Welchen Schutzbrief für Wohnmobil über 3,20 m Höhe

Update September 2019

Der Artikel ist durch einen neuen Anbieter teilweise neu verfasst.
Dieser Artikel ist lediglich für Besitzer großer Wohnmobile interessant, die
nicht länger als 6 Monate am Stück unterwegs sind
– die ihre Reise vom Wohnort beginnen und wieder beenden

Langzeitreisende lesen bitte den Artikel Schutzbrief für Langzeitreisende->

Wer mit einem Wohnmobil bis 3,20m Höhe insbesondere lediglich an Wochenenden oder Urlaub unterwegs ist, kann es sich relativ einfach machen. Manche schwören auf den ADAC, oder Andere haben einen Schutzbrief für wenig Geld über ihre KFZ-Versicherung abgeschlossen. Anbieter gibt es mannigfaltig. Ich möchte hier auch keinen Vergleich anstellen, ich empfehle schlicht das Lesen der Versicherungsbedingungen um den für sich besten Schutzbrief auszuwählen!!
Außerdem haben viele eh schon eine vorgefertigte Meinung 😉
Die aufgeführten Versicherungen/Schutzbriefe sind natürlich auch für kleinere Wohnmobile geeignet.

Schutzbrief für Wohnmobile über 3,20m Höhe

Mit einem Wohnmobil jenseits der 3,5 Tonnen und einer Höhe über 3,20 m bekommt man ein Problem. Die meisten Schutzbriefe, so auch beim ADAC versichern nur bis zu einer Höhe von 3,20 Meter! Langzeitreisende haben ebenfalls ein Problem, die Reisen dürfen nicht länger als 6 Monate dauern!
Für Wohnmobile über 3,20 Höhe gab es bisher  nur zwei Versicherungen, die einen entsprechenden Schutzbrief anboten!
Die unten angegebenen Daten galten zum Zeitpunkt der Berichtserstellung!

Hinweis:
Für die hier gesetzten Links bekomme ich weder ein Salär, Provision für Klicks oder sonst eine Vergünstigung! Verlinkt werden ausschließlich die Konditionen.
Gem. Urteil vom 24.05.2018 – 52 o 101/18 LG Berlin müssen u.U. selbst solche Links als Anzeige gekennzeichnet werden, da die Unternehmen einen Vorteil erlangen könnten.
Also betrachtet den weiteren Artikel einfach als Anzeige (bekloppte Welt)

RMV

Mit 49,- Euro/Jahr ist das die günstigste Versicherung, sie hat allerdings den Nachteil, dass das Wohnmobil auch hier versichert sein muss!

Die Leistungen (Quelle: RMV):

Horbach

Der Jahresbeitrag beträgt 89,90 Euro

Die Leistungen (Quelle: Horbach):

  • Gewicht bis 9,9 t
  • Länge bis 9,51 m
  • Höhe bis 3,65 m
  • Breite bis 2,51 m
  • Reisen bis 6 Monate pro Reise!
  • keine Begrenzung bei Bergungskosten!

Zusätzlich weitere Leistungen die der RMV ähneln, siehe Leistungsübersicht.

Accura

Die Accura ist neu auf dem Markt biete einige besondere Leistungen.

  • Keine Gewichts-, Längen- oder Höhenbegrenzungen
  • Keine zeitliche Begrenzungen
  • Bergungkosten in voller Höhe
  • Mietwagen

Preise von 99,- bis 199,- Euro
Sie ist insbesondere für Langzeitreisende interessant.

Wer einen Schutzbrief möchte und über einen 10m-Liner verfügt, blieb bisher wohl nichts anderes übrig, als mit seiner Kfz-Versicherung zur RMV zu wechseln. Hier ist aber zu bedenken, dass die RMV m.E. nicht gerade zu den Günstigen gehört. Bei einem Wechsel von der HUK, wo ich derzeit versichert bin, würde mich das 280,- Euro/Jahr mehr kosten. Der Schutzbrief würde demnach praktisch 324,- Euro kosten und der an sich günstige Beitrag relativiert sich deutlich! 

Neu auf dem Markt ist die Accura, mit 99,-/199,- Euro auch nicht so günstig.
Auch hier gibt es Vergünstigungen, wenn das Wohnmobil hier auch Haftpflicht versichert ist.

Wer ein kleineres Wohnmobil hat oder seine Kfz-Versicherung nicht wechseln möchte, da bleibt als günstigste Lösung  Horbach.

