts…
Plötzlich fängt es an zu stürmen, das Bimo wackelt wie auf See. Die Temperatur fällt in einer Stunde um gut 10 Grad auf -3 Grad. Was klappert und pocht da an das Bimo? Regen wars nicht, dann hätte man an die Tropfen an den Scheiben gesehen. Ein Blick nach draußen, alles weiß! 😮
Ich freute mich, weiß auf rotem Felsen, wären wir doch jetzt im Arches oder Bryce. Und dann auf dieser Piste im Schnee, mal wieder den Allrad ausprobieren 🙂

Unverhofft Schnee

Unverhofft Schnee

21.12.2017 – Red Cliffs Campground – 45 km

Wir hatten wieder mal länger geschlafen. Wenn die Sonne heraus kommt, piekt sie ganz schön, so war die meiste Schneepracht schon verdunstet, schade 🙁
Nur ganz entfernt auf den höheren Bergen konnte man etwas von der Pracht auf roten Felsen sehen. Blöd, denn das war auch für uns die letzte Chance auf Schnee, bald soll es ja Richtung Las Vegas gehen.

Schnee am Morgen

Schnee am Morgen

Einkaufen und Waschen war mal wieder angesagt, so sind wir nach Washington, kurz vor St George.
Anschließen sind wir wieder ein Stück zurück auf dem Red Cliff Campground, den man sich auch nicht entgehen lassen sollte.
Er liegt vor einer Abbruchkante mit knatsch rotem Felsen. Ein Traum!
Leider war auch hier nichts mehr vom Schnee zu sehen, trotzdem, auch ohne Schnee traumhaft schön.
Von hier aus hatten wir noch ein paar Kilometer die Umgebung erkundet und sind in den Felsen herum geklettert.

Red Cliffs Campground

Red Cliffs Campground

Red Cliffs

Red Cliffs

Dino

Dino

Clips und mit allen Bildern zum Reisebericht, ca. 14:00 min

22.12.2017 – Red Cliffs Canyon und Pioneer Park St. George

Heute ging es Richtung Nevada, aber zuvor wollten wir vom Campground aus noch einen kleinen Spaziergang durch den nahen Canyon machen. Anfangs war es einfach nur toll an dem teils vereisten Creek antlang zu laufen, aber der entwickelte sich so was von gigantisch. Der “Spaziergang” artete dann vobei an Pools und Washs in einer kleinen Kletterei aus. Traumhaft…

Red Cliff Canyon

Red Cliff Canyon

Eissteine

Eissteine

Mittags konnte die Fahrt dann losgehen, bis Ulrike wieder eine ihrer Ideen hatte 🙂
Unmittelbar bei St George befindet sich der Red Cliff Pioneer Park, ein Abenteuerspielplatz für kleine und große Kinder.
Hier ist der rote Sandstein ganz besonders erodiert und man kann hier hervorragend herum klettern, was wir natürlich gemacht hatten.

Red Cliff Pioneer

Red Cliff Pioneer

Pioneer Slot

Pioneer Slot

Felswohnungen

Felswohnungen

Für diese beiden Highlights habe ich dann ein eigenes kleines Video/Diashow gebastelt, ca. 01:45 min.

Das wars nun von Utah, gut eineinhalb Monate hatten wir uns in Utah herum getrieben und dennoch nur einen Bruchteil erkunden können.
Hier könnte man locker ein Jahr verbringen!

Fast schon spät sind wir dann endlich Richtung Nevada aufgebrochen, was folgte, war dann wieder solch eine Überraschung. Da schon Nevada, folgt die Fortsetzung im nächsten Bericht. Dieser Tag war fast wieder zu viel für unsere Hirnchen…

Gefahrene km: 30.506
Gelaufene km:     1.224

Nächster Bericht: Nevada mit Whitney Pockets, Valley of Fire, Las Vegas und Red Rock Canyon

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