New Brunswick-Quebec

Vorheriger Bericht: Nova Scotia – Halifax, Übernahme Wohnmobil

Etwas zum Wasser:
Vielen ist es ja bekannt, aber wie wir gerade durch Verschiffungsbekanntschaften erleben durften, nicht allen. Jene wollten doch in der Tat ihren kleinen Frischwassertank alleine für das Kochen und ihren Kaffee nutzen, machten ihren Tank ohne Geschmacksprobe rand voll und hatten auch kein Anderes dabei…
Das Wasser in Kanada und in den USA kann teils stark gechlort sein. Schön sauber ist es ja, aber ist auf Grund des Chlores schlicht ungenießbar!

Es bleiben 3 Möglichkeiten:
a) Man kauft die Gallonen Wasser zum Trinkrn, Kochen und Kaffee. Die ca. 4 L kosten um die 60 Cent. Im Schnitt gingen 1 1/2 Buddel pro Tag drauf. Auf Dauer geht das auch ins Geld, man benötigt zusätzlichen Platz und der Chlorgeruch auf der Haut nach dem Duschen ist auch nicht so prall.

Im Walmart gibt es Wasserfilter zu kaufen, die wirken antibakteriell, gegen Verschmutzungen, Metalle und auch gegen Chlor.
b) Einen Filter den man einfach zwischen Zapfhahn und Einfüllschlauch montiert, kostet um 20,- Euro und wird nach 6 Monaten gegen einen Neuen ausgetauscht.
Filterdichte: 100 Mikromillimeter
c) Ein Filter, der nach der Wasserpumpe vom Womo (wegen dem Druck) montiert wird, kostet ca. 40,- Euro und alle 3 Monate muss für ca. 20,- Euro der Filtereinsatz gewechselt werden.
Filterdichte: 5 Mikromillimeter

Logisch, dass c) am Besten ist! Leider hätte ich für diese Aktion richtig basteln müssen und auch ein Filtertausch würde einen Basteltag bedeuten. Also habe ich mich für Lösung b) entschieden.
Wenn man nicht gerade so richtig verchlortes Wasser getankt hat, ist der Filter völlig ausreichend.

Ärgerlich, dass ich die Problematik ja kannte und zu dusselig war, ein vernünftiges System zu montieren.
Bei Amazon gibt es auch Filter nach Muster b), aber da die Problematik hier ja bekannt ist, würde ich die besser hier kaufen, auch wegen der Wasseranschlüsse.

10.05.2017 Sackville – Hopewell Rocks – 320 km

SchrottSeit unserer Ankunft in Halifax hat es bis auf ein paar Stunden nur gepladdert und es nimmt scheinbar kein Ende. Einfach schnell gen Westen abhauen geht wohl nicht, im Moment sieht es so aus, dass man gar nicht weit kommt. Kanada erlebt z.Zt. die schlimmsten Regenfälle der letzten 50 Jahre. Die Gebiete um Ottawa und Quebec wurden zum Katastrophengebiet erklärt.
Also egal, es gibt nur schlechte Kleidung. Vor allem die Hopewell Rocks wollen wir unbedingt gesehen haben.

Sackville WaterfowlZunächst hatten wir den passend zum Wetter auf der Strecke liegenden Sackville Waterfowl Park angesehen. Hier läuft man über Holzbohlen durch ein kleines Sumpfgebiet. Im Sommer sieht das bestimmt toll aus.

 

Sackville Waterfowl

Sackville Waterfowl

Outdoor WorldIn Moncton sind wir in ein Outdoor Outlet rein und haben uns mit wirksamen Mückenmittel eingedeckt. Dazu noch ein Netz für den Kopf, die Biester fangen ja jetzt schon an 🙁
Aber das ist man ein Outdoor-Laden, dort gibt es von der Flinte bis zum Jagdbogen einfach alles.

