Giant Explorer Pedelec

Wie Ihr ja bereits gelesen habt, haben wir unsere Motorräder aus bestimmten Gründen verkauft. Wenn man mit dem Wohnmobil unterwegs ist, braucht man aber irgend ein zusätzliches Fortbewegungsmittel für den kleinen Einkauf oder Ausflug, sei es Motorrad, Roller, den Smart oder halt ein Fahrrad. Für uns kam nach den Motorrädern nur ein e-Bike in Betracht, einfach, weil wir gerne mit dem Rad unterwegs sind und uns auch gerne etwas bewegen möchten.

Metallkunst

Metallkunst

Den e-Bikes, also Pedelecs bis 25km/h, stand ich bisher eher skeptisch gegenüber. Was ist, wenn nach 60 oder 70 km der Akku leer ist? Ich habe dann keine Lust, mich mit viel Kraft tot zu strampeln. Wir besuchten einige Fahrradläden, fuhren Räder Probe und informierten uns im Internet. Gelandet sind wir bei e-Motion (eine Bundesweite Kette) in Bremen, hier kann man die unterschiedlichsten Räder und Marken Probe fahren. Nach endlosen Probefahrten der unterschiedlichen Marken mit dem Ziel Trekking, Straße wie Feldwege und Preiskategorien entschieden wir uns dann für das…

Giant Explorer +1

Die deutlich teurere Edelmarke Riesa war zwar sehr wertig, mir aber zu schwergängig, über Hai-Bike und Kalkhoff hatte ich im Gegensatz zu Giant zuviel Negatives gelesen.

Giant Explorer

Giant Explorer

Es gibt ja die unterschiedlichsten Antriebsarten, Frontantrieb, Nabenschaltung und Kettenschaltung. Eine Nabenschaltung ist teurer, man kann aber die Energie rückgewinnen. In der Praxis fällt das aber nur marginal auf. Bei einer Nabenschaltung muss man sich weniger kümmern, hat aber weniger Gangabstufungen und ist schwergängiger. Wir entschieden uns deshalb für das Rad mit 20 Gang Kettenschaltung.

Es handelt sich um ein Trekking-Rad, für Straße und leichtem Gelände gleichermaßen geeignet. Preislich liegt es mit um 2.700,-€ im mittleren Feld.

Der Akku ist formschön im Rahmen integriert.

Ausgestattet ist das Giant Explorer mit einem bewährten Yamaha Motor mit 80 nm Drehmoment und einer Verstärkung der Trittkraft von 360%. Zum Vergleich, meine 1.200er BMW hatte ein Drehmoment von 110 nm, die Ducatis nur um 65!

Yamaha Motor

Yamaha Motor

Die Zuladung beträgt >160 kg, genug für mich und schwere Einkäufe. Bei vielen anderen Pedelecs ist bei 110 kg Schluss, das lässt auf eine stabile Verarbeitung schließen. Dabei ist es mit um 26kg etwas leichter als viele Andere.

Nähere technische Details bei e-motion

Erste Erfahrungen mit dem Giant Explorer +1

Wir haben nun weit über 400 km mit dem Pedelec abgespult, flaches Land am Niederrhein, Berge und auch sandige Waldwege mit Steigungen.

Ich vergleiche die Leichtgängigkeit mit meinem leichten nicht billigen Stevens und muss sagen, nahezu kein Unterschied, der Kraftaufwand ist Dank der Kettenschaltung und nahezu widerstandslosem Motor wie mit einem gutem konventionellen Fahrrad. Auf einer leicht abschüssigen Straße hatte ich locker 60km/h erreicht! Auf dem flachen Land würde eine Akkuladung bei mir rund 500km halten da ich den Motor nur bei Gegenwind oder Hügeln zuschalte, weil ich eh mit mehr als 25 km/h unterwegs bin. In der Regel schalte ich den Motor ganz ab und bin immer noch schneller als Andere mit ihren e-Bikes. Nur an Steigungen spürt man das hohe Gewicht des e-Bikes und da ist dann der Motor hilfreich.

Die Hydraulik-Scheibenbremsen packen kräftig zu. Wie sie bei Nässe arbeiten, muss ich noch ausprobieren…

Vorderrad Bremse

Vorderrad Bremse

Hinterrad Bremse

Hinterrad Bremse

Die Abschaltung des Motors bei 25 km/h erfolgt nicht abrupt, sondern weich und langsam. Bis 27 km/h hat man noch eine leichte Unterstützung, erst dann schaltet der Motor vollends ab.

Ist man tretfaul, fährt mit 25 km/h im kraftvollen Normalmodus und schaltet bei Anhöhen oder Gegenwind sogar in den Sport-Modus, hält der Akku gut 80 – 100 km.

Die Bereifung ist eine Art All Terrain, auf Schotter, Sand und Straße gleichermaßen gut. Sandstecken mit Steigungen waren im Sport-Modus eine reine Freude, da wäre ich mit einem normalen Fahrrad nie hoch gekommen, einfach nur Kraft und Grip. Nur schnelle enge Kurven, da sollte man vorsichtig sein, da verliert man wegen der kleinen Stollen leicht den Grip.

Fazit

Das optimale e-Bike, wer auf Straße, Bergen und Feldwegen unterwegs ist. Der kraftvolle Motor macht hier einfach nur Spaß.

Tretfaule haben eine sehr hohe Reichweite. Mit leerem Akku hat man im Gegensatz zu vielen anderen Pedelecs ein vollwertig leichtgängiges Fahrrad.

Im mittleren Preissegment angesiedelt, aber sehr wertig.

Großes Manko für Wohnmobil-Fahrer: Das Ladegerät hat eine verschwenderische Leistungsaufnahme von fast 500 W, zur Ladung werden aber nur ca. 150 W benötigt. Man benötigt einen dicken Sinus-Wandler, dicke Batterien oder muss zur Ladung an den Landstrom.

Hinweis:
Für das Setzen der Links erhalte ich keine Gegenleistung, diese habe ich lediglich gesetzt, weil ich mit dem Unternehmen mehr als zufrieden bin!

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2 Kommentare

  1. Guten Morgen,
    gute Entscheidung. Darf ich fragen, wie Eure E-Bikes transportiert werden?
    Weiterhin viel Freude bei Euren Reisen und vielen Dank für die tolle Berichterstattung.
    VG
    Rupert

    • Moin Rupert,
      wir nutzen die nun überflüssige Motorrad-Plattform. Das ist stabil und Gewicht spielt hier keine Rolle. Die Montage der Räder gestaltet sich so auch sehr einfach.
      Bei Fiedler in Wilhelmshaven gibt es eine stabile Haltestange für die Bügel die an die Plattform montiert wird. Der Anbau des Bügels inkl. Schienen und Haltebügel kostete 330,- Euro.
      Zum Schutz eine große Fahrradplane, die die Räder komplett abdeckt.
      Viele Grüße aus der Bretagne und danke für das Löbchen, Mikesch

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