Teufelsschlucht und Wolfsschlucht Eifel

Auf unserer Route Richtung Frankreich entschieden wir uns für die Eifel und entlang der belgischen und luxemburgischen Grenze zu fahren.
Früher bin ich hier unzählige Male mit dem Moped herum gefahren, da hat man jedoch keine Lust, mit Motorradklamotten zu wandern. Jetzt wollten wir die Landschaft um Echternach mit dem Ferschweiler Plateau einmal zu Fuß erkunden. Wieder einmal entdeckten wir eine Schönheit der Natur.
Eine Besonderheit sind hier die für die Eifel eher untypischen Sandstein-Formationen des Ferschweiler Plateaus mit ihren Schluchten, Abbrüchen und Felsspalten.

Teufelsschlucht

Teufelsschlucht bei Irrel/Eifel

Gegen Ende der letzten Eiszeit führten Wechsel von Frost- und Tauperioden zu gewaltigen Felsstürzen. Ein großer Sandsteinblock brach vor ca. 12.000 Jahren aus der Plateauwand heraus und öffnete so eine bis ca. 28 Meter hohe Abbruchkante. Schlucht ist deshalb eigentlich nicht so die richtige Bezeichnung. Ist wohl so wie mit dem Bryce Canyon USA, der ja auch kein Canyon ist.
Apropos, die Auswaschungen und Erosionen erinnern sehr stark an die Sandsteinformationen Utahs, nur in grün mit tollem Bewuchs wie Moose und Farne, getarnt im Wald.
Eine Wanderung durch die mystische Felslandschaft mit den teils sehr schmalen und auch steilen Felsspalten ist wirklich ein Erlebnis. Für die knapp 6 km durch die Felsspalten benötigten wir ca. 1:45 Stunde. Wer noch bis zu den Irreler Wasserfällen läuft, braucht vielleicht noch eine halbe oder dreiviertel Stunde länger. Festes Schuhwerk und Trittsicherheit sollte obligatorisch sein.
Startpunkt des gut ausgezeichneten Wanderweges, wo sich auch ein Besucherzentrum mit Infos befindet, ist der Dinosaurierpark, auf dem großen Parkplatz davor darf man offensichtlich auch übernachten.

Wollefsschlucht/Wolfsschlucht – Mullerthal Wanderung 13 km

Das Pedant zur Teufelsschlucht ist die Wollefsschluch/Wolfsschlucht auch Gorges Du Loup gegenüber bei Echternach in Luxemburg. Auch hier ist es weniger eine Schlucht als vielmehr eine Sandstein Abruchkante. Nicht weniger schön als die Teufelsschlucht, mit dem Bewuchs mit Farnen und Moosen auf den Felsen an Regenwäldern erinnernd nur anders.
Die Wanderung führt auch an den Höhlen Huel Lee vorbei. Dies sind künstlichen Höhlen, in denen im Mittelalter Mühlsteine durch Ausritzen und Sprengung mit befeuchtetem Holz produziert wurden.
Die Wanderung durch das Mullerthal dauert beginnend in Echternach (siehe Karte unten) gut 4 gemütliche Stunden, dabei sind auf schmalen Pfaden ca. 270 Höhenmeter zu überwinden. Eine gute Grundkondition sollte vorhanden sein.

Hier der Tourverlauf, die Karte ist von GoogleMaps, da Daten an Google übermittelt, müssen Drittanbieter-Cookies zugelassen werden, siehe auch Datenschutzerklärung.

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Ein Kommentar

  1. Eindrückliche Fotos, ich bin immer ganz neidisch 😉

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