 

Outdoor WorldOutdoor World

 

Die Straße führte an etlichen entlegenen Häusern vorbei. Mann, Mann, sieht das teils aus. Schrott, Schrott, Schrott, die scheinen einfach alles auf ihren Grundstücken zu entsorgen. Erinnerte mich an so manchen Splatter-Film 😉

Hopewell Rocks Die Hopewell Rocks in der Shepody Bay südlich von Moncton sind eine Besonderheit.
Steil abfallende Sandstein-Felsen, Felsen mit Torbögen und Durchgängen. Bei Ebbe kann man unten herum laufen und die eindrucksvollen Formationen betrachten.
Leider spielte das Wetter nicht mit, bei Sonne muss das grandios aussehen.
Dass noch alles geschlossen hatte, hatte auch sein Gutes, wir hatten einen riesengroßen kostenlosen Stellplatz mit herrlicher Aussicht über das Meer für uns ganz alleine (mehr Bilder im Video).

Die Shepody Bay ist trichterförmig. Das auflaufende Wasser bildet hier eine Flutwelle, die sich gerade in den Flüssen wie in Truro richtig hoch aufbauen kann. Alleine der Tidenhub beträgt hier ca. 14m!
Tja, leider das Hochwasser mitten in der Nacht, so konnten wir dem Schauspiel nicht beiwohnen.

11.05.2017 Alma, Fundy National Park – 70 km

Fundy National ParkEigentlich wollten wir ja nach Saint John, aber wir sind nur bis Alma mit dem Fundy National Park gekommen. Wanderwege über dem Cliff, der Park ist ein verwunschener Märchenwald mit Bächen, mit Moos behangenen Bäumen und einfachsten Wegen, einfach nur toll.
Hier haben wir die Gelegenheit wahr genommen und sind rund 14 gelaufen. Es gibt etliche schöne Parkplätze wo man sehr schön stehen kann.

Fundy National Park

Fundy National Park

Farne

Farne

Fundy National Park

Fundy National Park

Das Wetter ist wirklich nicht der Hit und die Saison ist nicht eröffnet. Sicher, alles hat zu, keine Gelegenheit zum Ver- oder Entsorgen, aber man hat den großen Vorteil, sich einfach überall hin stellen zu können und auf den Wanderungen ist man mutterseelen allein.

12.05.2017 – Perth Andover – 380 km

Covered-BridgeHeute wollten wir im grauen 5 Grad kalten Wetter ein paar Kilometer machen. Das hielt uns nicht ab, am Wolfe Lake einen kleinen Spaziergang zu machen. Zunächst ging es westwärts, dann den Saint John entlang nordwärts. Die Landschaft ähnelte der Eifel, also nichts Besonderes. Interessant sind die Holzhäuser in ihrem eigenen Stil, wie die Menschen so leben und die Covered Bridges. In Hartland hatten wir die mit > 300m Längste ihrer Art besichtigt. Plötzlich geschah ein Wunder, blauer Himmel und 19 Grad! Es wurde Frühling und das von einen Moment auf den Anderen.

Wolf-Lake

Wolf-Lake

Eigentlich wollten wir noch etwas weiter, aber in Perth Andover sind wir an einen Platz an am Tobique River vorbei gekommen, da konnten wir einfach nicht weiter fahren 🙂
…Stühle raus und das Bier an die Kehle.

13.05.2017 – Tadoussac – 278 km

Grand-FallsNeue Zeitzone, GMT -6
Über Grand Falls, der Stadt mit dem grandiosen Wasserfall und dem Canyon mitten in der Stadt ging es mit der Fähre über den St. Lorenz Strom nach Tadoussac.
Wir hatten ein wunderbares Wetter mit knapp 19 Grad. Die kältegwohnten Kanadier liefen in T-Shirts herum, Mädels in kurzen Shorts und einmal wurden wir von einem Moped-Fahrer in T-Shirt mit freiem Rücken überholt, der hatte garantiert 200 Sachen drauf gehabt.
Auf dieser Seite hing die Natur noch weiter zurück, kein Grün und überall lag noch Schnee herum.