Langzeitreisende – Wohnen im Wohnmobil

Die Versicherungen versichern bis auf Accura nur Reisen bis 6 Monate. Eine Reise beginnt vom Heimatort. Wer in einem Wohnmobil wohnt, hat hier ein Problem, insbesondere, wenn er nach Monaten in Deutschland ins Ausland reist.
Inwieweit und wodurch eine Reise nachgewiesen werden muss oder wird, ist mir nicht eindeutig bekannt. Laut Aussage eines Insiders wird bei Personen über 65 Jahren teils kontrolliert. Klar, Jüngere müssen ja meist noch arbeiten 😉
Für Langzeitreisende oder wer im Wohnmobil wohnt, gibt es ja mittlerweile eine Lösung, lese den Artikel Schutzbrief für Langzeitreisende->.

Lohnt sich ein Schutzbrief fürs Wohnmobil?

Gerade die Deutschen versichern sich ja gegen alles oder versuchen jedes Risiko zu minimieren. Die Frage kann auch nicht eindeutig beantwortet werden, jeder tickt da anders und ist auch von der Art und Alter des Mobils abhängig.
Das ist eine Risikoabwägung. Wie groß ist das Risiko, eine dramatische Panne zu haben oder dass das Wohnmobil im Falle eines Unfalles geborgen werden muss? Wo ist man mit seinem Wohnmobil unterwegs?
Als normaler Mensch, der seine Urlaube oder Reisen in Europa verbringt oder insbesondere mit einem älteren Mobil unterwegs ist würde ich die Frage eher bejahen, so teuer ist ein Schutzbrief nicht und gibt ein sicheres Gefühl.

Wer einen 10m-Liner sein Eigen nennt, blieb bisher nur die RMV, aber hier sollten die tatsächlichen Beiträge ermittelt werden und eine Risikoabwägung vorgenommen werden, wer nicht schon von Haus aus dort versichert ist. 
Ansonsten ist die Accura neu auf dem Markt.

Als Langzeitreisender trägt man das Risiko einer Überprüfung der Reisedauer, man ist mithin bei den Vorgenannten bestenfalls für 6 Wochen/Monate versichert. Stellt sich im Nachhinein eine falsche Angabe heraus, das lässt sich einfach über Tankquittungen belegen, verliert man den Versicherungsschutz! 

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17 Kommentare

  1. Hallo Mike und Ulrike,

    wir sind die mit dem blauen 365 von den Natural Bridges Monument…
    und gerade mal wieder über euren Blog gestolpert…

    Das Thema Stoßdämpfer spricht mir aus dem Herzen und wird gleich angegangen, Dank hierfür!

    Zum Thema Schutzbrief: Die Nürnberger bietet über Jahn&Partner im Standardversicherungspaket einen umfangreichen Schutzbrief ohne Höhen-, Längen- und Gewichtsbeschränkungen für jede Abwesenheit bis 4 Monate und alle Mittelmeer Länder eingeschlossen an. Ist für uns wegen Marokko Ende des Jahres interessant…

    Lasst es euch gut gehen und bis die Tage

    Christine und Ralf

    • Moin Ihr Beiden,

      danke für den Tipp! Ich warte noch auf eine Versicherung ohne Zeitbegrenzung, würde da auch etwas mehr zahlen. Für uns ist das schon mit den 6 Monaten blöde, schon alleine, dass die Versicherung vor Reiseantritt abgeschlossen werden muss.

      Habt ihr euch wieder eingelebt? Wir tun uns nach dem Jahr selbst nach Wochen immer noch schwer.

      Liebe Grüße,
      Michael

  2. Detlef Chabowski

    Moin ihr Beiden,
    bis 5 Tonnen bietet ERGO eine kostengünstige Möglichkeit.Zur Zeitbegrenzung habe ich nichts gefunden.
    LG
    die Chabos

    • Moin Detlef,
      wir sind aber über 5 Tonnen schwer. Ich meine, auch dort besteht eine zeitl. Begrenzung.
      Bei Ergo hatten wir mal das Inventar versichert, als wir noch unser teures Tauchgeraffel durch die Gegend geschleppt hatten.
      LG vom Main, Michael

  3. Moin,
    mir ist es gelungen über den ACE einen kompletten Schutz für unseren LBX365 zu erhalten.
    War anfangs etwas schwierig, aber der Vorstand hat dann extra einen zustimmenden Beschluss herbeigeführt.
    Manchmal muss man hartnäckig bleiben.
    Grüße aus Berlin / Brandenburg
    detlev

    • Danke Dir Derlev!
      Dann versuche ich das auch mal. Ist der Langzeitaufenthalt auch abgesichert, bzw., wie lange darf eine Reise dauern?
      LG aus Thedinhausen

  4. Hallo,
    habe mit dem ACE telefoniert und die Auskunft erhalten, das die beiden Schutzbriefe jeweils leider auch “nur” 56 Reisetage gelten. (https://www.ace.de/mitgliedschaft/rabattaktion/ace-rabattaktion-mitgliedschaft/).
    Das Ergebnis ist also auch sehr “mager”.

    Grüße aus Berlin / Brandenburg
    detlev

  5. Ich werde mich nochmal schriftlich an den Verein (meinen) wenden, weil schriftlich darüber nichts zu finden ist.
    Der von mir erwähnte Vorstandsbeschluss betraf speziell Höhe und Tonnage für unser Reimo.

    Seit Anfang diesen Jahres hat man zwei verschiedene Mitgliedschaften, eine ca. 68 € und ca. 88 €. Die teuere Mitgliedschaft gilt weltweit, die andere nur in Europa (siehe Link).

    Viele Grüße aus Berlin / Brandenburg

    detlev

  6. Hallo Detlev,

    bin auch ACE Mitglied (1988) und fahre ein WoMo
    mit eingetragener Höhe von 3,29m.

    Frage: wie ist der Weg zum positiven Vorstandsbeschluss ?

    Vielen Dank und Grüße

    Helmut

    • Hallo Helmut,
      sorry hatte die Antwort beinahe vergessen.
      Ich habe als langjähriges Mitglied (seit 1984) mit”Besitzstand” argumentiert und mit Austritt gedroht. Das Problem ist, dass mit dem “Höhenausschluss” auch alle anderen Leistungen nicht mehr übernommen werden.
      Letztlich führte der Schriftwechsel dann zu einem Vorstandsbeschluss in dem man mir weiterhin die Leistungen zusagte.Näheres gern persönlich.

      Viele Grüße
      detlev

  7. Hallo,

    ich habe letztlich damit gedroht zur Konkurrenz zu gehen und aufgezeigt, dass das doch nicht sein kann wegen solch einer Lappalie langjährige und überzeugte Mitglieder zu verlieren.

    Das “eigentliche” Problem habe ich oben schon erwähnt, wenn das Fahrzeug “aus dem Rahmen” fällt, sind auch alle anderen Leistungen nicht mehr gewährleistet.

    Viele Grüße (aus dem Kur-Camping Arterhof)

    detlev

  8. Hallo,
    die aufgeführten Schutzbriefmöglichkeiten sind letztendlich für Fahrer von großen Wohnmobilen ein schlechter Kompromiss. Sobald ein LKW-Wohnmobil wegen Überschreitung der Gesamthöhe von 4 Metern auf der Abschlepperpritsche und/oder mit einer Abschleppstange wg. Getriebe- oder Kupplungsschaden nicht geschleppt werden kann, muss mit einem Abschlepper mittels “Brille” über die HA geschleppt werden. Ist dann Wochenende, Abschleppzeit nach 20:00 Uhr und man ist z. B. in Frankreich unterwegs, dann kannste schon mal ca. 2.800.– € Abschleppkosten einplanen. Wer natürlich bei Dunkelheit noch vor dem Eintreffen des Abschleppers schnell die Kardanwelle vom Getriebe trennen kann (viel Spaß dabei), kann sein WOMO ja dann wieder kostengünstiger mittels Abschleppstange ziehen lassen. (Nur zur Info: In Deutschland hätte das Abschleppen ca. 1.200.–€ gekostet).

    Natürlich gibt es für (LKW-)WOMO spezielle Schutzbriefanbieter. Beispielhaft aus div. Angeboten: Die Beitragskosten belaufen sich p.a. auf ca. 450.–€, Abschleppkostenentschädigung p. a. max. 2.000.– €. Das WOMO darf allerdings nicht älter als 8 Jahre. sein.
    Mein Tipp: gewissen Obolus pro Monat für mögliche Abschleppkosten (gerade für das Ausland) beiseite legen, damit man für den Ernstfall gewappnet ist. Somit spielt auch die Dauer des Auslandsaufenthalts nur noch eine untergeordnete Rolle.

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