Tadoussac

Tadoussac

14.05.2017 – Mont St. Anne – 245 km

Morgens draußen beim Kaff fiel es mir auf, der rechte äußere Zwilling sah komisch aus, als hätte er nicht genug Luft.
Also nachgeprüft und siehe da, nur 1 bar drauf!!
Das hätte fürchterlich in die Hose gehen können, da der Innere ja die ganzen Kräfte aufnehmen musste. Gut, dass der Cooper eine relativ hohe Traglast hat. Dazu noch die Walkarbeit, das hätte beide Reifen zerfetzen konnen. Während der Fahrt hatte ich davon nichts bemerkt. Was war, das Ventil der Ventilverlängerung hatte eine Macke und ließ, wenn auch wenig, etwas Luft ab.
Gut dass ich mir den Mannesmann Kompressor zugelegt hatte, der nun zum Einsatz kam. Ist ja nur ein Spielzeug-Kompressor, aber 15min um den Reifen auf 4,5 bar aufzupumpen finde ich ok. Mal schauen, wo ich eine Ventilverlängerung her bekomme…

Zunächst sind wir ca. 25 km Richtung Norden zur Baie de Bon-Dèsir gefahren. Hier erkundeten wir die tolle Felsenlandschaft von der man zu einer anderen Jahreszeit Robben und Wale beobachten kann.

Bon-Desir

Bon-Desir

KarnickelDie Natur ist so, wie bei uns Ende Februar, kein Grün und alles noch kahl. Hätte auch nicht gedacht, dass noch so viel Schnee herum liegt. Aber das hatte was, im T-Shirt im Schnee spazieren gehen.
Weiter Richtung Norden machte deshalb keinen Sinn, auch in Anbetracht dessen, dass noch alles dicht hat. Irgendwann müssen wir ja auch mal dumpen oder neues Wasser fassen.
Einerseits ist das Freistehen meist untersagt, andererseits haben die Campingplätze noch zu.
Ich glaube, das wäre auch so nicht unsere Gegend, auch wenn was offen hätte, zu touristisch und für jede Sehenswürdigkeit wird nicht gerade wenig Eintritt verlangt.
So sind wir wieder Richtung Süden, eine wahre Achterbahnfahrt.
Wo bei man bei uns Kurven und Serpentinen eingebaut hätte, ging es hier schnurstracks über jeden Berg. Steigungen und Gefälle bekamen hier wieder eine Bedeutung 🙂
Dachte ich mal, mit 190 PS und > 400 NM gut bedient zu sein, Pustekuchen. Erinnerte mich an damals, als ich mit 30 die Berge hoch fahren musste und mich die Trucks mit 70 überholten. Bei den üblichen Motoren hier braucht man auch keine Serpentinen,nur unsereiner… 😉

Im Skigebiet des Mont St. Anne, ca. 40km nördlich von Quebec hatten wir dann genächtigt. Glück gehabt, eigentlich wollte man uns verscheuchen, aber der nette Augenaufschlag von U. 😉

Clip, ca. 14min

15.05.2017 – Quebec > Trois Reviers – 200 km

VentilReifenkontrolle, Reifen aufblasen…
In Quebec sind wir bei Googyear vorbei. Ich wußte gar nicht, dass die Ventile ein Innenleben haben, das man leicht austauschen kann. Der nette Mensch wollte noch nicht einmal etwas dafür haben.
Die Besichtigung von Quebec haben wir ausgelassen, uns reichte das Getümmel. Highways mit seltsamen Verkehrsführungen, Gewirr…
Auf demWeg zur Dump-Station mussten wir an der Innenstadt vorbei. Mag ja sein, dass es einige Sehenswürdigkeiten gibt, für uns aber halt nurne Stadt, wir sind halt keine Stadt-Menschen. Nach dem Dumpen und Wasser tanken (ohne Chlor) wollten wir eigentlich nmur noch zügig aus der Gegend raus. Auch die Landschaft hat bis auf die Auswirkungen der Regenfälle nichts mehr zu bieten.

Gelandet sind wir in Trois Reviers am Sankt Lorenz und haben am Notre Dame du Cap einen tollen und zudem kostenlosen Stellplatz gefunden. Interessant ist hier die Bauweise der Häuser, aber ansonsten hat der Ort mit dem Dom nichts zu bieten.
Plötzlich schien die Sonne und hatten fast 20 Grad und konnten unser Bier bei offener Klappe genießen.

Und: Hier Ulrikes andere Sichtweise, amüsant mit Bildern aus dem Leben

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